Angepinnt Guide: Computerzusammenstellungen [Q1 2019]

  • Hardware

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  • Guide: Computerzusammenstellungen [Q1 2019]



    Einleitung
    Willkommen im PC-Zusammenstellungsguide. In diesem Thread sind viele vorgefertigte PC-Zusammenstellungen zu finden, die alle grundlegenden Ansprüche von einfachen Bürorechnern und günstigen Gamingsystemen hin zu möglichst lautlosen oder leistungsstarken Rechnern mit starker DirectX-Grafikkarte.
    Diese Rechner sollen eine gelungene Alternative zu den sonst in Elektronikdiscountern oder einschlägigen Internetportalen zu findenden PC-Systemen bieten, die unter gravierenden Mängeln, von der Leistungsfähigkeit über die Qualität des Kühlsystems hin zur Qualität der Komponenten selbst, leiden. Stattdessen sollen grundsolide Systeme angeboten werden, die auch im günstigen Preissegment mit haltbarer und verhältnismäßig schneller Hardware aufwarten. Die verwendeten Netzteile von renommierten Marken und die der Hardware angepassten Kühlsysteme sorgen nicht nur für ein wertigeres System, sie senken auch Temperatur, Lautstärke und Verschleiß vieler Komponenten. Energieeffizienter ist dies noch obendrein.

    Gedanken hinter den hier dargestellten Systemen

    Es gibt abertausende Möglichkeiten, Desktop-Computer zusammenzubauen. Diese unterscheiden sich hinsichtlich vieler Aspekte, häufig aber auch der Qualität. Man kann einen Rechner durch den Austausch einer Komponente drastisch oder auch nur in Nuancen verändern. Die Prioritätensetzung, wo innerhalb eines gesetzten Budgets das Geld hinfließt, hängt aber maßgeblich vom Anwendungszweck ab. Wenn man für 400€ einen schnellen Bürorechner bekommen möchte, sieht der "Build", also die Zusammenstellung, merklich anders aus, als wenn für das gleiche Geld ein möglichst leistungsstarkes Gamingsystem gebaut werden muss. Obwohl man viele Leute mit durchdachten Standardlösungen zufriedenstellen kann, funktioniert das natürlich nicht immer. Die Systeme hier können nicht annähernd alle Nutzungsfälle abdecken, erst recht nicht ideal. Dabei gilt, je spezieller die Bedürfnisse eines Nutzers, desto eher wird man diese Standardzusammenstellungen anpassen müssen, wenn auch nur leicht. Ein einfaches (und recht profanes) Beispiel dafür sind die Speicherlaufwerke. Es macht schon einen Unterschied, ob man für das gleiche Geld die Kombination aus 1TB-Festplatte und 250GB-SSD kauft oder stattdessen eine 500GB-SSD. Auch der Sound ist eine Sache für sich. Wer nicht mit USB-Hardware arbeitet und trotzdem ein sauberes Eingangssignal von seinem Mikrofon braucht, ist mit Onboard-Sound meist ziemlich schlecht bedient, obgleich die Onboard-Lösungen höherwertigerer Mainboards die in OEM-Lösung häufig deutlich schlagen.


    Diese Systeme sind darauf ausgelegt, möglichst viel Leistung für den Preis zu bringen, ohne dabei wesentliche Merkmale eines anständigen Rechners zu vernachlässigen: So könnte man die 500€-Gamingsysteme auch günstiger bauen. Dann aber ohne anständiges Netzteil und ohne separaten CPU-Kühler. Letzteres ist eine Garantie für hohe Temperaturen und eine entsprechend hohe Lautstärke. Ein Gamingsystem ab einer gewissen Energieaufnahme ist ohne Flüssigkühlung nicht mehr ernsthaft lautlos zu bekommen, sollte nach meinem Dafürhalten aber immer noch durch lediglich dezente Lautstärke auffallen. Billige Netzteile sorgen indes für höheren Stromverbrauch, erzeugen mehr Abwärme (insbesondere bei leistungsstarken Systemen) und sorgen für eine geringere Lebensdauer des Systems. Das ist es nie wert, ein paar Zehner zu sparen.



    Wie komme ich mit diesen Zusammenstellungen zu meinem PC?
    Das Positive an diesen Zusammenstellungen: Obwohl sie Komplettlösungen in sämtlichen Belangen schlagen, sind sie in aller Regel deutlich günstiger. Die hier aufgelisteten Systeme versprechen also mehr Leistung und Qualität für einen geringeren Preis.
    Dabei heißt Zusammenstellung allerdings nicht, dass die Einzelteile zwingend selbst zusammengebaut werden müssen. Zwar ist der Zusammenbau mit passender Anleitung und einem Minimum an handwerklichem Geschick auch für Laien zu bewerkstelligen, kann aber auch über den Händler erledigt werden. Die hier angebotenen Online-Händler und viele örtliche Läden, in denen Hardware verkauft wird, bauen diese Systeme bei Vorlage der Einzelteilliste gegen eine mehr oder weniger hohe Pauschale zusammen. Obgleich der Zusammenbau eines Desktop-Computers allerdings ein recht einfaches Unterfangen ist, gibt es insbesondere bei kleinen lokalen Läden, in denen Professionalität nicht als Gebot verstanden wird, bisweilen Probleme. Hier sollte der Kunde vorher beobachten, ob das Geschäft einen seriösen Eindruck macht.
    Hier häufig empfohlene Händler sind Mindfactory und Alternate. Bis auf wenige Ausnahmen sind die Systeme auch so direkt bei diesen Händlern bestellbar, da die Auswahl dort entsprechend groß ist.

    Die nachfolgenden Systeme sind ohne Betriebssystem zusammengestellt, stellen also nur die Preise für das reine System ohne Software und Peripherie (Anzeigegeräte, Eingabegeräte, Soundausgabe etc.) dar, da diese mitunter schon vorhanden sind. Neue Windows Homelizenzen liegen im Preisbereich von 70-90€, es ist allerdings auch möglich, Lizenzen zu deutlich günstigeren Preisen zu erwerben. Achtet bei derartigen Angeboten bitte unbedingt auf die Seriösität des Händlers. Besitzt ihr bereits eine Windowsversion auf eurem aktuellen Rechner, könnt ihr diese womöglich weiterverwenden. Ferner ist zu beachten, dass mit einem bloßen Rechner keine Kabel mitgeliefert werden, die für die Inbetriebnahme von Peripherie notwendig sind. Die Zusammenstellung beinhalten "lediglich" alle nötigen Kabel, um den Rechner in Betrieb zu nehmen. Das bedeutet in aller Regel, dass ein Kabel benötigt wird, um Grafikkarte und Monitor zu verbinden.

    Wichtig: Die hier benutzten Systempreise sind auf Basis der Preissuchmaschine Geizhals berechnet, die auch zur schnellen Verwaltung der Listen verwendet wird. Es handelt sich bei Geizhals also nicht um einen Händler! Diese Preise stellen die idealen Kosten dar, wenn jeweils beim günstigsten Händler gekauft würde. Die realen Kosten liegen häufig geringfügig darüber (durchschnittlich ~20€). Beim Auswählen der Hardware im Warenportfolio des jeweiligen Händlers ist zu beachten, stets die in der Liste genannte Version zu benutzen, auch wenn es bspw. von einer Grafikkarte eines bestimmten Herstellers mehrere Varianten gibt. Andernfalls ist die Kompatibilität der Komponenten nicht mehr zwangsläufig sichergestellt. Sollte eine Komponente partout nicht erhältlich oder lieferbar sein, fragt hier nach einem sinnvollen Ersatz.


    FAQ – Häufig gestellte Fragen


    Wieviele Metin-Fenster lassen sich mit System X öffnen?


    Eine genaue Angabe kann man hier nicht machen, da dies sowohl vom System als auch von der sonstigen Systemlast abhängt. Alle eingesetzten Systeme ab der Preisgrenze 400€ sind allerdings ausreichend stark, um weit mehr Fenster zu tragen, als der durchschnittliche Nutzer benötigt.

    Welche Händler können mir diese Zusammenstellungen zusammenbauen?


    Alle, die die gelistete Hardware führen und auch einen Zusammenbauservice anbieten. Das können die hier vorgeschlagenen Händler (s.o.) oder auch lokale Händler sein. Achtet bei entsprechenden Dienstleistungen darauf, ob und in welchem Umfang eine Garantie auf das Komplettsystem gegeben wird.
    Wie sieht es mit Garantie und Gewährleistung aus?


    Entgegen vieler erster Meinungen sehr gut. Wer einen Rechner nicht als Komplettgerät kauft, kommt als Endkunde direkt an die Garantiezeiträume der Einzelhardware heran, die zum Teil die zweijährige Gewährleistung sowohl in der Dauer als auch in den abgedeckten Szenarien überbietet.
    Auf Intel-CPUs gibt es so z.B. eine dreijährige Garantie, solange die CPU nicht übertaktet wird, die hier in höherpreisigen Systemen eingesetzten Straight Power E10-Netzteile von BeQuiet! Werden mit fünfjähriger Garantie ausgeliefert. Die Garantie für die meisten Komponenten liegt bei 2-3 Jahren.
    Im Falle eines Zusammenbaus durch den Händler hängt dies stark von den Konditionen des Händlers ab. Im Zweifelsfall sind die Ansprüche hier aber nie geringer als beim Kauf eines vorgefertigten Systems.
    Die meisten Systeme hier kosten deutlich weniger als 1000€. Woher kommt das? Anständige Systeme bei den Händlern kosten meist hohe vierstellige Beträge?


    Das liegt daran, dass hier niemand Gewinn aus den Systemen schlagen muss.
    Die Systeme, die hier den preislich hohen Bereich von 800-1000€ ausmachen, sind bereits mit deutlich mehr ausgestattet als der nötigen Hardware, um aktuelle Spiele auf grafisch anspruchsvollen Detaileinstellungen zu spielen. Ähnliche Systeme, teils trotzdem noch mit diversen Einbußen im Vergleich, bauen Händler meist erst in einem Bereich weit über 1200€ zusammen.
    Auch, was in Bezug auf die Gamingleistung bei einschlägigen Händlern im Bereich 1000-1100€ zu finden ist, wird hier in wertiger Ausführung für 600-700€ angeboten. Neben der besseren Leistung für ein kleineres Budget sind es insbesondere Lebensdauer, Haltbarkeit und Lautstärke, bei denen diese Systeme ihre Pendants beim Elektrodiscounter gnadenlos schlagen.

    Passt auch alles?


    Alle Systeme sind bei Erstellung und Änderungen darauf geprüft, dass alles nahtlos zusammenpasst. Es wird aber, insbesondere mit Blick auf Verwechslungen des Käufers in der Vergangenheit, keine Haftung für Fehler oder Schäden übernommen. Die untenstehenden Systeme wurden mit Sorgfalt und nach bestem Gewissen, aber ohne Gewähr zusammengestellt.

    Sind die Systeme aktuell?


    Ihr könnt die Aktualität der Systeme anhand des dahinterstehenden Tags erkennen, z.B. [Q2 2018 II]. Der erste Teil gibt das Quartal innerhalb des Jahres an. Die dahinterstehende römische Ziffer gibt an, wie oft das System innerhalb des Zeitraumes schon verändert wurde. Die Ziffer soll erleichtert es, Veränderungen innerhalb des gleichen Quartals kenntlich zu machen. Manche Listen, die schon seit Erstellung dieses Guides bestehen, wurden in den vergangenen Jahren über 30x geändert, die Änderungen sind also sehr rege erfolgt.


    Liste der verfügbaren Systeme
    Derzeitiger Stand: Q3 2018




    • Sonstige Systeme


      • -


    *²: In dieser Zusammenstellung wird ein Mainboard verwendet, das zwar mit der CPU kompatibel ist, dafür aber eine ausreichend aktuelle UEFI-Version benötigt. Es ist nicht garantiert, dass beim Kauf ein ausreichend neues Board bereitgestellt wird. Dieses Mainboard kann also nur verwendet werden, wenn der Händler das UEFI einem Update unterzieht oder der Nutzer zuhause eine kompatible CPU besitzt, mit der dies durchgeführt werden kann


    Alternative Hardware



    Changelog

    Aktuelle Version: 4.0 (21. April 2018)


    2012
    31.03.12: Erstveröffentlichung (Version 1.0)
    07.05.12: Version 1.0b (Kleine Korrekturen, Anpassungen an der Systemaufstellung)

    13.06.12: Version 1.10a (Neuanpassungen, Neue Systeme)
    29.08.12: Version 1.4 (Komplette Überarbeitung einiger Typen, 5 neue Systeme)
    24.09.12: Version 1.5 (Redesign mehrerer Systeme unter 500€, Integration eines Low-Budget SSD Systems)

    2013
    25.05.13: Version 1.6 (Textuelle Überarbeitung, Anpassung der Systeme an Q2|2013-Hardware, Überarbeitung des Systempools)
    17.08.13: Version 1.7 (Anpassung an neue Haswell-CPUs und GF-700)
    02.10.13: Version 1.8 (Änderung der Systemreihenfolge, angepasst an Radeon Rx 200-Serie)

    2014
    15.02.14: Version 2.0 (Größere Änderung von Systemen, Wechsel hochpreisiger Systeme auf versandfähige CPU-Kühler, Neufassung des gesamten Texts, Einführung einer Quartalsangabe zur Bestimmung der Aktualität eines Systems, aktuell Q1 2014)
    14.04.14: Version 2.0b (Wechsel vieler Systeme auf WD10EZEX statt ST1000DM003 als HDD, sonst geringfügige Anpassung, aktuell Q2 2014)

    2015
    22.03.2015: Version 2.2 (Aktualisierung vieler Systeme; Anpassung an aktuelle Hardware zum Zeitpunkt Ende März. Umfangreichere Änderungen und Anpassung des Guides selbst folgen noch, derzeit sind nur die Geizhals-Listen aktuell)
    28.08.2015: Version 3.0 (Umstrukturierung des Guides; zur Vermeidung von Verwechslungen sind nun nur noch Links zu den aktuellen Zusammenstellungen im Guide zu finden, was die Aktualisierung erleichtert; fast komplette Anpassung der vorliegenden Systeme auf Q3 2015; Abfolge der Systeme zu gunsten einiger SSD-Varianten geändert, die situationsabhängig sinnvoller sein können; die weiteren Beiträge in diesem Thread werden künftig für andere Zwecke verwendet)
    15.12.2015: Version 3.0a (Kleine Änderungen an einzelnen Systemen -> Q1 2016)

    2016
    31.03.2016: Version 3.1 (Komplettanpassung an Skylake-CPUs -> Q2 2016)
    19.11.2016: Version 3.2 (Geforce 1000-Anpassungen, Netzteiländerungen -> Q4 2016)
    2017
    14.04.2017: Version 3.3 (Anpassung an Kaby Lake-CPUs, Ryzen-CPUs; Änderung der Standardgehäuse in teureren Gamingsystemen, Anpassung des Preisrasters; manche Systeme stehen nun wahlweise als Kaby Lake- oder Ryzen-Build zur Verfügung. Die Änderungen sind noch nicht vollständig, aktualisierte Systeme sind entsprechend markiert -> Q2 2017)
    15.08.2017: Version 3.5 (Anpassung an aktuelle Preislage. Einpflegung von Ryzen 3 in mittelpreisigen Gamingsystemen. Aktualisierung veralteter Systeme, die in 3.3 nicht aktualisiert wurden. Aktuelle Lage durch starken Anstieg der Grafikkartenpreise wg. Miningbuilds schwierig -> Q3 2017)
    24.11.2017: Version 3.7 (Anpassung an Coffee Lake-Release, weitere Anpassungen an Grafikkartenpreise und steigende DDR4-Speicherpreise -> Q4 2017)

    2018
    25.02.2018: Version 3.8 (Geringfügige Anpassungen einzelner Systeme als Vorbereitung auf komplette Umstellung des Guides -> Q1 2018)
    21.04.2018:Version 4.0 (Basissysteme komplett aktualisiert unter Berücksichtigung der aktuellen Preislage und neuer Hardware-Releases. Einige Systeme waren mittlerweile deutlich veraltet. Einpflegung von Ryzen 2000-CPUs, Entfernung der parallelen AMD/Intel-Builds zugunsten jeweils empfehlenswerterer CPUs, angepasstes Preisraster, Ergänzung eines < 400 EUR-Gamingsystems mit Ryzen/Vega-APU. Der Guide sieht endlich wieder sauber aus. -> Q2 2018)




    Wunschänderungen // Aworan //Oliaros // Phonsos // Whail


    You may ask me thrice and I still won't tell you that an OEM rig is sufficient for your needs.


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  • Einrichtung des neuen Rechners: Wichtige Punkte


    Ist der Rechner fertig angekommen oder der Zusammenbau erfolgreich abgeschlossen, sind zunächst keine weiteren Schritte mehr vor der Installation des Betriebssystems erforderlich. Es ist jedoch sinnvoll, einen prüfenden Blick ins UEFI-Setup (BIOS) zu werfen und sicherzustellen, dass der Rechner richtig konfiguriert ist. Insbesondere bei selbst zusammengebauten Rechnern ist dies häufig notwendig, um den Arbeitsspeicher mit der richtigen Taktfrequenz und den richtigen Timings zu betreiben.

    Um ins Setup zu gelangen, muss während des Bootvorgangs eine bestimmte Taste, z.B. F10 oder Entf, gedrückt werden. Zumeist werden die Hotkeys für euer Mainboard beim Boot auf dem Bildschirm ausgegeben, z.B. "[F10] - Enter Setup". Navigiert innerhalb des Setups zum Menüpunkt für die Arbeitsspeichereinstellungen. Dieser befindet sich üblicherweise unter Menüs mit den Namen "Frequency Settings" oder "Advanced Memory Settings". Prüft die dort angegebene Taktfrequenz gegen die, die ihr in der Zusammenstellung, auf der Rechnung und der Verpackung des Speichers findet. Statt die Frequenz manuell einzustellen, gibt es häufig einen separaten Eintrag, in dem die Auswahl eines XMP (Extreme Memory Profile) ermöglicht wird. Darin sind für höher getaktete Speichermodule, wie sie hier im Guide zumeist verwendet werden, sämtliche Einstellungen vorgespeichert und können mit einem Knopfdruck direkt eingestellt werden. Das ist wichtig, da falsche Timings leicht zu Instabilitäten führen können und auf den ersten Blick nur die wichtigsten Timings auf dem Datenblatt angegeben werden.

    Es ist ebenso sinnvoll, direkt zu prüfen, ob alle Komponenten korrekt erkannt werden. Ist dem nicht so, ist häufig ein Verkabelungsproblem die Ursache. Die meisten neuen UEFI erlauben es, direkt mit einem Blick die Arbeitsspeichergröße und die verbaute CPU einzusehen. Prüft im Untermenü für die Laufwerke (z.B. "Storage Devices" / "SATA Devices" usw.) auch, ob alle per SATA verbundenen Laufwerke, sprich Festplatten, per Kabel verbundene SSDs und DVD-Laufwerke, korrekt erkannt werden.

    Als letztes macht es je nach Vorliebe Sinn, direkt die Lüfter im UEFI einzustellen. Entsprechende "Fan Control"-Einstellungen bietet jedes Mainboard. Hier könnt ihr Gehäuse- und CPU-Lüfter euren Ohren anpassen. ;)
    Bitte beachtet, dass die Lüfter natürlich trotzdem noch mit ausreichender Umdrehungsgeschwindigkeit bei entsprechenden Temperaturen laufen sollten. Gesenkte Lüfterzahlen sollten mit einem Stresstest und entsprechender Temperaturüberwachung gegengetestet werden, um ihre Tauglichkeit zu überprüfen. Als Anhaltspunkt: Sowohl für CPU als auch GPU (Grafikkarte; kann nicht im UEFI eingestellt werden) sind Temperaturen über 50° definitiv Lasttemperaturen und sollten entsprechend behandelt werden. Je nach Umgebungstemperatur, Komponente und Kühler ist es aber auch gut möglich, dass sie unter Last unter 50°C bleibt. Eine Desktop-CPU sollte unter 70° gehalten werden, eine GPU unter 90°. Ihr werdet mit diesen Systemen deutlichen Abstand zu diesen Grenzen haben. Kommt ihr mit einem der Builds diesen Temperaturen auf 10° nahe, solltet ihr dringend die Komponenten überprüfen. Im Falle der CPU kann dies durch schlecht aufgetragene Wärmeleitpaste bedingt sein.

    Ein Stresstest ist ein Programm, das eine oder mehrere Hardwarekomponenten, üblicherweise CPU und GPU, mittels einer künstlichen Last an ihre Leistungsgrenzen bringt. Zumeist wird damit Volllast simuliert. Ein über einen längeren Zeitraum durchgeführter Stresstest eignet sich, um die Stabilität eines Systems einzuschätzen. Eine Volllast auf dem ganzen System führt nur dann nicht zu Abstürzen oder Hardwarefehlern, wenn das Kühlsystem funktioniert, das Netzteil die nötige Leistung bei richtiger Spannung liefert und auf Mainboard und CPU die richtigen Spannungen anliegen. Letzteres ist der Grund, weshalb Stresstests gerne genutzt werden, um Overclocking (Übertaktung, Erhöhung der Taktfrequenz zur Leistungssteigerung) oder Undervolting (Reduzierung der Betriebsspannung zur Stromersparnis, senkt folgerichtig auch die Abwärme) auf Stabilität zu testen. Übliche Stresstests sind Prime95 (CPU) und FurMark (GPU). Die Temperaturen der beteiligten Hardware könnt ihr mit einer Vielzahl von Tools auslesen (FurMark zeigt die GPU-Temperatur bereits selbst an), Open Hardware Monitor ist hier eine kostenlose, quelloffene Möglichkeit.
    Ein neues System einem Stresstest zu unterziehen, ist nicht notwendig, aber sinnvoll. Ein neues, bzgl. Spannung und Takt nicht angerührtes System, das diese Tests eine Stunde aushält, immer noch auf vollen Touren läuft, keine Fehler produziert hat und entsprechend auch nicht etwa abgestürzt ist, ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit stabil.





    Beitrag editiert | Whail
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  • Silent-Systeme: Für ruhige Gemüter

    Silent (dt. still, lautlos) beschreibt Systeme, die darauf ausgelegt sind, nicht nur verhältnismäßig leise zu sein, sondern wirklich möglichst unhörbar zu sein.
    Hier geht es darum, die Betriebsgeräusche zu minimieren, was mit ein paar Handgriffen und überschaubarem Mehrpreis auch gut gelingt.

    Aktuell gibt es keine dedizierten Silent-Systeme im Guide. Die Systeme lassen sich großteils aber leicht dahingehend umrüsten.
    -Platzhalter-


    Editiert | Whail
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  • Aufrüstoptionen

    In diesem Abschnitt findet ihr Empfehlungen für Hardware, die je nach zusätzlichem Anspruch in den Systemen verbaut werden können. Darunter fallen höherpreisige Gehäuse, die wegen der engen Budgetgrenzen in den Standardbuilds keine Verwendung finden, Soundkarten oder Festplatten, die sich zur Aufrüstung des Speicherplatzes eignen. Die hier aufgelisteten Komponenten sind nicht notwendigerweise die einzig empfehlenswerten, sind aber nach meinem Dafürhalten empfehlenswert.

    Gehäuse

    In den günstigeren Zusammenstellungen werden günstige Gehäuse verbaut, in den höherpreisigen Gehäuse der mittleren Preisklasse. Die Auswahlkriterien für diese Gehäuse sind die Erfüllung von Mindestanforderungen in Bezug auf Materialqualität, Erweiterbarkeit/Kompatibilität und Einbaukomfort. Wegen letzterem Punkt landen nur verhältnismäßig wenige Gehäuse im Guide, die ich nicht selbst schon verbaut habe. Zwar können 40€-Gehäuse für gewöhnlich nicht den Einbaukomfort eines 200€-Gehäuses bieten, aber wenn alles schlecht abgemessen und nirgendwo Platz ist, ist das auch für ein 40€-Gehäuse schlecht. Die hier genannten Gehäuse sind im Allgemeinen für eine Vielzahl von Systemen geeignet. Sie sollten natürlich bzgl. Kompatibilität, Lüfterkonfiguration und damit einhergehend Luftstrom für das verwendete System geprüft werden. Die Optionen sind preislich sortiert:

    Bitfenix Shinobi
    Be Quiet! Pure Base 600
    Fractal Design Meshify C
    Corsair Carbide 330R
    Fractal Design Define R6
    Be Quiet! Dark Base 700
    SilverStone Primera
    Be Quiet! Dark Base Pro 900 (Silents Gehäuse) ;)


    Festplatten / SSDs

    Folgt ...


    Erweiterungskarten (WLAN, Sound etc.)

    Folgt ...
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