Sturz der Himmel

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    • Sturz der Himmel

      Sturz der Himmel



      Immer wieder wanderten seine Augen über die Zeilen, ehe er sich aus der Position erhob, in der er vor wenigen Minuten noch meditiert hatte.
      Dies war seine Chance etwas für seine Welt zu tun. Kabraxis war stolz vom Teufel zu einer persönlichen Audienz geladen worden zu sein. Die Zeit, in der er sich würde beweisen können, war gekommen. Führ mich zu ihm! Der Überbringer der Nachricht, ein kleiner fliegender Dämon, der wohl so etwas wie eine Mischung aus einer Fledermaus und einer Tarantel war, antwortete nicht. Stattdessen öffnete sich direkt dort, wo das faustgroße Wesen eben noch in der Luft geschwebt hatte ein Portal. Ohne groß darüber nachzudenken trat er hindurch.
      Der erste Schritt seiner krallenbesetzten Füße auf dem Boden hallten in der Finsternis wider und erzeugten unzählige Echos. Geräuschlos schloss sich das Portal hinter Kabraxis wieder und im selben Moment flammte ein Licht in gut hundert Metern Entfernung auf. Es war keine Lichtquelle als solche auszumachen, es war lediglich ein Schein, als würde dort hinten etwas glühen, kaum existent, doch in dieser Dunkelheit wie ein Leuchtfeuer.
      Mit bedächtigen Schritten führten ihn seine Füße auf diesen Feuerschein zu und langsam konnte er Konturen erkennen. War das dort vorne etwa...
      DAS GENÜGT!
      Luzifer...es war eindeutig seine Stimme. Der Dämon ging sofort auf ein Knie und senkte das Haupt vor seinem Herrscher und Feldherren obwohl er nicht einmal die Hälfte der Strecke zurückgelegt hatte.
      Der Teufel erhob sich von seinem Thron und kam langsam näher.
      Ich habe dich rufen lassen, weil ich gehört habe, dass du ein begabter Kämpfer wärest! Ich habe auch gehört, dass mir gegenüber sehr loyal sein sollst! Dies sind beides Eigenschaften, die ich sehr schätze!
      Mitlerweile konnte er in der Dunkelheit seinen Gegenüber fast erkennen.
      Und um dir zu zeigen, wie sehr ich es schätze, habe ich eine besondere Aufgabe für dich.
      Seine Stimme klang fast schon weich.
      Du hast die besondere Ehre ein Team für mich zusammenzustellen! Ein Team, dass den Engeln eine empfinldichen und vielleicht kriegsentscheidenden Schlag versetzen wird!
      Luzifer hatte die restliche Distanz zu ihm überwunden und umkreiste ihn nun, während Kabraxis immer noch auf den Fußboden blickte.
      Wirst du das für mich tun?
      Es lag nicht die Spur einer Bitte in dieser Frage, doch es war dem Skorpionsdämon egal. Das war seine Chance.
      Natürlich, mein Gebieter. Ich lebe um euch zu dienen.
      Die Mundwinkel des Feldherren kreuselten sich zu einem Lächeln.
      Sehr gut. Du wirst einige Profile erhalten. Sieh sie durch und wähle dein Team.
      Schon ging der Dämon wieder in Richtung seines Thrones, als er noch einmal stehen blieb.
      Ich vergaß. Du wirst nicht mehr länger deinem Vorgesetzten unterstellt sein, sondern nur noch auf meinen direkten Befehl handeln! Du hast einen Tag Zeit!
      Mit diesen Worten verschwand der Thronsaal und er landete wieder in seiner Behausung. Auf dem steinernen Tisch lage einige beschrieben Pergamente, die wohl die versprochenen Profile darstellten.
      Sofort begann er mit der Arbeit.

      Er benötigte fast die gesamt Frist, bis er seine entgültige Wahl getroffen hatte, doch er hoffte nun endlich die perfekte Mischung gefunden zu haben. Der kleine Botendämon, der ihm bereits die erste Nachricht überbracht hatte, war wohl am Rand des steinernen Tisches eingeschlafen, doch jetzt brauchte er ihn.
      Mit einer Pergamentrolle stieß er den kleinen Kerl an, sodass dieser aufwachen musste. Obwohl der Dämon kein Gesicht besaß sah man ihm an, dass es ihm wohl peinlich war eingeschlafen zu sein. Doch es kümmerte Kabraxis nicht.
      Bring das sofort Luzifer!
      Bald würde jeder von ihm ausgewählten Dämonen eine "Einladung" erhalten. Er war gespannt, ob sie alle erscheinen würden.
      Noch einmal betrachtete er die acht Pergamente, die vor ihm ausgebreitet lagen und sein Team darstellten.
    • Ein leiser Wind rauschte durch die seichten Blätter des kleinen Zeltlagers und spielte ein ruhiges Lied, das nur von den Klagen der Verletzten übertönt wurde. Es war ein unangenehmes Gefühl sie leiden zu sehen. Und noch unangenehmer waren die Augen der Dämonen, die sie anschauten und hofften. Sie konnte heilen. Sie konnte lindern, konnte all die Qual in Vergessenheit geraten lassen ohne sich außerordentlich anstrengen zu müssen.
      Mio hatte Leiden gesehen, die grausamer und herzloser waren, als sie es sich vorgestellt hatte. Einer ihrer Kameraden hatte einen Pfeil in das Bein bekommen der in ein Gift getränkt worden ist, dass seinen Körper verfaulen lässt. Obwohl sie wahrscheinlich die beste Heilerin ihrer Rasse war, hatte sie fast zwei Stunden gebraucht um das Gift herauszusaugen. Danach hatte es mindestens das Doppelte der Zeit gebraucht um die alte, kaputte Haut zu ersetzen und das Fleisch wiederherzustellen. Noch grausamer war der Dämon gewesen, dem man jedes seiner Glieder nur halb abgetrennt hatte. Jede seiner Gliedmaßen hatte neben seinem Körper geflattert. Nur den Hals hatten sie nicht durchtrennt, um ihn leiden zu lassen. Wäre der Mann nicht gefunden geworden, wäre er dort unter größten Qualen verblutet.
      Und dafür hasste sie die Engel.
      Sie hasste alles an ihnen, ihre eingebildete Art und ihre nahezu fanatischen Züge. Mio war es egal, ob sie auch Familien hatten. Es kümmerte sie wenig, wie viele von ihnen Qualen erleiden mussten. Natürlich kannte sie die Dämonen. Wahrscheinlich übertraf ihre Rasse die der Gegner an Grausamkeit und Sadismus, aber es war uninteressant. Die Wölfin hatte ihre Geschwindigkeit und die der anderen Wölfe erhöht, die jünger und unerfahrener als sie waren und lediglich einige Grundkenntnisse besaßen. Sie hatte jeden einzelnen der Heiler auf dem Platz eigenhändig unterrichtet, doch es waren höchstens vier ihrer Schüler, die die Hälfte ihrer Kraft besaßen. Manche verausgabten sich und mussten dann selbst geheilt werden.
      Miotsu hatte zwei Tage durchgängig geheilt und spürte immer, wenn sie aufhörte zu laufen wie erschöpft sie war. Ihr weißes Fell war voller Schweiß und ihre Augen öffneten sich nur noch schwer. Sie würde schlafen müssen, um ihre Magie zu regenerieren.
      Es wäre ihr ein Leichtes gewesen, noch ein wenig mehr zu benutzen. Sie hätte einiges von der Kraft nehmen können, die sie in ihrem Halsband gespeichert hatte, doch es schien ihr nicht richtig. Es waren fähige Heiler unter den anderen und sie würde nur für einige Stunden ruhen.
      In ihrem kleinen, eigenen Zelt angekommen starrte sie nun einen kleinen, hässlichen Dämonen an. Er besaß kein Gesicht und würde wohl auch nicht sprechen. Sie hatte solche Wesen schon einmal gesehen und wusste, dass sie einen Boten vor sich hatte.

      “Einen wunderschönen guten Tag. Soll ich wieder einen Bericht über tote Leute verfassen?“ Sie hasste es, dass sie die Verstorbenen in einem Buch niederschreiben musste. Manche kamen zu spät zu ihr und dann konnte sie nur noch die letzten Minuten bei dem Sterbenden sein und ihm helfen den Tod zu begrüßen. Es war ein trauriges Unterfangen und sorgte dafür, dass sie immer wenn sie schlief, von den verfallenden Gesichtern träumte. Der wahre Krieg fand nicht auf dem Schlachtfeld statt, sondern hier.
      Anstatt zu antworten, reichte der Bote ihr eine Schriftrolle. Es war seltsam, dass ein Wolfsfuchs sich hinsetzen konnte, um einen Befehl zu studieren. Noch seltsamer wäre es wohl gewesen, ihr dabei zuzusehen. Es dauerte einige Minuten, da hatte sie das Papier weggelegt. Nun starrte sie den Boten fragend an.

      Sie hatte eine Audienz bei dem Teufel.

      Die Fuchswölfin wurde versetzt und würde daraufhin wohl eigenes Blut vergießen müssen. Ihr Blick ging von dem geflügelten Fremdling zu dem Zelt. Ihre Pfoten zitterten ein wenig. Konnte sie die anderen alleine lassen? Sie musste vorher Anweisungen geben, musste bestimmen wer nun die Heiler kommandierte und sie musste ihrem besten Schüler auf nimmer Wiedersehen sagen. Miotsu hatte keine Familie, alles was sie geliebt hatte war schon vor vielen Jahren verstorben. Und nun würde sie auch diesen Platz verlassen. Es war wohl eine wichtige Mission. “Ich werde da sein, wenn ich gebraucht werde. Gebt mir aber bitte einige Stunden, um mich von hier zu verabschieden und diesen Platz zu verlassen.“ Tatsächlich widerstrebte es ihr die Dämonen zu verlassen. Man brauchte sie hier mehr, als man sich vorstellen könnte. Einem direkten Befehl vom Teufel würde sie sich aber nicht widersetzen.
      Es dauerte eine halbe Stunde, bis sie mit ihren Vorbereitungen fertig war. Ihre kleine Gestalt erschien vor dem Zelt, sie atmete noch einmal tief ein und trat dann in das Gemach. Der Dämon öffnete ein Portal und schnell lief sie hindurch. Ihre Glieder waren schwer, als sie auf der anderen Seite herauskam und sie fiel von alleine auf die Knie. Plötzlich schienen sie alle Kräfte verlassen zu haben und alles an ihr schien auf einmal nutzlos geworden. Die Füchsin hätte sich vorher ausruhen sollen. Sie konnte nichts sehen, vor ihren Augen war es schwarz geworden. Sie nahm lediglich ein Licht wahr und konnte verschiedene Gerüche erkennen. Es war genug.
      Sie stahl sich ein wenig der gespeicherten Kraft aus ihrem Halsband, um ihm ein wenig stärker gegenüberstehen zu können. Ihre Beine wurden kräftiger und konnten sie nun halten. Langsam tapsten ihre Pfoten durch den Saal und schienen widerzuhallen. Miotsu ging auf das einzige Licht zu, dass sie sehen konnte und spürte, wie Euphorie in ihr aufstieg.
    • In das Rauschen der Baumwipfel über ihr vertieft, schritt Nihana langsam den Bachlauf entlang. Stets darauf bedacht leise zu sein gab sie kein Geräusch von sich, während sie toten Blättern und Ästen auswich und sich immer weiter dem Lager der Dämonen näherte. Sie kam gerade von einem Spähauftrag zurück, der fast ohne sonderliche Ereignisse erledigt wurde, lediglich ein Engel lag in einer Baumkrone unweit des Lagers der Engel, von mehreren Ästen durchbohrt und unfähig zu sprechen.
      Seufzend schüttelte sie den Kopf, als sie an diesen Dummkopf dachte, der sich unbedingt mit ihr anlegen musste. Sie war scheinbar davon gerannt, als er sie entdeckt hatte, und dann einen Hügel hinabgesprungen, sodass er sie einen Moment aus den Augen verlor. Diese Zeit nutzte sie um sich in einem Gestrüpp zu verstecken, in dem sie dank der Grasdecke auf ihrem Rücken von ihm nicht bemerkt wurde. Als er dann an ihr vorbei rannte, brauchte sie nur noch zu zielen, einen Zauber auf die Kugel zu legen und dann zu schiessen.
      Nachdem sie einige Minuten immer weiter lief, entfernte sie sich langsam vom Bach und lief dann einen Hügel hinauf. Von hier aus konnte sie das Lager der Dämonen zwischen einigen Bäumen erkennen. Es war nicht besonders gross und umfasste lediglich einige hundert Krieger und ein paar Heiler.
      Schon kam ihr ein Dämon in einer schwarzen Rüstung entgegen, gefolgt von zwei Kriegerinnen ohne Rüstung. Er blieb vor ihr stehen, betrachtete sie einen Moment lang, dann streckte er ihr die Hand entgegen. "Willkommen zurück im Lager, Nihana." - "Danke, Xerxes." Während sie dies sagte umfasste sie seine Hand, dann liess sie wieder los, drehte sich um und schritt weiter dem Lager entgegen. Sie wusste, dass er ihr noch nachsehen würde, doch es störte sie nicht weiter und sie sah auch nicht zurück.
      Ohne sich umzusehen ging sie durch das Lager, auf ihr kleines Zelt zu. Sie achtete nicht wirklich auf die anderen Dämonen, lediglich wenn sie gegrüsst wurde grüsste sie zurück, doch dies tat sie eher unbewusst. Erst als sie in ihrem Zelt war, wurde sie sich ihrer Umgebung wieder wirklich bewusst. Sie löste die Grasmatte von ihrem Rücken, die sie einerseits verborgen hielt, andererseits ihre Flügel auf ihren Rücken pressten. Während sie die Matte anhatte, spürte sie nichts, doch wenn sie diese wieder abnahm und ihre Flügel wieder strecken konnte, spürte sie, wie sehr sie diese Matte auch behindern konnte.
      Sie flatterte ein paar mal mit den Flügeln, damit das Gefühl wieder in sie zurückkehrte, dann setzte sie sich auf ihre Liege, an deren Fussende auch all ihre Sachen lagen, und nahm einen Zettel zur Hand. Auf diesen schrieb sie ihren Bericht nieder, was sie alles gesehen hatte, und was passiert ist.

      Nachdem sie den Bericht dem Befehlshabenden des Lagers gebracht hatte, wurde sie für den Rest des Tages vom Dienst befreit, was so viel hiess, dass sie in ihr Zelt zurück gehen würde und sich anschliessend irgendwie die Zeit vertreiben wird. Doch als sie die Zeltplane zurück schlug und eintrat, fiel ihr sofort das Wesen auf ihrem Bett auf. Ohne einen Moment zu zögern, riss sie das Gewehr an sich, welches sie lose an ihrer Seite befestigt hatte, und zielte auf das Wesen. Es war ein kleiner Dämon, ein hässlicher kleiner Dämon ohne Gesicht. Zögerlich senkte sie das Gewehr wieder und starrte den Dämon an. So eine Unterart hatte sie noch nie gesehen, doch als ihr eine Nachricht entgegen gestreckt wurde, war ihr alles klar. Der Dämon war wohl so etwas wie ein Bote.
      Seufzend zerbrach sie das Siegel und rollte die Nachricht auf. Sie las sich die Nachricht durch, dann ein zweites mal und ein drittes mal. Ausgerechnet SIE bekommt solch eine Nachricht? Dabei war sie nur eine Scharfschützin unter hunderten, und es gab bestimmt viele die weitaus besser waren als sie.
      Doch es half nichts, sich weiter darüber den Kopf zu zerbrechen. Wieder ging sie zum Kommandanten des Lagers um ihm von der Nachricht mitzuteilen, dass sie kurzfristig von ihren Pflichten enthoben worden sei, dann ging sie zurück zu ihrem Zelt. Sie sah den Dämon kurz an und legte ihr Waffen auf das Bett. "Bring mich zu ihm."
      Vor ihren Augen verwandelte sich der Dämon in ein Portal, dann nahm sie nochmal Luft und ging hindurch. Sie war plötzlich in einem Raum völliger Finsternis, und sie ahnte mehr als sie sah, dass das Portal wieder verschwand. Dann begann plötzlich etwas in einiger Entfernung zu leuchten. Mit gemischten Gefühlen ging sie darauf zu, einerseits aus Stolz, hier zu sein, andererseits aus Angst davor, dass sie bestraft werden würde.
    • Als das kleine, gesichtlose Wesen in seinem Zelt erschien, bemerkte Rex es garnicht. Er schlief. Doch selbst im Schlaf ließ er den Boden erzittern, so laut schnarchte er. Als das kleine Wesen ihm die Pergamentrolle, die er mitbrachte also übergab warf er sie ihm auf den Bauch. Rex zeigte keine Reaktion. Der Botendämon landete und da es ihm am geschicktesten erschien landete der Dämon auf dem Horn, das Rex mitten im Gesicht stand. Da das Horn allerdings bekanntermaßen auf der Nase sitzt und der klene Dämon mehr Beine als Hirn hatte kitzelte er mit den kleinen Spinnenbeinen die Nase des großen, gepanzerten Dämons. Das Resultat war für den kleinen Dämon nicht sehr geschickt, denn das Niesen, das folgte pustete ihn , gemeinsam mit einem Haufen Popel an die nahegelegene Zeltwand. Der nun wachgewordene Rex bemerke die Pergamentrolle auf seinem Bauch. Er rollte sie außeinander. "Was soll das, du kleiner Quälgeist, was steht da?!" , schnauzte er den kleinen Dämon an, während er ihn von der Zeltwand riss und an seinen Beinen kopfüber baumeln ließ. Als der kleinere nur hilflos mit den Flügeln faltterte um freizukommen ließ er ihn kurzerhand fallen. Dem kleinen Dämon, wurde es sichtlich zu dumm und er zeigte wild mit den Beinen gestikulierend auf die Schriftrolle. "Was soll ich damit? Ich bin ein Krieger, keiner von diesen Schreiberlingen. Ich kann nich lesen, mit lesen kann man keinen erschlagen!" Etwas wie ein Seufzen der Resignation war die Reaktion auf diesen Satz. Dann entschloss sich der Dämon scheinbar, einfach das Portal zu öffnen. "Keine Ahnung, was das soll, aber ich mach mal mit bei deinem kleinen Spielchen." Sagte Rex noch, bevor er den Kopfeinzog und sich durch das Portal quetschte, das für den riesigen Dämon kaum groß genug war.

      Er erschien in Finsterniss. Es gab hier nur zwei Lichter, das auf das er nun zuging und das seiner Augen. "Was soll das alles hier, warum hat mich dieser kleine Quälgeist hierher gebracht?", brüllte der Rhinozerosdämon, ohne eine Spur von Achtung oder dergleichen. er brachte niemandem Achtung entgegen, der ihm keine Wunde in einem Kampf zugefügt hatte.
    • Der Mensch war ein perfektes Opfer. Zu Morden machte Spaß, Freude und gleichzeitig wurden ihre Gelüste als Succubus gestillt. Doch auf einmal war da so etwas kleines, nerviges, etwas, was sie einfach störte. Gedankenverloren strich sie das fliegende Ding davon und setzte sich auf die Fersen des jungen Mannes. Er würde nicht wissen, was ihm passieren würde, wenn seine Augen starr in ihre schauen würde, seine Lippen den letzten Atemzug schmeckten und die leise Melodie des Herzens für immer sein letztes Stück gespielt hätte. Aber wenn da nicht das kleine Ding wäre, was immer und immer wieder sie nervte. "Verschwinde!" Charis schlug nach dem kleinen Dämonen und verzog grimmig das Gesicht. "Wegen dir habe ich jetzt..." Verunsichert schaute sie hin und her - ihr Opfer war verschwunden "...dafür wirst du büßen..." Nun starrte sie hasserfüllt auf das Wesen. "Mir egal, was du willst, es interessiert mich nicht." Nun war aus dem Nichts eine Sense erschienen und gerade als die Succubus zuschlagen wollte, wurde sie in ein Portal gezogen. "Was bei Luzifer..." Voller Zorn und Blutgier stampfte sie los. "Wer auch immer das getan hat, wird nun dafür büßen..."
    • Alle Dämonen betraten gleichzeitig den riesigen Thronsaal.
      RUHE!
      Ein Kreis aus Flammen loderte um die Gruppe auf, der nur einen kleinen Teil der Halle erleuchtete. Der Thron mit der verschwommenen Gestalt darauf blieb weiter im Dunkel.
      Wie ich sehe seid ihr alle bereitwillig meinem Ruf gefolgt.
      Der Succubus fiel auf die Knie und ihre Sense dematerialisierte sich, als seine Stimme puren Schmerz nie gekannten Ausmaßes durch ihr Gehirn jagte. Ich dulde keine Waffen in meiner Gegenwart!
      Auf der anderen Seite brach das Rhinozeros zuckend zusammen, während Krämpfe jeden Teil seines Körpers schüttelten. Ich dulde solch ein Verhalten nicht in meinen Hallen!
      Geräuschlos öffnete sich vor der Gruppe ein weiteres Portal und nun trat auch der Skorpion auf den Plan. Ohne auch nur den Ansatz eines Zögern ging er auf ein Knie hinunter und beugte den Kopf. Ihr habt mich gerufen, mein Gebieter?
      Dein Team ist eingetroffen! Einige konnten noch nicht von ihren Aufgaben entbunden werden! Aber diese werden reichen!
      Am Rande des Feuerscheins blieb Luzifer stehen und es war als könnte man die Gestalt des Teufels nicht fassen, als hätte er keine feste Form, als wäre er nicht wirklich.
      Unterweise sie und brich mit ihnen auf, sobald alle Vorbereitungen getroffen sind! Wenn du noch etwas benötigst, schicke den Boten! Er wird an deiner Seite bleiben!
      Noch einmal wand er sich an die vier Dämonen.
      Ihr wurdet auf Grund eurer Fähigkeiten ausgewählt! Enttäuscht mich nicht!!!
      Langsam entfernte er sich von ihnen.
    • Sie hatte das Gefühl ihr Kopf würde explodieren. Die Stimme Luzifers zerriss jeden Faser und sie wurde auf die Knie gedrückt. "Ich soll dich unterstützen...dir helfen...wo du..." Charis seufzte leise und verschränkte dann die Arme. "Ich arbeite immer allein."
    • Als sie den Teufel erblickte sank sie sofort auf ein Knie, den Blick zu Boden gesenkt. Sie fühlte die Hitze eines Feuers hinter sich und es schien, als ob der Teufel mit einigen anderen sprechen würde, doch sie wagte nicht sich umzusehen. Nachdem er einige Sätze zu einer unbestimmten Person gesagt hatte richtete er wohl das Wort an alle Anwesenden, denn ein lautes "Enttäuscht mich nicht!!!" hallte quer durch den Raum. Dann hörte sie seine leisen Schritte, wie er sich von ihnen entfernte.
      Seufzend richtete Xeyra sich nach einigen Sekunden auf und reckte ihre Glieder. Der Teufel wagte es wohl nicht ihnen direkte Befehle zu erweisen, alles mussten seine Diener tun. "Nun, ich muss ehrlich sagen, der Saal sieht nicht schlecht aus, aber ich bezweifle, dass wir gerufen wurden um diesen zu bewundern. Kann mir also irgendjemand sagen weshalb ich hier bin?"
    • Sie betrachtete nicht die Silhouette des Teufels. Es war ihr einerlei, wie er aussah, denn sie konnte seine Stimme hören und war davon eingeschüchtert genug. Die alte Fuchsdämonin wusste, warum man gerade sie für ein Team ausgewählt hatte. In ihrem langen Leben hatte sie selten alleine gekämpft, weil ihre unterstützenden Fähigkeiten viel zu stark waren um sie an einen einfachen Soldaten zu verschwinden. Tatsächlich war es ihr sogar in den vielen Jahren die sie schon für die dämonischen Heere arbeitete gelungen, selbst tödlich zu sein. Im Vergleich zu anderen Kämpfern und Magiern war sie schwach, aber wehrlos konnte man sie nicht nennen.
      Ihr einziges Problem war, dass sie sich nicht selbst so heilen konnte, wie sie es sollte. Kleine Kratzer waren kein Problem und ihre Genesung ging schneller voran als bei anderen, doch die großen Erfolge, die ihr bei anderen vergönnt waren, konnte sie nicht bei sich selbst benutzen. Mio war gespannt auf das Team und hoffte, dass die anderen genauso gut in ihrem Gebiet waren wie sie selbst. Wahrscheinlich würde es mehrere Nah- und ein, oder zwei Fernkämpfer geben. Oder Wesen mit strikten Anweisungen, die sie ohne weiteres befolgen konnten. Es war wichtig, dumme Leute in einer Gruppe zu haben, damit nicht allzu viele die Führung in Frage stellten.
      Anfangs war es in dem dunklen Raum nicht einfach gewesen, die anderen ausfindig zu machen. Sie hatte Stimmen gehört und Schritte und war dann irgendwann auf die Knie gesunken, um ihrem Herrscher den gebührenden Respekt zu erweisen. Viele ihrer Schüler hatten das Gleiche bei ihr getan. Kurz dachte sie an die Wesen, die nun auf sich selbst angewiesen waren und ertappte sich dann bei dem Gedanken dass sie es alleine nicht schaffen würden.

      Sie verbannte alle Sorgen aus ihrem Kopf und konzentrierte sich auf die wichtigere Mission. Ihr Blick wanderte durch den nun erhellten Raum und sie musterte die anderen Dämonen. Ihr Blick blieb auf der Succubus stehen. Ein Einzelgänger in einem Team? Es war eine lächerlich seltsame Wahl. Dann war da noch eine Frau mit Flügeln. Ein... Rhinozheros? Und dann der Skorpion. Sie kannte keinen von ihnen, die Gesichter waren Fremd und verschwommen. Sollte sie sich vorstellen?
      Nein.
      Die Füchsin wartete auf eine Vorstellung und auf eine Erklärung. Sie musste nicht sprechen, wenn es unwichtig war.
    • Als Rex zuckend am Boden lag und den Worten des Teufels lauschte spürte er nichts als Demütigung und Hass in sich. Er war niedergerungen worden und das ohne eine Berührung. Er hasste Magie. Doch sein Kodex und seine Eher geboten ihm in dieser Situation, was zu tun war. Er wehrte sich nichtmehr. er war geschlagen und das wusste er. Es war zwar eine Ehre im Kampf zu sterben, aber nicht im Kampf gegen einengleichgesinnten. Rex einziges Problem war die zuweisung. Er war bereit dem Teufel persönlich zu dienen, denn Luzifer hatte ihn niedergerungen, aber er wusste noch nicht, wie weit er dem, dem er da gerade zugeteilt wurde gehorchen würde. Er sprach kein Wort.
    • Ohne eine Antwort zu erhalten wurde der Raum wieder in fast vollkommene Schwärze getaucht, als die Feuer erloschen und wieder zu rötlich schimmernder Glut wurden.
      Doch diese Dunkelheit hielt nicht lange an. Die selben Portale durch die sie hierher gelangt waren, brachten sie auch umgehend und ohne ihr Zutun fort von diesem Ort. In der gleichen Konstellation, in der sie sich eben noch befunden hatten, erschienen sie in einer Mischung aus Arena und Waffenkammer. Ein riesiger kreisrunder Raum an dessen Wänden Waffen jeglicher Art und Beschaffenheit hingen.
      Wie ein Kommandeur, der er nun sogar war, schritt er vor seinen 4 neuen Mitstreiter auf und ab.
      Der oberste Befehlshaber, Luzifer hat mich mit der Auswahl eines Teams beauftragt, um eine womöglich kriegsentscheidende Mission auszuführen.
      Natürlich ist es hierfür wichtig, dass wir als Team arbeiten und nicht jeder eine Ein-Mann-Show abliefert!

      Scharf musterte er die Succubus, deren Worte ihm nicht verborgen geblieben waren.
      Jeder, der diese Mission zu einem erfolgreichen Abschluss bringt, wird fürstlich belohnt werden. Jeder, der diese Mission stört oder nicht zu einem erfolgreichen Abschluss bringt, sollte dies besser tun, weil er bereits tot ist... sonst wird er kurz darauf sein!
      Breitbeinig nahm er vor ihnen einen festen Stand ein und verschränkte beide Armpaare vor der Brust.
      Ich habe bereits über eure speziellen Fähigkeiten gelesen, jedoch wäre es gut, diese in Aktion zu erleben, damit ich eure Fähigkeiten besser einstufen kann!
      Freiwillige vor!!!
    • Sie war nicht mehr müde. Von der Energie, die sie in ihrem Halsband gespeichert hatte war vielleicht ein Hundertstel verbraucht worden, aber es reichte um ihre Kräfte so weit wiederherzustellen, dass sie wieder normal laufen und Magie wirken konnte. Miotsu betrachtete ihren neuen Kommandeur und ertappte sich bei dem Gedanken, ob er wirklich ein Stratege war. Seine scharfen Gesichtszüge und sein harter Blick schlossen auf ein unnachgiebiges Wesen. Sie wartete einige Augenblicke um nicht jemand anderem zuvorzukommen. Da aber niemand die Lust zu haben schien ihr Können unter Beweis zu stellen, war sie es, die den Anfang machte.
      Die weiße Füchsin trat vor und, obwohl sie den meisten von ihnen nicht einmal bis zu den Knien reichte behielt sie einen kühnen und anmutigen Blick bei. Ihre Nase war hoch erhoben und ihre drei Schweife bewegten sich wellenförmig. Ihr Blick glitt nun über die vier anderen Wesen. Zuvor war sie nicht in der Lage gewesen sie ausreichend zu mustern und, hätte sie ein menschliches Gesicht gehabt, hätten sich ihre Augenbrauen hoch erhoben. "Mein Name ist Miotsu und ich bin eine Heilerin. Wahrscheinlich sogar die beste meines Faches. Außerdem beherrsche ich eine sehr selten genutzte Art der Rüstmagie. Ich kann jeden von euch schneller, stärker oder wacher werden lassen. Natürlich kann ich diese Magie auch an mir selbst anwenden."
      Unter ihr bildete sich ein schwarzer Kreis, der gleichzeitig zu leuchten schien und das Licht aufsog. Der Schweif in der Mitte begann sich zu krümmen und nur wenige Sekunden danach war ihre Geschwindigkeit um ein Vielfaches gestiegen. Sie lief ein wenig, beschleunigte dann immer mehr und hielt dabei auf eine der Wände zu. Bevor sie gegen die Wand prallte, wurde der Zauber verändert und der linke Schweif krümmte sich. Ihre Verteidigung wurde erhöht und ihre Geschwindigkeit just in dem Moment verringert, als sie gegen die Wand prallte.Ein lauter Knall ertönte und Steine vielen aus der Mauer auf den Boden. Es sah seltsam aus, dass ein kleines weißes Tier mit einem einzigen Rammer in der Lage war einen Teil aus der Wand zu schlagen.
      Sie trat unverletzt aus den Trümmern und der Staub, den sie bei ihrem Lauf aufgewirbelt hatte, umschloss sie wie Nebel. "Reicht Euch das, Kommandeur?"
    • Interressiert beobachtet er das Schauspiel der Füchsin. Ihn überraschte die Stärke des Aufpralls bei einem so kleinen Projektil.
      Als sie nun aus dem Rauch trat klatsche er langsam mit dem unteren Händepaar Applaus.
      Das ist zwar nicht die Fähigkeit wegen derer ich dich ausgewählt habe, doch ist es gut zu wissen, dass du durchaus auch kämpfen kannst.
      Mit der freien Rechten zog er plötzlich einen Dolch und stieß ihn dreimal schnell zwischen zwei der Chitinplatten an seinem Arm woraufhin eine gelbe, zähe Flüssigkeit aus den Wunden austrat. Nicht einen Moment verzog er das Gesicht obwohl es ihm enorme Schmerzen bereitete. Von klein auf hatte er gelernt, den Schmerz nicht zu beachten und ihn vor allem niemals zu zeigen.
      Das wertvollste an dir sind deine heilenden Fähigkeiten! Zeig es mir!
    • Sie hob die Schnauze und stieß einige seltsame Atemgeräusche aus. Es sollte ein Lachen sein, was aber mit der tierischen Schnauze nicht möglich war. "Ich bin sicherlich keine gute Kämpferin. Das ist eine Fähigkeit die ich auch auf euch anwenden kann." Langsam schlich sie auf den Skorpionsdämonen zu und betrachtete die Messerstiche. Es waren keine großen Wunden und ebenso waren sie keine große Herausforderung für sie. Es waren Standartstiche in der Schulter und sie musste sich einen Seufzer verkneifen.
      Als sie damit angefangen hatte ihre Praxis zu lernen, gehörte so eine Verletzung zusammen mit einfachen Schrammen, Verbrennungen und Schnitten zu den Grundkenntnissen. Miotsu erinnerte sich an die Zeit ihres Studiums. Man hatte sich gegenseitig verletzt, mit Messern, großen Steinen oder einfachen Zähnen um dann die Praxis üben zu können. Eine Übung an Tieren oder Menschen war nur hilfreich, wenn man erst weniger als zwei Wochen gelernt hatte.

      So viele Soldaten waren mit einer so leichten Verletzung zu ihr gekommen, dass sie so etwas schlafend beheben konnte.

      Es war nicht einmal notwendig die Wunde zu berühren und so strich sie einfach mit einem ihrer Schweife über das Bein des Skorpionen. Es musste sich anfühlen wie ein eiskalter Regentropfen, der genau auf die Wunde fiel und den Schmerz linderte. Und genauso schnell wie der Aufprall, wenn auch effizienter, war sie. Noch bevor sie wieder von ihm Abließ - in der Zeit eines Wimpernschlages - war das zerstörte Fleisch wiederhergestellt. Es war weder eine Narbe zu sehen noch etwas anderes in der Art.
      "Bitte sehr."
    • Kabraxis lies den Dolch den er eben noch in sein eigenes Fleisch gejagt hatte spielerisch durch die Finger gleiten und führte ein paar schnelle Hiebe und Stiche mit dem Arm aus, um diesen zu testen.
      Gut! Deine Fähigkeiten sind den Akten entsprechend überdurchschnittlich! Gut dich im Team zu haben!
      Der Skorpion war ernsthaft beeindruckt. In all den Jahren des Kampfes hatte er schon viele Heiler erlebt, die an ihm ihre Arbeit vollrichtet hatten. Doch niemals war eine Verwundung, die er erlitten hatte, so schnell und so umfassend geheilt worden.
      Schwungvoll wandt er sich dem Rest der Gruppe zu.
      Haben wir noch einen Freiwilligen, der meint er könne diese Leistung toppen?
    • Ein Grollen kam aus der Kehle des Giganten. Es schwoll an und erst jetzt wurde klar: Rex lachte. Es war ein kurzes, hohnvolles Lachen. "Wie wäre es denn, wenn ihr eure Fähigkeiten einmal darstellt, Kommandant?", das letzte Wort sprach er mit sichtlicher Verachtung aus. Der gepanzerte Dämon traute dem in seinen Augen schwachen und mikrigen Skorpion nichts zu. Gleichzeitig enthielt der Satz eine deutlich spürbare Herrausforderung. Dieses Rhinozeros musste man beeindrucken, bevor man sich seinen Respekt verdienen konnte. Vorher hatte er nicht vor auf irgendwen zu hören, wenn es ihm nicht passte. Rex sah sichtlich auf Kabraxis herrab.
    • Du hast Recht! Es ist nur fair, dass ich selbst meine Fähigkeiten präsentiere!
      Die Herausforderung in den Worten des Rhinos war nicht zu überhören. Langsam und bedächtig zog er alle 4 Schwerter und lies sie spielerisch durch die Luft pfeifen.
      Und an wem soll ich sie demonstrieren?

      Das Rhino stapfte nach vorne. "Nun ich habe euch aufgefordert, also solltet ihr auch mit mir Tanzen. Darf ich bitten?" Wieder klang der Hohn durch und die Haltung des Riesen zeigte auch deutlich, dass er den Gegner nicht ernst nahm. er hatte eine spöttische Pose eingenommen, die deutlich anzeigte, was er dachte.

      Seine Arme hingen vom Gewicht der Schwerter nach unten gezogen herab und sein Kopf war gesenkt, sodass man sein Gesicht nicht sehen konnte.
      So sei es!
      Von einem auf den anderen Moment sah man nur noch ein wenig Staub der leicht von der Luft bewegt wurde, wo eben noch der Skorpion gestanden hatte und Funken stoben auf, als die Spitzen von gleich zwei Schwertern mit einem schrillen Laut über die Rüstung am Hals des Kolosses fuhren und tiefe Furchen darin hinterliesen. Beinahe noch im gleichen Moment landete er einige Meter hinter seinem Herausforderer.
      Mit der Demonstration einer solche enormen Geschwindigkeit ging er ein hohes Risiko ein, doch musste er den riesigen Fleischberg irgenwie überzeugen.
      Langsam drehte er sich um. Von dem Aufprall schmerzten seine Arme in einem, noch ertragbaren, Maß.

      "Nett gehüpft kleiner Frosch!" brüllte der Koloss und mit einem Laut, der wie Donner klang stürzte er los, vorwärts auf den Gegner zu, er glaubte nicht wirklich, dass er den Skorpion mit dem Angriff treffen würde, doch so wie das Wesen aussah war Ausdauer nicht das, was er brauchte. Dieses Insekt würde nicht durch seine Panzerung dringen. Sobald er ihn zu fassen bekam würde er ihn zerquetschen können, wie eine Fliege.

      Deutlich langsamer als eben, aber immer noch weitaus schneller als die Füchsin schoss er auf seinen Gegner zu. Er hatte nicht vor sich von den malmenden Fäusten des Kolosses treffen zu lassen, die ihn vermutlich zu Brei zerschlagen konnten.
      Im letzten Moment, bevor ein direkter Zusammenprall gedroht hätte, warf er sich in der Luft herum schlug zwei mal mit den Schwertern zu, bevor er mit mehreren Überschlägen wieder zum stehen kam. Seine Bemühungen wurden von einem Schwall aus Blut belohnt der aus der Ferse und der Kniekehle seines zukünfitgen Mitstreiters kamen. Die Achhillessehne und die Muskelansätze der Wade am Knie waren durchtrennt.
      Achtung! Der "Frosch" hat auch Zähne!

      Als der Koloss getroffen wurde entfuhr ihm ein Brüllen. Es war kein Schmerzensgebrüll, nein Schmerzen konnte er ertragen bis zum Tod. Es war Wut und seine Wut brachte ihm Kraft. Viel Kraft. Er drehte sich zu dem Skorpionman um, zwar jetzt humpelnd, doch noch sehr gut fähig zu laufen. Diesmal griff er mit seinem Horn an: Wie ein echtes Rhinozeros auf vier Beinen sprang er los, das gepeinigte Hinterbein schleifte er dabei nur hinter sich her. Die letzte Distanz überwand er mit einem mächtigen Sprung, der von seiner gesammelten Kraft getrieben das Rhinozeros sicher 4 bis 5 Meter weit trug. Dort wo ein solcher Angriff auftrifft, dort wächst kein Gras mehr.

      Blanke Muskelkraft getrieben von blinder Wut. Eine tödliche Mischung. Jedoch für Kabraxis, wie auch für seinen Gegner selbst. Doch solche Gegner waren ebenso berechenbar. Durch den Sprung hatte der Skorpion lange genug Zeit auszuweichen, da sich ziemlich genau ausrechnen konnte wo sein Kontrahent landen würde.
      Hastig steckte er die Schwerter weg und zog zwei der Dolche. Es kostete ihn einiges an Konzetration, ehe er sie mit den oberen, stärkeren Armen auf enorme Geschwindigkeit beschleunigte. Die beidseitig geschliffenen Messer flogen in direkter Bahn auf Rex's Schultergelenke zu. Die Wucht mit der er die Projektile beschleunigte lies ihn einige Zentimeter nach vorne stolpern. Sie hatten jetzt die Kraft Betonwände zu durchdringen.

      Als die Messer in Rex Schultern einschlugen traf ihn die Wucht zwar ziemlich hart, doch den Berg aus Fleisch konnte das nicht aufhalten. Der Kontrahend war zwar dem Sprung ausgewichen und hatte ihn verletzt, denn trotz der dicken Panzerung waren die Messer bis zu Schaft in seine Schultern eingedrungen, die Wunden, die das nach Durchdringen der Panzerung zurücklies waren zwar nicht wirklich tief aber sie drückten auf die Schulterblätter, was seine Armbeweglichkeit eindämmte. Ein Wutgebrüll drang aus der Kehle des Monsters. Es war so laut, dass der Boden erzitterte. Er griff nach den Messern und riss sie aus seinen Schultern. Die Schmerzen, die er dabei ertrug wären zu viel für die meisten gewesen. Ohne Technik oder großartiges Ziehlen warf er die Dolche nach dem Skorpionmann. Immernoch mit hinkendem Bein und jetzt aus den Löchern an den Schultern blutend ging er diesmal mit weniger Geschwindigkeit auf den Gegner zu. Er würde noch viele Angriffe aushalten und er konnte sehen, dass der Skorpion bei jedem Angriff schaden nahm, den er ausführte. Ausdauer war gefragt. Er hob die Hände, um mit den Fäusten nach dem Rivalen zu schlagen.

      Hastig drehte er sich zur Seite weg um einem seiner Dolche auszuweichen. Die beiden Dolche hatten ihn nicht einmal ansatzweise aufhalten können. Kabraxis wusste warum er diesen Koloss in seinem Team haben wollte.
      Von vorne war er nicht zu treffen, dann eben von der Rückseite. Mit einem weiteren Sprint, den Rex nicht einmal würde sehen können gelangte er hinter ihn. Schwer atmend zog er ein weiteres Messer und rammte es bis zum Ansatz in die noch unverwundete Kniekehle des Rhinozeros. Wenn ihn das nicht aufhalten würde, hätte er nicht mehr viele Möglichkeiten ohne ihn zu töten.
      Mit einem schnellen Sprung nach hinten entfernte er sich aus der Reichweite, falls er umfallen sollte.
    • Als der Schmerz durch das Bein des Giganten fuhr brüllte er frustriert auf. Die Kniekehlen waren leider ein nahezu ungeschützter Fleck in der Panzerung. Seine Standfestigkeit verringerte sich und an Laufen war nun nicht mehr zu denken. Wütend schwang er die Arme wild herrum, um den Skorpion vielleicht doch noch zu treffen, doch wie sich herrausstellte war das sein Urteil. Er verlor das letzte Stück Gleichgewicht und fiel hinten über.

      Mit einem Sprung war Kabraxis über ihm. Sein Stachel schob sich zwischen die Platten an seiner Kehle und berührte leicht die Haut darunter ohne sie zu verletzen, während die Schwerter beidhändig geführt nur wenige Millimeter über seinen Augäpfeln verharrten.
      Gibst du auf oder möchtest du bleibende Schäden davontragen?

      "Ihr habt gut gekämpft. Ich werde euch dienen. Doch ehrenhaft ist dieses gehüpfe nicht." - Der Koloss hatte seinen Ehrenkodex. Wenn ein solcher Kämpfer ihn im Kampf Mann gegen Mann schlug, dann war er bereit sich zu ergeben.

      Die Waffen zogen sich zurück und Kabraxis entfernte sich von ihm.
      MIOTSU! Wir bräuchten eure Fähigkeiten hier!
      Der Skorpion bot dem Rhino die Hand, als Zeichen der Versöhnung an. Ihr sollt mir nicht dienen, sondern meinen Befehlen folgen und als Kamerad an meiner Seite kämpfen.
      Es war dem Dämonen egal ob es unehrenhaft war so zu kämpfen. So war es ihm beigebracht worden und es war auch die einzige Möglichkeit gewesen den Kolloss zu besiegen ohne ihn zu töten.

      Hastig lief Miotsu auf den schrecklich zugerichteten Dämonen zu und es dauerte weniger als eine Minute, da waren alle Verletzungen durch den Kampf verschwunden. Natürlich hatte man einen dummen Panzer mitgenommen. Er war einfach zu beeindrucken und er würde von nun an seinen Befehlen folgen können. Wahrscheinlich war er nicht einmal schwächer, als der Schnelle. Der hatte nur einen Vorteil gehabt."Bitte sehr."
    • Stillschweigend beobachtete Nihana das Treiben des Füchsin. Sie achtete halbwegs darauf, was sie so konnte, andererseits konnte sie darin keine Nützlichkeit für sich selbst entdecken. Sie würde wahrscheinlich in diesem Team im Hintergrund das Geschehen überwachen und Rückendeckung geben, falls nötig. Und sollte sie entdeckt werden, dann war sie tot.
      Als der Kampf der beiden Kolosse begann, verschwand sie langsam in den Schatten einer Säule und ging möglichst unbemerkt an eine Wand in ihrer Nähe. Als ob man vorausgesehen hatte, dass sie in der Nähe stehen würde, waren da mehrere Scharfschützengewehre. Vorsichtig löste sie eines der Gewehre aus der Hand und hielt es in der Hand und zielte lässig damit auf das Rhinozeros. Er war zwar schnell, aber das Gewehr konnte sich leicht bewegen lassen, sodass sie seinem Kopf folgen konnte. Dann ging sie zurück in den Schatten einer Säule und wartete auf das Ende des Kampfes.
      Als der Kampf zuende war, hob sie das Gewehr und zielte in deren Richtung. "Mein Name ist Nihana und ich bin als Scharfschützin tätig. Mittels Magie kann ich alles aus der Entfernung töten."
      Noch während sie das sagte, bereitete sie einen kleinen Stoss vor, dann warf sie einen Stein mit einem Zauber in die Luft. Er flog ein wenig vor dem Skorpionmann durch die Luft, sodass sie gute Sicht darauf hatte, dann schoss sie. Die Kugel löste sich mit einem Knall aus dem Gewehr, dann sah sie schon, wie der Stein von einer scheinbar unsichtbaren Macht getroffen wurde und in viele Splitter geteilt wurde.
      "War das genug, Kommandant?"

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    • Als der Stein zersplitterte drehte Kabraxis schnell den Kopf weg, damit sein Gesicht nicht mit den Resten gespickt wurde.
      Gemächlich bückte er sich und hob einen der Splitter auf, der kaum größer war als ein Fingerglied.
      Nein! Auf die Entfernung brauche ich keinen Scharfschützen!
      Der Skorpion nahm einen seiner beiden verbliebenen Dolche. Mit einem Schwung seines Armes flog der Dolch direkt auf die gegenüberliegende Wand zu und blieb zur Hälfte darin stecken. Die Distanz zwischen der Schützin und dem Dolch musste gut 600 Meter betragen.
      Auf diese Entfernung fängt die Arbeit eines Scharfschützen für mich erst an!
      Das Steinstück fiel zu Boden.
      Zeig mir, dass du den Griff dieses Dolches treffen kannst....
      Im nächsten Moment stand er auf Armeslänge vor ihr. Eine Klinge blitzte auf.
      ...während du mir ausweichst!
      Zwar hatte ihn der Kampf mit dem Panzer viel Kraft gekostet, aber auf normalem Niveau konnte er immer noch kämpfen.