Petition gegen Artikel 13 ! ! !

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    • WunRo schrieb:

      Solche Propaganda gefällt natürlich google, Youtube & Co - schließlich geht es um deren Geld, ja. "Mundtot" ist massiv übertrieben, genauso wie die angeblich bedrohten Inhalte. Bilder von Picachu werden eher nicht verschwinden. Schließlich ist nicht jeder Rechteinhaber so drauf, dass er gegen Freihaus-Werbung protestiert.

      Hier wird der Teufel an die Wand gemalt und ein worst case Szenario gestrickt, das in 20 Jahren noch nicht eingetreten sein kann. Dabei steckt die Entwicklung noch nichtmal in den Kinderschuhen. Und wen juckt am Ende Youtube & google, wenn sie es übertreiben? Sie haben selbst gar kein Interesse an einer Totalzensur. Sie werden lediglich das tun, was sie müssen und "im Rahmen des Möglichen" liegt. Je schwächer diese Upload-Filter, desto besser für sie. Also erstmal sowieso eigene. Und wenn die keine Wunder bewirken können, dann kann man im EU-Parlament auf- und niederspringen... sie müssen den Konzernen erstmal nachweisen, dass sie weniger effizient arbeiten als sie könnten.

      Hier geht es übrigens um EU-weite Gesetze. Ein Volksentscheid in Deutschland wäre keine Bremse. Ich sehe für diese "Bewegung" kaum Erfolgschancen. Auf jeden Fall wird es spannend.

      orange.handelsblatt.com/artikel/56303

      Keine Ahnung, wo du mal gesagt hast, die Meinungsfreiheit darf nicht eingeschrenkt werden ;D

      Ich rechne wie gesagt immer mit dem schlimmsten Fall
      Enemies of the heir.... Beware!
    • WunRo schrieb:

      Mit Verlaub, es wurden viele "technisch unlösbare Probleme" der Vergangenheit gelöst, die Experten für unmöglich hielten.

      Es handelt sich um ein fundamentales Problem der Berechenbarkeitstheorie. Das "löst man nicht einfach mit ein bisschen Gehirnschmalz". Auch nicht mit einer schöngeistigen Vorstellung, da müsste man sich nur mal richtig anstrengen. Deswegen braucht man ja Deep Learning, um überhaupt Resultate zu sehen: Irgendwie muss man das Set, gegen das man prüft, kleinstmöglich fassen, damit die Lösungsfindung überhaupt möglich ist. Künstliche Intelligenz ist nur leider nicht besonders intelligent. Kontextualität, die man nicht syntaktisch formulieren kann, ist für neuronale Netze eine unfassbare Hürde. Es ist zu manchem Thema eben doch nötig, dass man Ahnung von den Hintergründen hat. Du scheinst ja aber nach wie vor überzeugt davon zu sein, "die großen" würden mit Artikel 13 gemaßregelt und spielst des Teufels Advokaten 180° an der Realität vorbei.


      Maddox schrieb:

      Die einzige Lösung der Politiker ist eben ein uploadfilter. Oder wie die Politiker es nennen würden, Software zur Erkennung Urheberrechtlich geschütztem Material.

      Die "bevorzugte" Variante, die Axel Voss beschwärmt, sind Versicherungstribute an die Rechteverwerter. Sieht nur leider blöd aus, wenn man sich gegen Rechteverletzungen gegen X absichern muss. Man sammelt hier Sympathie für die anstehende Europaparlamentswahl.
      You may ask me thrice and I still won't tell you that an OEM rig is sufficient for your needs.


    • SilentVokativiusos schrieb:

      Maddox schrieb:

      Die einzige Lösung der Politiker ist eben ein uploadfilter. Oder wie die Politiker es nennen würden, Software zur Erkennung Urheberrechtlich geschütztem Material.
      Die "bevorzugte" Variante, die Axel Voss beschwärmt, sind Versicherungstribute an die Rechteverwerter. Sieht nur leider blöd aus, wenn man sich gegen Rechteverletzungen gegen X absichern muss. Man sammelt hier Sympathie für die anstehende Europaparlamentswahl.
      Wobei das nur ein Teil der Geschichte ist. Grundsätzlich hat der Urheber ja auch ein Recht auf Nichtveröffentlichung und das kann nur über Uploadfilter ermöglicht werden.
    • Maddox schrieb:

      Keine Ahnung, wo du mal gesagt hast, die Meinungsfreiheit darf nicht eingeschrenkt werden ;D

      Ich rechne wie gesagt immer mit dem schlimmsten Fall
      Ich habe an keiner Stelle geschrieben, dass die "Meinungsfreiheit" pauschal nicht eingeschränkt werden dürfe. Vieles von dem, was manche User unter dem Deckmantel der "Meinungsfreiheit" veröffentlichen, gehört gefiltert. U.a. verfassungsfeindliche Propaganda und Volksverhetzung. Dabei ist zu viel "Meinungsfreiheit" bezüglich "Wir brauchen wieder eine Diktatur, weil besser!" natürlich völlig daneben... schließlich wäre ein zensiertes Internet das kleinste Problem, wenn wir ein "Viertes Reich" auferstehen lassen, weil wir sie als "legitime Meinung" zulassen.

      Vollpessimistisch immer mit dem schlimmsten Fall zu rechnen garantiert nur, dass man Opfer extremer "Meinungsbildung" wird. Sowas wie "Die EU ist schlecht für alle, weil sie Forderungen stellt an die Mitgliedsstaaten.".

      Ich halte es für besser, der Sache relativ neutral entgegenzusehen. Bisher haben wir festgestellt:
      1. Der propagierte Extremfall ist technisch derzeit überhaupt nicht umsetzbar - sprich stark abgeleitete Werke automatisiert dem Ursprung zuzuordnen (Memes, Parodien auf Filmausschnitte) anhand des Inhalts zu verhindern.
      2. Eine totale Zensur will niemand, auch nicht die "Befürworter".
      3. Das Gesetz wird nicht so bestehen bleiben, wie es verabschiedet wird, sondern unterliegt einer absehbaren Entwicklung und Anpassung.
      4. Auch die Umsetzung der Forderungen unterliegt einer schrittweisen Entwicklung. Schießt man über' s Ziel hinaus, dann wird auch die Meinungsfreiheit verteidigt werden, wenn sie wirklich bedroht ist - nicht erst dann, wenn der "worst case" eintritt.
      5. Das Gesetz steht sowieso auf wackligen Beinen, eben weil viele Forderungen nur stark begrenzt umsetzbar sind und Elemente möglicherweise gegen andere Gesetzgebung verstoßen, die es durchaus im Nachhinein ungültig werden lassen können.
      6. Es geht den Befürwortern nicht um Memes und Parodien, sondern um geklaute Textteile von Autoren und "missbrauchte" Musik- und Filmtitel. Sofern Memes & Co. zur erlaubten Meinungsfreiheit gehören, kann diese im schlimmsten Fall wieder eingefordert werden.
      7. Auch die User reagieren. Unterliegt Youtube einer "Totalzensur", dann weichen sie auf andere Plattformen aus, wo das nicht der Fall ist. Das System ist und bleibt kein statisches Konstrukt.

      SilentVokativiusos schrieb:

      Es handelt sich um ein fundamentales Problem der Berechenbarkeitstheorie. Das "löst man nicht einfach mit ein bisschen Gehirnschmalz". Auch nicht mit einer schöngeistigen Vorstellung, da müsste man sich nur mal richtig anstrengen. Deswegen braucht man ja Deep Learning, um überhaupt Resultate zu sehen: Irgendwie muss man das Set, gegen das man prüft, kleinstmöglich fassen, damit die Lösungsfindung überhaupt möglich ist.
      Ergo ist man bis dato nicht ansatzweise fähig, mit Upload-Filtern das propagierte Worst Case Szenario zu schaffen mit der Filterung von Memes & Co. Also kein Grund zur Panik.

      SilentVokativiusos schrieb:

      Kontextualität, die man nicht syntaktisch formulieren kann, ist für neuronale Netze eine unfassbare Hürde. Es ist zu manchem Thema eben doch nötig, dass man Ahnung von den Hintergründen hat.
      Kontext aus Bildern zu filtern ist (noch) nicht möglich. Weil das, was man "KI" nennt eben doch noch extrem weit entfernt vom "Terminator" ist. Aber eben diese syntaktische Formulierung ist zum Beispiel beim Thema "Gesichtserkennung" bereits gelungen - was vor 20 Jahren auch [viele] Experten für unmöglich hielten.

      Apropos Gesichtserkennung... vielleicht ein guter erster Ansatz. Wo Clint Eastwood in den ersten Bildern erkannt wird und keine Lizenzrechte zu erkennen sind, kann vom Scan des weiteren Verlaufs eines Films abgesehen werden. Ebenso, wenn man sich auf spezielle Tonverläufe konzentriert, die ein musikalisches Werk von allen anderen abhebt. Andersrum halte ich es für absolut denkbar, dass "verdächtige Inhalte" irgendwann weiter analysiert werden hinsichtlich der Verfremdung vom Original, um als "Meme" oder "Parodie" erkannt zu werden.

      SilentVokativiusos schrieb:

      Du scheinst ja aber nach wie vor überzeugt davon zu sein, "die großen" würden mit Artikel 13 gemaßregelt und spielst des Teufels Advokaten 180° an der Realität vorbei.
      Nö. Ich sehe nur 2 Seiten und dass eben "die Großen" die Strippen bei der Mobilmachung der Bevölkerung ziehen. Und halte anhand der Erkenntnisse eine Panik vor dem Untergang des "Internets der Meinungsfreiheit" für mehr als überreaktionär.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von WunRo ()

    • WunRo schrieb:

      Vollpessimistisch immer mit dem schlimmsten Fall zu rechnen garantiert nur, dass man Opfer extremer "Meinungsbildung" wird.

      WunRo schrieb:

      Dabei ist zu viel "Meinungsfreiheit" bezüglich "Wir brauchen wieder eine Diktatur, weil besser!" natürlich völlig daneben... schließlich wäre ein zensiertes Internet das kleinste Problem, wenn wir ein "Viertes Reich" auferstehen lassen, weil wir sie als "legitime Meinung" zulassen.
      Japp, du gehst nie vom schlimmsten Fall aus :drums: Mister Vollpessimist :cheer:
      :kp: Argumentation: Wenn Du keine Gegenargumente findest, die das Gegenteil beweisen... :fiction:
      :kp: dann sind sie womöglich nur schlüssig und wahr. :kp:

      :cheer: Spam ist nur erlaubt, wenn man möglichst viele Worte nutzt um diesen Spam :cheer:
      :cheer: :cheer: zumindest äußerlich als einen Beitrag tarnen zu können :cheer: :cheer:

      Wer das liest, ist eindeutig neugierig.
    • Whail schrieb:

      Die deutsche Wikipedia ist seit wenigen Minuten bis zum Ende des Tages gesperrt. Es bleibt spannend, inwieweit das die öffentliche Aufmerksamkeit erhöht.
      Sicher kann man auch Organisationen von seiner Seite der Meinung überzeugen. Sehr wahrscheinlich wird der Artikel nochmal etwas abgewandelt - sprich verzögert. Aber insgesamt werden google & Co. mit ihren Übertreibungs-Kampagnen ihre beinahe anarchistischen Verfahrensweisen nicht ewig fortsetzen dürfen. Sie scheffeln Milliarden und müssen dabei bisher viel zu wenig Regeln befolgen. Neue Regeln sind für diese erstmal spürbare Gewinneinbußen. Dafür machen sie Stimmung und gehen dabei vor, als würden sie die Entwicklung der Atomkraft verhindern wollen, weil die Technik auch die Bombe möglich macht.
    • Ich weiß nicht, was wahnwitziger ist. Dass du allen Ernstes glaubst, die Autoren der Wikipedia seien von Google überzeugt worden oder dass du deine Axel Voss-Rezitation für differenziert hältst. Beides Bullshit. Genauso wie die Idee, ausgerechnet Google müsste dieses Gesetz fürchten. Den Bären kann man auch nur Leuten aufbinden, die von der Branche kein My an Ahnung haben... Aber ich wiederhole mich.
      You may ask me thrice and I still won't tell you that an OEM rig is sufficient for your needs.


    • SilentVokativiusos schrieb:

      Dass du allen Ernstes glaubst, die Autoren der Wikipedia seien von Google überzeugt worden oder dass du deine Axel Voss-Rezitation für differenziert hältst.
      Hinter Wikipedia steckt auch nur ein relativ überschaubares Führungsgremium. So wie einige Zeitungsredaktionen den Artikel befürworten, halten andere Redaktionen dagegen. Organisationen repräsentieren nur den Tenor der internen Mehrheit oder der Führung. Freilich können die eine Meinung vertreten. Nur weil sie "Wikipedia" heißen, sind sie noch lange nicht "auf der richtigen Seite" der Debatte.
      Ich bin auch kein Fan von Axel Voss. Aber ich sehe in einem Gesetz in den Kinderschuhen keine Gefahr, auch nicht in den Upload-Filtern, wenn sie bisher nicht ansatzweise leisten können, was sich einige damit ausmalen. Und keiner sieht die Möglichkeiten der User, Restriktionen zu umgehen. Wer seinen Content reinstellen will, wird dies im Zweifel auch an den Uploadfiltern vorbei, wenn die ihm den Upload verweigern.

      SilentVokativiusos schrieb:

      Genauso wie die Idee, ausgerechnet Google müsste dieses Gesetz fürchten.
      Sicher sind sie es, die am Ende Geld abgeben müssen von ihren Gewinnen, wenn sie plötzlich Lizenzrechte erwerben müssen statt einfach wild zu verteilen - und Werbeeinnahmen zu generieren, wie sie es bisher gewohnt sind. Wie bereits geschrieben... ganz nebenbei eröffnen sich diverse Möglichkeiten für neue Konkurrenz von Youtube & Co., deren Jahresumsatz keine 10Millionen erreicht.

      Jegliche Panik ist unbegründet. Alleine deshalb schon, weil google seinen Filtern nur so viel Schärfe wie nötig geben wird. Eben weil ein Youtube "nach chinesischem Vorbild" mit einer breiten Zensur nur dazu führen würde, dass ihre Marktmacht schwindet und die User auf Plattformen ausweichen würden, die es eben nicht übertreiben. Es wird weder "Meme-Filter" noch eine wirkliche Einschränkung der Meinungsfreiheit geben.

      SilentVokativiusos schrieb:

      Den Bären kann man auch nur Leuten aufbinden, die von der Branche kein My an Ahnung haben... Aber ich wiederhole mich.
      Ja. egal wie oft Du die Kompetenz anderer in Zweifel stellst und die eigene Meinung mit Deiner IT-Erfahrung unterstreichst... es gibt gebildete Leute auf beiden Seiten der Medaille - nicht nur "IT-Profis" gegen "Technik-Nieten und Träumer". Und es bleibt genauso eine fantastische Vorstellung, wenn da vom "Untergang des Freien Internets" geschwafelt wird. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das "Ding" nicht aufzuhalten ist und wir bald erfahren werden, dass es sehr viel weniger apokalyptisch aufgezogen werden wird.
    • WunRo schrieb:

      Hinter Wikipedia steckt auch nur ein relativ überschaubares Führungsgremium.

      Die Entscheidung wurde mithilfe eines Meinungsbildes getroffen. Kann ein nüchterner Mensch wirklich glauben, dass eine übermäßige Anzahl aktiver Wikipediaautoren ungeachtet ihrer politischen Ausrichtung von Google desinformiert werden können? Der Gruppe ist ungeachtet der Einzelperson ein allgemein größeres Medienrezeptionsverständnis zu attestieren. Im Übrigen haben sie die Frontseite geschaltet, obwohl ihre Plattform primär gar nicht betroffen ist. Jetzt üben wir einfache Induktion und suchen nach plausiblen Erklärungen.


      WunRo schrieb:

      Aber ich sehe in einem Gesetz in den Kinderschuhen keine Gefahr, auch nicht in den Upload-Filtern, wenn sie bisher nicht ansatzweise leisten können, was sich einige damit ausmalen

      Siehe meine vorherigen Beiträge. Die Haltung, man müsse erstmal abwarten, wie sich alles entwickelt, hat einige der größten politischen Fehler der Moderne verschuldet. Die Gefahr der Uploadfilter ist hypothetisch, die der Betreiberhaftung nicht. Es ist mir ehrlich unbegreiflich, wie man das Internet nutzen, den Richtlinientext lesen und das nicht verstehen kann. Das ist doch Vorsatz. Kein normaler Mensch behauptet, dass nach Inkrafttreten das Internet stirbt. Wohl aber die Möglichkeiten, als Privatperson oder Interessengemeinschaft interaktive Angebote zu betreiben, ohne sich extremen rechtlichen Vagheiten auszusetzen. Braucht auch nicht viel Fantasie, um darauf zu kommen, was die Konsequenz daraus ist.


      WunRo schrieb:

      Und keiner sieht die Möglichkeiten der User, Restriktionen zu umgehen. Wer seinen Content reinstellen will, wird dies im Zweifel auch an den Uploadfiltern vorbei, wenn die ihm den Upload verweigern.

      ... Tut mir leid, der Satz ist zu stupide, um ihn zu kommentieren.

      WunRo schrieb:

      Sicher sind sie es, die am Ende Geld abgeben müssen von ihren Gewinnen, wenn sie plötzlich Lizenzrechte erwerben müssen statt einfach wild zu verteilen - und Werbeeinnahmen zu generieren, wie sie es bisher gewohnt sind.

      Ich verstehe nicht, wie man so einen Unsinn immer wieder gebetsmühlenartig runterrattern kann. Zum einen lizensiert Youtube sowohl offizielle als auch inoffizielle aber erkannte geschützte Werke, sofern Lizenzverträge mit den Rechteinhabern bzw. deren Bevollmächtigten bestehen; das sollte man in Deutschland eigentlich wissen, seit man GEMA-lizensierte Musikvideos auf offiziellen Youtube-Channeln ohne Countryblock anhören kann. Bei inoffiziellen Tracks funktioniert das mehr schlecht als recht aus dem gleichen Grund, aus dem Uploadfilter nicht funktionieren. Das deckt per Prinzip nicht alle verwertbaren Werke ab, ist aber eine Einigung mit einer Verwertungsgesellschaft mit Monopolstatus.

      Das einzig denkbare Geschäftsmodell, um einen möglichst hypothetisch brauchbaren Uploadfilter zu nutzen, wäre ein zentraler Anbieter, der so eine Lösung als SaaS anbietet. Es gibt genau zwei große Cloud-Computing-Anbieter, die hierfür ernsthaft in Betracht kommen. Einer davon investiert massiv in Deep Learning. Na, wer ist das? ;)
      Google würde hier von der EU gegängelt. Das macht sie langfristig nicht weniger zu Nutznießern.


      WunRo schrieb:

      ganz nebenbei eröffnen sich diverse Möglichkeiten für neue Konkurrenz von Youtube & Co., deren Jahresumsatz keine 10Millionen erreicht.

      Nein, tut es nicht, weil solche politischen Maßnahmen den Mittelstand im Gegensatz zu finanzstarken multinationalen Konzernen treffen. Es ist illusorisch, dass Google sich das nicht leisten könnte, was plötzlich die heimische Wirtschaft beflügelt. VWL 101 ist zum Verständnis hilfreich, das sollte aber eigentlich auch der gesunde Menschenverstand erkennen. Du scheinst hier aber eher deine Fantasie zu bemühen als die Realität, wenn ich allein an den seltsamen Einwurf in #279 am Ende denke.

      Der Begriff "Axel Voss"-Rezitation passt aber ausgezeichnet. In jedem Beitrag schreibst du ohne Erkenntnisgewinn, es sei alles halb so wild und Youtube müsse gemaßregelt werden und auf Einwände auf Basis von harten Fakten reagierst du mit den wildesten Theorien von "Da müssen sich halt schlaue Leute hinsetzen" bis hin zu "wird man sehen". Macht der gute Herr in diesem Interview genauso: zeit.de/digital/internet/2019-…ilter-urheberrechtsreform
      Ist auch noch blöd genug, seine kritischeren Parteikollegen in einer Seitenbemerkung abzukanzeln, obwohl er sich den Spott und Hohn unter #axelsurft ja nun bei aller Liebe selbst zugezogen hat. Währenddessen schafft er es, jeder unangenehmen Frage konsequent weitestmöglich auszuweichen. Vielleicht siehst du ja die Parallelen zu dir. Ist ja nicht der erste Thread, in dem du die Bandansage spielst.

      Es geht hier aber nicht um Panikmache und auch nicht um Youtube. Es geht hier um die künftige Rechtssicherheit und Entfaltungsmöglichkeiten von Plattformbetreibern, die durch diese Richtlinie massiv bedroht sind. Ganz egal, wie oft du noch mit falschen Behauptungen auf Youtube einsteigen willst. Darum geht es nicht. Es geht auch nicht um Memes. Die sind nur ein prima Beispiel, um zu belegen, wie weltfremd die Ansichten der Unterhändler sind. Bitkom ist ein Branchenverband, keine Gruppe von Reddit-Usern. Gesetze, die aus dieser Richtlinie erwachsen, sind schädlich für das mittelständische oder private Netz.


      WunRo schrieb:

      Ja. egal wie oft Du die Kompetenz anderer in Zweifel stellst und die eigene Meinung mit Deiner IT-Erfahrung unterstreichst... es gibt gebildete Leute auf beiden Seiten der Medaille - nicht nur "IT-Profis" gegen "Technik-Nieten und Träumer". Und es bleibt genauso eine fantastische Vorstellung, wenn da vom "Untergang des Freien Internets" geschwafelt wird. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das "Ding" nicht aufzuhalten ist und wir bald erfahren werden, dass es sehr viel weniger apokalyptisch aufgezogen werden wird.

      Ist ja nun nicht so, als hätte ich hier irgendjemandem aus dem Nichts irgendwelche Kompetenzen abgesprochen, weil mir das gerade so gepasst hat. Das war ja durchaus begründet. Wenn jemand denkt, dass das Problem an der Implementierung von Uploadfiltern ein technologisches ist, hat er ganz offensichtlich keine Ahnung von Berechenbarkeitstheorie. Oder von angewandter Algorithmik. Diese Idee offenbart Ahnungslosigkeit. Wer denkt, die Lösung zu 3 + 2 * 5 wäre 25, wird wohl auch eher nichts von algebraischer Gruppentheorie verstehen. Oder auch nur Prozentrechnung.
      Wenn jemand Argumente bewusst überhört und Fragen unentwegt ausweicht, statt sie zu beantworten, hat er wohl ein wahnsinniges Problem mit der Antwort. Das sind Indizien für eine argumentative Niederlage. Aber manche Leute haben entweder kein Gefühl dafür oder wollen bewusst negieren, dass sie eine Diskussion verloren haben. Ist ein wenig wie mit dem schwarzen Ritter aus Die Ritter der Kokosnuss, der alle Gliedmaßen verloren hat und sich dann "gnädig" auf ein Unentschieden im Duell einigen will. Leicht martialischer Vergleich, aber inhaltlich treffend.


      WunRo schrieb:

      es gibt gebildete Leute auf beiden Seiten der Medaille - nicht nur "IT-Profis" gegen "Technik-Nieten und Träumer".

      So? Kannst du mir einen Befürworter für die kritischen Artikel nennen, der über eine fundierte informationstechnologische Ausbildung verfügt? Selbst die GI hat einen öffentlichen Appell gegen die Reform verfasst, obwohl die nun alles andere als aktive Tagespolitikkommentatoren sind. Wenn eine so heterogene Branche so geschlossen auftritt, darf man das als Indiz werten. Oder man redet das klein, indem man denen unterstellt, die wären alle mit 450 Reichsmark bestochen worden (:^)). Der Verhandlungsprozess ist auch nicht von Fachkundigen begleitet worden. Mehr als kaltschnäuziger Sarkasmus bleibt einem nicht übrig, wenn man dauerhaft gegen Leute anreden muss, die sowohl Faktentreue als auch das nötige Grundwissen für die Diskussion vermissen lassen. Es sei denn, man hat sehr viel Geduld. So viel habe ich dann aber doch nicht. Wenn irgendjemand offensiv Bullshit verbreitet, darf man sich nicht zu schade sein, das auch offensiv gerade zu rücken. Das macht einen vielleicht nicht beliebter, aber zumindest glaubwürdig.


      Ceterum censeo Carthaginem delendam esse.
      You may ask me thrice and I still won't tell you that an OEM rig is sufficient for your needs.


      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von SilentVokativiusos ()

    • SilentVokativiusos schrieb:

      Kann ein nüchterner Mensch wirklich glauben, dass eine übermäßige Anzahl aktiver Wikipediaautoren ungeachtet ihrer politischen Ausrichtung von Google desinformiert werden können? Der Gruppe ist ungeachtet der Einzelperson ein allgemein größeres Medienrezeptionsverständnis zu attestieren.
      Ich glaube nicht, dass es hier um Medienkompetenz geht. Wenn wir vielen der Befürworter die ihre absprechen wollen... wie viele der Protestler werden wohl über entsprechend wenig bis keine Medienkompetenz verfügen? Wo heute in der Welt wird ein Stimmrecht bei Wahlmöglichkeiten an Kompetenzen geknüpft? Es geht doch gerade darum, dass "Follower" generiert bzw. Leute "getriggert" werden, um für die "richtige Seite" einzutreten. Dabei ist der Haupt-Streitort das Internet bzw. dessen Plattformen und schafft sogar gefährlich werdende Auswüchse wie die "Impf-Lüge", die leider derzeit sehr reale Fälle von Masern auch in Deutschland wieder ermöglicht.

      SilentVokativiusos schrieb:

      aus dem Nichts irgendwelche Kompetenzen abgesprochen, weil mir das gerade so gepasst hat. Das war ja durchaus begründet. Wenn jemand denkt, dass das Problem an der Implementierung von Uploadfiltern ein technologisches ist, hat er ganz offensichtlich keine Ahnung von Berechenbarkeitstheorie. Oder von angewandter Algorithmik. Diese Idee offenbart Ahnungslosigkeit.
      Hatten wir nicht festgestellt, dass die Implementierung von Uploadfiltern, die Videoinhalte analysieren bzw. z.B. ein Meme einem Film zuordnen können - technisch "nahezu unmöglich" ist? Dass ich davon überzeugt bin, dass es bei Texten und Titeln völlig anders aussieht, dürfte aus dem Geschriebenen hervorgehen. Um genau die geht es aber vornehmlich. Und den Reupload von ganzen Filmen oder Musik zu unterbinden, der durch die Großunternehmer ohne "Haftung" mindestens weniger ernst genommen wird. Auch heute noch wird eher gewartet, bis die Rechteinhaber selbige einfordern.

      SilentVokativiusos schrieb:

      Wenn jemand Argumente bewusst überhört und Fragen unentwegt ausweicht, statt sie zu beantworten, hat er wohl ein wahnsinniges Problem mit der Antwort. Das sind Indizien für eine argumentative Niederlage. Aber manche Leute haben entweder kein Gefühl dafür oder wollen bewusst negieren, dass sie eine Diskussion verloren haben.
      Um welche Frage(n) geht es und welche Kernargumente, denen ich ausweiche? Die Gegner der Gesetzgebung tun dies übrigens tatsächlich unentwegt und lassen es so erscheinen, als wären verteidigbare Urheberrechte ein Novum und das Internet bisher ein rechtsfreier Raum und soll einer Totalzensur unterzogen werden. Beides mehr als nur "Extreme", die völlig abstrakt sind und bleiben - mit oder ohne positive Abstimmung im Parlament.

      SilentVokativiusos schrieb:

      So? Kannst du mir einen Befürworter für die kritischen Artikel nennen, der über eine fundierte informationstechnologische Ausbildung verfügt? Selbst die GI hat einen öffentlichen Appell gegen die Reform verfasst
      Eine nicht beantwortbare Frage? Woher soll ich denn Einsicht in Ausbildungsnachweise haben? Zumal ein "Ausbildungszertifikat" niemals eine Basis für Kompetenz in allen Bereichen des Fachs sein wird. Mancher "Maschinenbau-Ingenieur" hat zwar seinen Master bestanden, taugt aber auf dem Markt 0 und wird zum Fall für Sozialleistungen.

      Aber das ist eigentlich auch wieder vorbeiargumentiert Deinerseits. Wir haben doch nun längst (v)erfasst, dass Uploadfilter in einigen Bereichen funktionieren und bereits angewandt werden - und in anderen eher nicht, weil technisch-algorithmische Grenzen gesetzt sind? Also brauchen wir doch nicht um ein "Ganz oder gar nicht" argumentieren?

      SilentVokativiusos schrieb:

      Oder man redet das klein, indem man denen unterstellt, die wären alle mit 450 Reichsmark bestochen worden (:^)
      Kenne ich auch nur aus den Nachrichten. Aber rein theoretisch wäre es denkbar, dass google kompetente Personen unterstützt, die sehr genau wissen, wie man Themen viral verbreitet und zwischen den Plattformen verknüpft. Damit bringt man mit relativ wenig Einsatz eine Kampagnen-Lawine ins Rollen, auf die schneeballsystemmäßig exponentielle Anzahlen "kostenloser Mitstreiter" aufspringen.
      Ob sich das nach möglichen Untersuchungen bewahrheiten wird oder nicht... dies als "Verschwörungstheorie" abzutun ist genauso nur "Kampfmethodik" wie die wahrscheinlich frei erfundenen "450Euro" der Kritikerseite.

      SilentVokativiusos schrieb:

      wenn man dauerhaft gegen Leute anreden muss, die sowohl Faktentreue als auch das nötige Grundwissen für die Diskussion vermissen lassen. Es sei denn, man hat sehr viel Geduld. So viel habe ich dann aber doch nicht. Wenn irgendjemand offensiv Bullshit verbreitet, darf man sich nicht zu schade sein, das auch offensiv gerade zu rücken. Das macht einen vielleicht nicht beliebter, aber zumindest glaubwürdig.
      Leider sind "Fakten" nicht universell. Je nach dem, welche man heranzieht, kommt man durchaus zu verschiedenen Überzeugungen. Die Fakten, die für mich zählen, sind die zwar eingeschränkten, aber besonders auf Texte recht gut anwendbaren Möglichkeiten, Autoren gerechter an Milliardengewinnen der Großunternehmen zu beteiligen. Daran haben die freilich kein Interesse - und damit ist es auch keine Verschwörungstheorie, dass diese gegen diese Beteiligungen wirken könnten, sondern recht naheliegend. Ob das nun am Ende doch mehr Glaube ist oder der Wahrheit entspricht... vom Gegenteil lasse ich mich jedenfalls nicht überzeugen mit Argumentationssträngen um Fachkompetenz und Abschlüsse aller Beteiligten, die für das Endergebnis genauso wenig relevant sein werden wie für die DSGVO.
      Ich glaube immer noch, dass das Gesetz verabschiedet werden wird und dies nicht das Ende sein wird, sondern der Startschuss für "Nacharbeiten und Entwicklung".
    • WunRo schrieb:

      Ich glaube nicht, dass es hier um Medienkompetenz geht. Wenn wir vielen der Befürworter die ihre absprechen wollen

      Doch, geht es. Menschen, die im kritischen Umgang mit Medien, insbesondere Literatur, geübt sind, sind weitaus weniger empfänglich für die Verbreitung von Falschinformationen. Darum geht es. Von anderen Gegnern habe ich nicht gesprochen, ich habe der absurden Vermutung widersprochen, das Wikipedia-Meinungsbild sei durch Desinformationskampagnen zustande gekommen.


      WunRo schrieb:

      Hatten wir nicht festgestellt, dass die Implementierung von Uploadfiltern, die Videoinhalte analysieren bzw. z.B. ein Meme einem Film zuordnen können - technisch "nahezu unmöglich" ist? Dass ich davon überzeugt bin, dass es bei Texten und Titeln völlig anders aussieht, dürfte aus dem Geschriebenen hervorgehen. Um genau die geht es aber vornehmlich.

      In Artikel 13/17 geht es um urheberrechtlich geschützte Werke jeder Art. Im Übrigen bleibt das grundlegende Problem bei Texten bestehen, die Vergleichskomplexität des einzelnen Referenzdatums ist nur vermutlich geringer. Bevor du darauf anspringst: Das ist eine hypothetische Überlegung, das ändert nichts. Was also deine Überzeugung anbelangt, siehe meine Bemerkung zur Fachkompetenz. Volltexte lassen sich viel leichter indizieren als Bild- und Audiodaten. Das ändert aber das semantische Problem nicht, genauso wenig wie "Satire"-Flags.

      WunRo schrieb:

      Um welche Frage(n) geht es und welche Kernargumente, denen ich ausweiche?

      Den zentralen Punkt, dass Art. 13/17 Forderungen formuliert, die ohne extreme Nebenwirkungen und Lücken nicht technisch umsetzbar sind, hast du bis jetzt nur damit gekontert, dass das dann ja wohl nicht so schlimm sein könne. Dass auch diese Antwort schwach ist, habe ich schon vor einigen Posts beschrieben. Du behauptest auch nach wie vor, Google, an dessen Youtube du dich die ganze Zeit aufziehst, wäre Verlierer bei der Sache und die Stärke des Widerstands gegen diese Reform Ausdruck einer Desinformationskampagne, fernab jeder Realität. Als wäre ich da nicht schon mehrfach drauf eingegangen. Dass dein Steckenpferd, wo greifbar, tatsächlich Lizenzgebühren an Verwerter bezahlt, hast du auch geflissentlich überflogen.

      WunRo schrieb:

      Die Gegner der Gesetzgebung tun dies übrigens tatsächlich unentwegt und lassen es so erscheinen, als wären verteidigbare Urheberrechte ein Novum und das Internet bisher ein rechtsfreier Raum und soll einer Totalzensur unterzogen werden.

      Ein einziger Strohmann. Die Kritik beruft sich ja gerade darauf, dass Urheberrechte im Internet bereits durchsetzbar sind. Viele Kritiker haben sich sogar überdies explizit positiv zu den Reformbemühungen an sich geäußert. Auch von Totalzensuren hat außer ein paar hypothetischen verirrten Teenies niemand gesprochen. Die Kritik baut sich daran auf, dass eine Richtlinie, die zur proaktiven Filterung drängt, den Grundstein für eine Zensurarchitektur liefert. Kann man für absurd halten, ist aber weniger Verschwörungstheorie als die Mär von den gekauften Demonstranten.


      WunRo schrieb:

      Eine nicht beantwortbare Frage? Woher soll ich denn Einsicht in Ausbildungsnachweise haben? Zumal ein "Ausbildungszertifikat" niemals eine Basis für Kompetenz in allen Bereichen des Fachs sein wird. Mancher "Maschinenbau-Ingenieur" hat zwar seinen Master bestanden, taugt aber auf dem Markt 0 und wird zum Fall für Sozialleistungen.

      Aber das ist eigentlich auch wieder vorbeiargumentiert Deinerseits. Wir haben doch nun längst (v)erfasst, dass Uploadfilter in einigen Bereichen funktionieren und bereits angewandt werden - und in anderen eher nicht, weil technisch-algorithmische Grenzen gesetzt sind? Also brauchen wir doch nicht um ein "Ganz oder gar nicht" argumentieren?

      Du darfst zur Beantwortung naiv und gutgläubig davon ausgehen, dass die Leute gemäß eigenen Angaben qualifiziert sind. Dass Abschlüsse trotz deiner latenten, immer wieder durchscheinenden Abneigung gegen sie (Studienabbrecher?), ein Beleg für eine professionelle Ausbildung als Kontrast zu Amateuren sind, werden wir wohl noch als gegeben betrachten dürfen. Nicht vermittelbare Diplom-Informatiker und solche mit Masterabschluss sind eine Randerscheinung und die hat nichts mit irgendeiner Spezialisierung im Studium zu tun.

      Und nein, sie funktionieren nicht "in bestimmten Bereichen", sie funktionieren gar nicht. Content ID zeigt das ja eindrucksvoll. Genau das ist aber wichtig bei der Rezeption dieser Richtlinie, da außer einer präventiven Lizensierung irrelevanter Inhalte und Upload-Filtern keine Maßnahmen offen bleiben, um das Dilemma zu lösen. Dein Vertrauen in eine Legislatur, die Richtlinien vorbei an der technologischen Realität beschließt, "ehrt" dich.

      WunRo schrieb:

      Aber rein theoretisch wäre es denkbar, dass google kompetente Personen unterstützt, die sehr genau wissen, wie man Themen viral verbreitet und zwischen den Plattformen verknüpft. Damit bringt man mit relativ wenig Einsatz eine Kampagnen-Lawine ins Rollen, auf die schneeballsystemmäßig exponentielle Anzahlen "kostenloser Mitstreiter" aufspringen.

      Ja, das wäre denkbar. Aber mit solchen Methoden in sozialen Medien beeinflusst man die passive Meinungsbildung. Damit holt man keine Leute auf die Straße. Sonst könnten wir uns auch beileibe nicht mehr vor Demos retten. Es gibt belastbare Studien hierzu.


      WunRo schrieb:

      Leider sind "Fakten" nicht universell. Je nach dem, welche man heranzieht, kommt man durchaus zu verschiedenen Überzeugungen.

      Doch, sind sie. Wenn sie das nicht sind, drehen wir uns die Welt, wie sie uns passt. Machen viele Menschen, ist aber weder intelligent noch produktiv. Wenn man zu wenig weiß, kann man aus Unkenntnis über Details falsche Schlüsse ziehen, soweit liegst du richtig. Das ist ja auch genau der Vorwurf, den ich dir gemacht habe. ;)


      WunRo schrieb:

      vom Gegenteil lasse ich mich jedenfalls nicht überzeugen mit Argumentationssträngen um Fachkompetenz und Abschlüsse aller Beteiligten, die für das Endergebnis genauso wenig relevant sein werden wie für die DSGVO.

      Ich glaube nicht, dass du dich überhaupt überzeugen lassen würdest. Die Forderung, einen fachkundigen Befürworter zu finden, bleibt.


      WunRo schrieb:

      Ich glaube immer noch, dass das Gesetz verabschiedet werden wird

      Damit könntest du sogar durchaus recht haben ...
      You may ask me thrice and I still won't tell you that an OEM rig is sufficient for your needs.


    • SilentVokativiusos schrieb:

      ich habe der absurden Vermutung widersprochen, das Wikipedia-Meinungsbild sei durch Desinformationskampagnen zustande gekommen.
      Wer hat das denn vermutet? Ich habe von Meinungen geschrieben, die gebildet und vertreten werden - "Desinformationskampagne" würde die andere Meinung auf eine Weise bewerten, die mir nicht zusteht. Ich betrachte weder die Pro- noch die Contra-Seite als "uneingeschränkt richtig", sondern versuche die sinnvollen und wahren Argumente beider Lager zu selektieren und mich auf den umsetzbaren Teil der Ziele zu konzentrieren.

      SilentVokativiusos schrieb:

      Volltexte lassen sich viel leichter indizieren als Bild- und Audiodaten. Das ändert aber das semantische Problem nicht, genauso wenig wie "Satire"-Flags.
      Wenn nach Verabschiedung des Gesetzes die Upload-Filter so scharf sein werden, dass ziemlich sämtliche Satiren abgewehrt werden - dann wird das wohl kaum so hingenommen. Der User wird immer noch sehen, ob sein Werk ins Netz gelangt oder nicht und Lösungen suchen, es doch zu posten.
      Aber warum geht es schon wieder um ""technisch schwer umsetzbare, "geforderte" Barrieren""? Einen worst case, den man gar nicht realisierbar betrachtet, braucht man doch nicht verteufeln. Die ersten Schritte nach dem Gesetz leiten eine Entwicklung ein, sämtliche worst case Szenarien sind Utopie.

      SilentVokativiusos schrieb:

      Den zentralen Punkt, dass Art. 13/17 Forderungen formuliert, die ohne extreme Nebenwirkungen und Lücken nicht technisch umsetzbar sind, hast du bis jetzt nur damit gekontert, dass das dann ja wohl nicht so schlimm sein könne.
      Welches Gesetz hatte bisher keine "Risiken und Nebenwirkungen"? Welches ist unverändert bestehend seit seiner Verabschiedung? Das stabilste ist wohl noch das Grundgesetz, wird aber längst durch "Beiwerke" ergänzt.
      Anbei würde ich die "Risiken" abwägen mit dem Zugewinn an Fairness am Markt, bei dem die Autoren zumindest einen Mehrwert aus ihrer Arbeit haben werden, den google & Co. aus Werbeeinnahmen über deren Verlinkung generieren. Das sehe ich als unfaire Praxis.

      SilentVokativiusos schrieb:

      Du behauptest auch nach wie vor, Google, an dessen Youtube du dich die ganze Zeit aufziehst, wäre Verlierer bei der Sache und die Stärke des Widerstands gegen diese Reform Ausdruck einer Desinformationskampagne, fernab jeder Realität.
      Ich sehe niemanden als "Verlierer". Lediglich Milliardengewinne der Einen und die unfaire Praxis, diese durch Verweise und Werbeeinnahmen zu scheffeln, während die Content-Autoren leer ausgehen. Ich sehe weiterhin die schwerwiegendsten Motive, die "Kritiker" so gut es geht zu unterstützen - bei google und Youtube (und natürlich "Profi-Raubkopierern"). Schließlich sind diese die, die Nachteile haben werden aus den Forderungen: Anteile der Einnahmen abgeben und mehr Verantwortung übernehmen. Was davon umsetzbar ist, steht auf einem anderen Blatt. Genauso wie die "Nebenwirkungen", die nicht von heute auf morgen eine Totalzensur sein wird.

      SilentVokativiusos schrieb:

      Die Kritik beruft sich ja gerade darauf, dass Urheberrechte im Internet bereits durchsetzbar sind. Viele Kritiker haben sich sogar überdies explizit positiv zu den Reformbemühungen an sich geäußert. Auch von Totalzensuren hat außer ein paar hypothetischen verirrten Teenies niemand gesprochen. Die Kritik baut sich da...
      Sie sind durchsetzbar, müssen aber von den Urheberrechte-Inhabern "manuell" eingefordert werden. Auf diesem Wege sind sie der schieren Masse der (massiven!) Verstöße völlig unterlegen. Deshalb sollen die Plattformbetreiber zu mehr Aktivität durch Mitverantwortung für Verstöße gezwungen werden, als sie bisher freiwillig zu tun bereit sind.

      Ich habe übrigens nirgends angezweifelt, dass man das Gesetz als "Grundstein einer Zensurarchitektur" ansehen könnte. Aber auch nur dann, wenn man den worst case für entwicklungsfähig hält. Und den sehe ich nicht, da das keine einseitige Entwicklung sein wird und größere Ungerechtigkeiten bzw. echte Verstöße gegen die Meinungsfreiheit nicht von den "Zensierten" hingenommen werden.
      Wer das negativste Szenario betrachtet, das entstehen könnte, betrachtet das zu einseitig. Und blendet aus, dass auch die User Mittel und Wege gegen zu viel Zensur haben: Auslagerung des zensierten Contents auf Plattformen, die ihn erlauben. Mit jedem Schritt Zensur "mehr als nötig", den YT/google gehen würden, stärken sie ihre Konkurrenz und mindern ihre Reichweite bzw. eigene Werbeeinnahmen. Ergo ein worst case Szenario stärkster Zensur halte ich für völlig undenkbar, weil Youtube und google dann keine Kunden mehr haben, sondern nur noch Startups oder anders handelnde Konkurrenten, die so wenig wie möglich zensieren. Und natürlich das "Darknet" im Aufwind. Das mag man vergessen, wenn man sich eine Welt ohne YT/google nicht mehr vorstellen kann. Ich kann - und sehe genügend Möglichkeiten der User, Zensur auszuweichen!

      SilentVokativiusos schrieb:

      ein Beleg für eine professionelle Ausbildung als Kontrast zu Amateuren sind, werden wir wohl noch als gegeben betrachten dürfen. Nicht vermittelbare Diplom-Informatiker und solche ...

      Und nein, sie funktionieren nicht "in bestimmten Bereichen", sie funktionieren gar nicht. Content ID zeigt das ja eindrucksvoll. Genau das ist aber wichtig bei der Rezeption dieser Richtlinie, da außer einer präventiven Lizensie...
      Zu einseitig. Informatiker sind keine Götter. Und technisch nicht umsetzbare, vermeintliche Forderungen brauchen nicht herhalten als Argument gegen eine "Zensurmaschine". Es kann nur umgesetzt werden, was möglich ist. Was dann irgendwer fordert - aber nicht umsetzbar ist... bleibt ungelöst. Und Unmöglichkeiten sind und bleiben vor Gericht im Klagefall immer noch unmöglich - dort kommen dann Informatiker als Gutachter zum Einsatz - und der Angeklagte wird sicher nicht zur "Erfüllung des Unmöglichen" verdonnert.

      "Präventive Lizensierung" - wenn dies die einzige Option wäre - ist im Zweifelsfall übrigens für die Autoren in der Regel besser als gar keine Lizensierung. Geringe Anteile sind mehr als gar keine. Upload-Filter in gewissem Umfang sind freilich nötig für die Umsetzung. Diese sollen aber weiterhin vornehmlich schwere Verstöße verhindern wie den Upload von ganzen Filmen, Serien oder Musik (mit den möglichen Mitteln!). Memes und Satire sind in einer weit entfernten Instanz in Gefahr, wenn es die Filter übertreiben. Aber dann wandern die Satiriker auf eigene Plattformen - versprochen!
      Alle Unmöglichkeiten bleiben sowieso nicht erfüllbar und werden dadurch am Ende irrelevant. Es zählt der Teil der Forderungen, der erfüllbar ist.

      SilentVokativiusos schrieb:

      Aber mit solchen Methoden in sozialen Medien beeinflusst man die passive Meinungsbildung. Damit holt man keine Leute auf die Straße. Sonst könnten wir uns auch beileibe nicht mehr vor Demos retten. Es gibt belastbare Studien hierzu.
      Nein. Die holt man tatsächlich auf die Straße, indem man ihnen suggeriert, ihre Memes und Satiren seien in erster Instanz in direkter Gefahr - oder die Freiheit des Internets würde enden und einer totalstaatlichen Kontrolle weichen. Die Argumente auf der Straße sind andere als in den Fachkreisen... hast Du selbst so erkannt. Weil man den Leuten am besten nur bildliche Dinge vorhält, die ihnen angeblich verloren gehen werden... die absurdesten Übertreibungen und Szenarien holen die Leute auf die Straße, nicht Zweifel an Umsetzbarkeiten oder Fachchinesisch. Einige Zehntausend halte ich dabei für eine relativ geringe Anzahl gemessen an den Einwohnerzahlen.

      SilentVokativiusos schrieb:

      Wenn man zu wenig weiß, kann man aus Unkenntnis über Details falsche Schlüsse ziehen, soweit liegst du richtig. Das ist ja auch genau der Vorwurf, den ich dir gemacht habe.
      Ich weiß genug, um mir eine eigene Meinung zu bilden. Das reicht mir persönlich. Ich gehöre dabei weder vollständig dem Pro- noch dem Kontralager an. Die Freiheit des Internets ist nicht gefährdet, lediglich der Geldbeutel von superreichen Plattformenbetreibern - die nun über "Pauschallizenzen" einen mageren Anteil der Werbeeinnahmen an Urheber abgeben sollen.

      SilentVokativiusos schrieb:

      Ich glaube nicht, dass du dich überhaupt überzeugen lassen würdest. Die Forderung, einen fachkundigen Befürworter zu finden, bleibt.

      Fachkundig im Bereich der informatisch-technischen Umsetzbarkeit einzelner(vermeintlicher) Forderungen oder im Bereich Recht und Gesetz?

      Sicher ist am Ende nur: Das Unmögliche wird nicht möglich, weil ein Gesetz es vorschreibt. Aber eigentlich werden da vielmehr Forderungen in ein Gesetz hineininterpretiert, die es diskreditieren sollen. In 10 Jahren kräht kein Hahn mehr danach und das Internet wird immer noch beinahe eine imaginäre Anarchie sein.


      P.S.: Sorry musste Zitate kürzen, max 10k Zeichen...
    • Die Gesetzesänderung ist also als Richtlinie verabschiedet worden. Damit ergibt sich erstens eine Übergangszeit bis zum darin festgelegten Zeitpunkt für die Umsetzung... und zweitens definiert eine Richtlinie im Endeffekt Ziele. Wie diese im Einzelnen zu verstehen und im Detail umzusetzen sind, wird in Form von harmonisierten EU-Normen nachgesetzt, die Richtlinien konkretisieren. Damit werden demnächst auch die Dinge explizit ausgenommen, die im Sinne der Kunst nicht darunter fallen sollen bzw. zu schützen sind.

      Den großen Knackpunkt im Kampf gegen Piraterie sehe ich vor Allem darin, dass es nun zu einer gewissen Beweislastumkehr kommt bei den großen Firmen. Konnten sie bisher einfach abwehren, indem sie die Verantwortung eines illegalen Uploads auf den unbekannten Täter schoben - und fein raus sein, wenn man ihnen nicht eine grobe Mitschuld nachweisen konnte...
      müssen sie von nun an selbst beweisen, dass sie aktiv das Möglichste tun, um solche Inhalte abzuwehren. Bzw. bleibt ihnen im Zweifel nur die aktive Mitarbeit beim Ermitteln des Täters, wenn sie sonst selbst im Visier sind.

      Die Lizensierung wird übrigens recht öffentlich so vorgeschlagen, dass Sammellizenzen von Verlagen erteilt werden. Würde ich mir in etwa so vorstellen wie Deezer, Spotify & Co. es tun. Nur ist in dem Fall google der Kunde und mietet sich ein Paket für die eingeschränkte Verwendung sämtlicher Texte eingegliederter Redaktionen. Mit allen anderen müssen sie wohl Einzelverträge schließen, andere können ihre Inhalte kostenlos freigeben. Eine Bezahlung für jedes einzelne "Wort-Set" ist wohl kaum praktikabel bzw. sinnvoll.

      Ich wette, der normale Nutzer wird davon gar nicht viel merken und wie gewohnt seine Satire-Inhalte erhalten - selbst wenn sie im Zweifel nur als Link auf seiner Plattform auftaucht zu einem anderen Hoster.
    • WunRo schrieb:

      Wenn nach Verabschiedung des Gesetzes die Upload-Filter so scharf sein werden, dass ziemlich sämtliche Satiren abgewehrt werden - dann wird das wohl kaum so hingenommen.

      Ach. Was meinst du denn, warum die Leute dagegen protestiert haben?

      WunRo schrieb:

      Zu einseitig. Informatiker sind keine Götter.

      Nein. Vernünftig und zielorientiert. Natürlich sind Informatiker keine Götter. Informatiker verstehen aber Informatik. Doh. Zu glauben, man wüsste es besser als Fachkundige und selbige wären von anderen Akteuren politisch missbraucht, ist die Arroganz der Dummen. Um auf deinen Einwurf mit den Impfgegnern ein paar Beiträge vorher einzugehen: Die glauben auch, sie wüssten es mit ihrem Youtube-Diplom besser als Mediziner. Parallelen?

      WunRo schrieb:

      "Präventive Lizensierung" - wenn dies die einzige Option wäre - ist im Zweifelsfall übrigens für die Autoren in der Regel besser als gar keine Lizensierung.

      Natürlich ist es das. Vorausgesetzt allerdings, die werden nicht sowieso schon bezahlt und sie haben überhaupt ein legitimes Recht darauf, von dem Plattformbetreiber bezahlt zu werden. Youtube ist nicht Spotify. Foren sind nochmal eine ganz andere Hausnummer. Kein Schwein hat etwas dagegen, wenn Menschen für ihre Schöpfung entsprechend entlohnt werden. Den Umstand, dass Youtube bereits Lizenzgebühren an die GEMA bezahlt - und du wirst sicher deren Tragweite in Bezug auf deutsche Künstler kennen - und Musik der größte Knackpunkt bei Youtube ist, obwohl es ein Videoportal ist, hast du erneut geflissentlich übergangen.


      WunRo schrieb:

      Aber dann wandern die Satiriker auf eigene Plattformen - versprochen!

      Du müsstest eigentlich von selbst darauf kommen, was für ein ausgemachter Bullshit das ist, ohne, dass ich es fünfmal erkläre. Wenn zwei Konkurrenten in der gleichen Jurisdiktion operieren, von der gleichen Beschränkung betroffen sind und keiner die Notwendigkeit sieht, eine Filterung über das nötige Maß durchzuführen, glaubst du allen Ernstes, das die Leute zum Newcomer wandern, der nur einen lächerlichen Bruchteil des Kapitals hat? Egal ob Filter oder Sammellizensierung, Googles Macht bricht man nicht damit. Man haut hier den kleinen den Knüppel zwischen die Beine, die Startup-Befreiung ist ein schlechter Witz. Und wenn jemand vom Filter profitiert, dann der DeepLearning-Riese Google. Was will man auf Grundlage der Richtlinie Google sagen, wenn sie einen versuchten Filter implementieren und da Dinge durch den Filter durchgehen? "Fickt euch, bezahlt lieber der GEMA mehr Geld"? Bei der Obskurität des deutschen IT-Rechts will ich das lieber nicht zu laut sagen.

      WunRo schrieb:

      die absurdesten Übertreibungen und Szenarien holen die Leute auf die Straße, nicht Zweifel an Umsetzbarkeiten oder Fachchinesisch. Einige Zehntausend halte ich dabei für eine relativ geringe Anzahl gemessen an den Einwohnerzahlen.

      Ich wiederhole meinen Satz dazu. Demonstrationen mit > 10.000 Menschen sind im Übrigen nicht gering, zusammengerechnet, da dezentral, sind mehr als 100.000 Leute auf die Straßen gegangen. Das entspricht für den Tag der Größenordnung der Proteste gegen den NATO-Doppelbeschluss.


      WunRo schrieb:

      Fachkundig im Bereich der informatisch-technischen Umsetzbarkeit einzelner(vermeintlicher) Forderungen oder im Bereich Recht und Gesetz?

      Ich habe natürlich nach einem informationstechnologisch ausgebildeten Juristen gefragt ... :facepalm2:

      WunRo schrieb:

      Den großen Knackpunkt im Kampf gegen Piraterie sehe ich vor Allem darin, dass es nun zu einer gewissen Beweislastumkehr kommt bei den großen Firmen. Konnten sie bisher einfach abwehren, indem sie die Verantwortung eines illegalen Uploads auf den unbekannten Täter schoben - und fein raus sein, wenn man ihnen nicht eine grobe Mitschuld nachweisen konnte...
      müssen sie von nun an selbst beweisen, dass sie aktiv das Möglichste tun, um solche Inhalte abzuwehren. Bzw. bleibt ihnen im Zweifel nur die aktive Mitarbeit beim Ermitteln des Täters, wenn sie sonst selbst im Visier sind.

      Weil die große Piraterie ja auch auf Youtube abläuft. Wenn du hier wenigstens über Filehoster schimpfen würdest, ergäbe es ja noch irgendwo Sinn. Piraterie läuft aber im P2P-Bereich ab, der damit überhaupt nichts zu tun hat. Note sechs.


      WunRo schrieb:

      Die Lizensierung wird übrigens recht öffentlich so vorgeschlagen, dass Sammellizenzen von Verlagen erteilt werden. Würde ich mir in etwa so vorstellen wie Deezer, Spotify & Co. es tun. Nur ist in dem Fall google der Kunde und mietet sich ein Paket für die eingeschränkte Verwendung sämtlicher Texte eingegliederter Redaktionen. Mit allen anderen müssen sie wohl Einzelverträge schließen, andere können ihre Inhalte kostenlos freigeben. Eine Bezahlung für jedes einzelne "Wort-Set" ist wohl kaum praktikabel bzw. sinnvoll.

      Ach? Hat das nicht irgendwer vor ein paar Wochen schon geschrieben? ...

      SilentVokativiusos schrieb:

      Bloß wie die aussehen soll, weiß kein Schwein. Soll jeder Betreiber von Internetforen provisorisch alle großen Verbände der Medienindustrie bezahlen, weil er nun dafür haftbar ist, wenn irgendein dahergelaufener Trottel in seinem Forum irgendeinen Beitrag verfasst, der mit einer Urheberrechtsverletzung einhergeht? Genau das verlangt der Entwurf nämlich explizit. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen, dagegen ist die Debatte über die Rundfunkbeiträge von Bürgern, die den öffentlichen-rechtlichen Rundfunk gar nicht konsumieren, Korinthenkackerei.

      Du solltest vielleicht wirklich mal offen für das sein, was du liest und nicht das, was dir nicht passt, herausfiltern.


      WunRo schrieb:

      Ich wette, der normale Nutzer wird davon gar nicht viel merken und wie gewohnt seine Satire-Inhalte erhalten - selbst wenn sie im Zweifel nur als Link auf seiner Plattform auftaucht zu einem anderen Hoster.

      Wenn du hier im Forum keine freie Profilbildfunktion und keine Medienverlinkung mehr hast, weil die Gameforge sich dem Wagnis nicht aussetzen will, für Urheberrechtsverstöße irgendwelcher dahergelaufener Trolle zu haften, kannst du dir diese Wette getrost in die Haare schmieren. ;)
      Der gute @badidol hat da sicher Bock drauf. Mit solch praktischen Fällen, derer es tausende gibt, muss man sich natürlich nicht beschäftigen, wenn man denkt, Artikel 13 wäre eine Kampfansage an das böse amerikanische Großkapital. Sammellizenzen registrierter Werke zu erwerben ist nicht praktikabel und es ist auch eine moralische Sauerei, die ihresgleichen sucht. Währenddessen versuchst du mir zu erzählen, du hättest genügend Ahnung, um dir eine Meinung zu bilden und gleichzeitig, dass sich unter den Voraussetzungen eine Konkurrenzplattform zu Youtube aufbauen soll.

      Artikel 13 ist keine Beweislastumkehr, Artikel 13 kriminalisiert Betreiber mit auch nur einem kriminellen Nutzer. Reichlich reaktionäre Rechtsmoral, lieber Unschuldige zu bestrafen, als einen Kriminellen straffrei gehen zu lassen. Dass man sowas diskutieren muss, nimmt einem auch das letzte bisschen Hoffnung in diese Gesellschaft. Aber ich sagte es bereits: Die Arroganz der Dummen.
      You may ask me thrice and I still won't tell you that an OEM rig is sufficient for your needs.