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    • Jamsin schrieb:

      Genau da beschreibst du das von mir geschilderte Problem. Die Leute WOLLEN ihr Zeug schnellstmöglich loswerden, weshalb die Preise droppen. Das liegt nicht am Käufer, denn der kann nur kaufen was da ist. Gibt kein Verkäufer Ware X unter Preis Y ab, wird er es nicht billiger als Y bekommen und der Preisverfall entsteht nicht. Aber das Motto "Nach mir die Sintflut - ich bin es los" führt zum Preisverfall.
      Ich weiß ja nicht, inwieweit Du die Grundlagen der Marktwirtschaft im Fach Wirtschaftskunde o.ä. erlernt hast. Aber das, was Du da schilderst, ist nicht das gesunde Gleichgewicht zwischen Käufer und Verkäufer, sondern das ist das Herantasten an die Schmerzgrenze, wo bereits die Angebotsseite mit deutlich mehr aufwartet, als Käufer benötigen.
      Wer in dieser Situation seine Schmerzgrenze höher ansetzt - wird einfach seinen Kram nicht los. Die Ursache dafür ist aber, dass zu viele Leute die Möglichkeit haben, denselben Kram nahezu unbegrenzt anzubieten dank "Campen".

      Gesund läuft die Sache nur, wenn weniger angeboten wird als gesucht. Wenn mehrere Käufer einem Verkäufer gegenüberstehen und untereinander in Konkurrenz stehen. So entsteht ein fairer Preis. Ist es andersrum und mehrere Verkäufer kommen auf einen Käufer, entsteht ein Dumping-Preis bis zur Schmerzgrenze dessen, der mit dem niedrigsten Preis noch irgendwie klarkommt. Völlig logische Vorgänge der Marktwirtschaft. Im ersten Fall hat der Verkäufer das Sagen und gibt dem Höchstbieter den Zuschlag. Im zweiten hat der Käufer das Sagen und gibt dem niedrigsten Verkaufsangebot den Zuschlag.

      Das Beispiel mit den Pet-Büchern Experte ist da ganz gut. Neues feature, Pet-Bücher werden zum Verbessern dieser gebraucht. Es gibt nur verdammt wenige. Im Verhältnis angenommen 1 Pet Buch Experte und 200 Leute, die unbedingt eins haben wollen. Wer mit Yang am Lockersten umgeht, gewinnt. So entstanden plötzlich Preise von 1kkk. Der Verkäufer massiv im Vorteil, dafür war es sehr unwahrscheinlich eins zu droppen.
      Inzwischen gibt's die Bücher en masse, weil erst Glücksrad, dann Events mit Pet-Büchern als Drop-Inhalte. Wenige Spieler suchen noch Bücher, hunderte Spieler haben welche im Lager und wollen sie loswerden. Es war ja auch nicht mehr schwer, an Unmengen zu kommen. So wurden aus 1kkk plötzlich 5?kk. Der Käufer im extremen Vorteil. Und es bringt Dir überhaupt nichts, wenn Du dann auf Deinem Preis von 30kk als Deine Schmerzgrenze beharrst. Dann bekommen erstmal alle anderen den Zuschlag und Du wirst Deins nie los.
      Wenn Du jetzt sämtliche Bücher aufkaufen würdest, bis nur noch Bücher ab 30kk in den shops stehen, ist das was ganz anderes: "Künstliche Verknappung". Ein risikoreicher Schachzug, der nichts mit den allgemeinen Regeln der Marktwirtschaft zu tun hat. Und kann drastisch nach hinten losgehen, wenn Du die vorhandene Gesamtmenge unterschätzt hast. Wenn Dir dann längst die Puste ausgeht, stellen immer noch Leute ihre Bücher für 5kk hin und Du hast massiv Verluste eingefahren.

      Fakt ist leider, dass bei den meisten daily drops der Vorteil massiv beim Käufer liegt und dies absolut negativ für diejenigen wirkt, die den Kram "erzeugen" und damit wirtschaften wollen. Es ist fast nichts mehr übrig, wofür es sich zu "farmen" lohnt. Da sich alle auf die übrig gebliebenen 4-5 Optionen stürzen, bleibt da das Angebot auch nicht knapp noch macht das auf Dauer Spaß.
      _______
      Was erwartet der Spieler von "Free to play"? Geld ausgeben freiwillig, in fairem Maße Vorankommen auch ohne bei entsprechendem Zeitinvestment. Dabei noch Spielspaß in einem rundum ansprechenden System.

      Woran erkranken die meisten "F2P-Spiele irgendwann? Am fehlenden Gleichgewicht basierend auf der "F2P-Grundregel":

      Je gieriger die Betreiber, desto geiziger die Spieler. --> Ein offensichtlich gieriger werdender Betreiber verliert immer mehr Spieler.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von WunRo ()

    • WunRo schrieb:

      Ich weiß ja nicht, inwieweit Du die Grundlagen der Marktwirtschaft im Fach Wirtschaftskunde o.ä. erlernt hast. Aber das, was Du da schilderst, ist nicht das gesunde Gleichgewicht zwischen Käufer und Verkäufer, sondern das ist das Herantasten an die Schmerzgrenze, wo bereits die Angebotsseite mit deutlich mehr aufwartet, als Käufer benötigen.Wer in dieser Situation seine Schmerzgrenze höher ansetzt - wird einfach seinen Kram nicht los. Die Ursache dafür ist aber, dass zu viele Leute die Möglichkeit haben, denselben Kram nahezu unbegrenzt anzubieten dank "Campen".

      Gesund läuft die Sache nur, wenn weniger angeboten wird als gesucht. Wenn mehrere Käufer einem Verkäufer gegenüberstehen und untereinander in Konkurrenz stehen. So entsteht ein fairer Preis. Ist es andersrum und mehrere Verkäufer kommen auf einen Käufer, entsteht ein Dumping-Preis bis zur Schmerzgrenze dessen, der mit dem niedrigsten Preis noch irgendwie klarkommt. Völlig logische Vorgänge der Marktwirtschaft. Im ersten Fall hat der Verkäufer das Sagen und gibt dem Höchstbieter den Zuschlag. Im zweiten hat der Käufer das Sagen und gibt dem niedrigsten Verkaufsangebot den Zuschlag

      Das Beispiel mit den Pet-Büchern Experte ist da ganz gut. Neues feature, Pet-Bücher werden zum Verbessern dieser gebraucht. Es gibt nur verdammt wenige. Im Verhältnis angenommen 1 Pet Buch Experte und 200 Leute, die unbedingt eins haben wollen. Wer mit Yang am Lockersten umgeht, gewinnt. So entstanden plötzlich Preise von 1kkk. Der Verkäufer massiv im Vorteil, dafür war es sehr unwahrscheinlich eins zu droppen

      Inzwischen gibt's die Bücher en masse, weil erst Glücksrad, dann Events mit Pet-Büchern als Drop-Inhalte. Wenige Spieler suchen noch Bücher, hunderte Spieler haben welche im Lager und wollen sie loswerden. Es war ja auch nicht mehr schwer, an Unmengen zu kommen. So wurden aus 1kkk plötzlich 5?kk. Der Käufer im extremen Vorteil. Und es bringt Dir überhaupt nichts, wenn Du dann auf Deinem Preis von 30kk als Deine Schmerzgrenze beharrst. Dann bekommen erstmal alle anderen den Zuschlag und Du wirst Deins nie los.

      Wenn Du jetzt sämtliche Bücher aufkaufen würdest, bis nur noch Bücher ab 30kk in den shops stehen, ist das was ganz anderes: "Künstliche Verknappung". Ein risikoreicher Schachzug, der nichts mit den allgemeinen Regeln der Marktwirtschaft zu tun hat. Und kann drastisch nach hinten losgehen, wenn Du die vorhandene Gesamtmenge unterschätzt hast. Wenn Dir dann längst die Puste ausgeht, stellen immer noch Leute ihre Bücher für 5kk hin und Du hast massiv Verluste eingefahren

      Fakt ist leider, dass bei den meisten daily drops der Vorteil massiv beim Käufer liegt und dies absolut negativ für diejenigen wirkt, die den Kram "erzeugen" und damit wirtschaften wollen. Es ist fast nichts mehr übrig, wofür es sich zu "farmen" lohnt. Da sich alle auf die übrig gebliebenen 4-5 Optionen stürzen, bleibt da das Angebot auch nicht knapp noch macht das auf Dauer Spaß.
      Also deine Meinung kurz zusammengefasst: Es ist nur fair, wenn der Verkäufer über den Preis entscheiden kann, den der Käufer zahlt :D Das ist übrigens auch keine Marktwirtschaft.... denn bei höherer Angebotsmenge entscheidet der Kunde und nur bei höherer Nachfrage der Käufer. Du warst wohl ebenfalls nicht in dem Wirtschaftslehre-Kurs :p Steigt ein Angebot muss man seinen Verkauf umstellen oder mit niedrigeren Einnahmen leben.

      Steigt ein Preis ins "Unermessliche" fangen mehr Leute an das exzessiv zu farmen. Je mehr farmen, desto größer das Angebot und dementsprechend sinkt der Preis, weil eben die VErkäufer ihr Zeug als Erste loswerden wollen. Mein beschriebenes Bild entspricht einem utopisches Bild, das diesem Preisdumping entgegenwirken kann. Im Spiel ist das leichter möglich als im RL, denn die Kommunikation ist einfacher/schneller. Nur der Mensch ist habgierig und deshalb ist das System des "festen" Verkaufspreises nicht möglich. Jeder will als Erster verkaufen und wer genug Rücklagen hat, kann eben länger mit dem Verkauf warten als der Spieler, der auf die (hohen) Einnahmen "angewiesen" ist.

      Die Frage des "Lohnen" ist auch immer die Vorstellung des Einzelnen. Da bei dir "lohnen" scheinbar erst ab 50kk anfängt, wird es wahrlich schwer etwas Entsprechendes zu finden.

      Ich kann (im Moment) nur für Hybris sprechen. Dort werden bspw. Orkzähne, Pferdemedaillen und diverse andere Güter nahezu nie angeboten und entsprechend sehr schnell verkauft. Für dich vermutlich nicht lohnhaft, da pro Stück keine 50kk zu erzielen sind, für mich lohnhaft, da ich damit (mit meinem Level) gutes Geld machen kann. Stück Edelstein, Stück kaputte Rüstung, rostige Degenklinge etc. werden auch schnell gekauft. Es gibt zwar immer wieder Shops, die es en masse anbieten, aber es wird nach wie vor mehr gekauft als angeboten.

      Deshalb sage ich auch, dass farmen eine Einstellungssache ist. Wer unbedingt Betrag X mit Gegenstand Y verdienen will, am besten über Jahre, wird schnell keinen Spaß am Farmen haben und enttäuscht werden. Man muss einfach immer wieder die Angebotsseite anschauen und die Lücken finden, die entsprechend mehr wert sind. Man kann alles lagern und entsprechend wieder auf den Markt werfen, wenn die Nachfrage das Angebot wieder übersteigt. Bei dem Petbuch ist es natürlich Pech gewesen - wie auch damals mit der Grotte (Kräuter/Steine+4/75er-Waffen).

      Bsp. Dämonenandenken+: Der Preis steigt teilweise auf mehrere Millionen pro Stück. Dann kommen alle aus ihren Löchern und wollen etwas vom Kuchen abhaben und farmen das ebenfalls. Der Preis sinkt auf knapp eine Million - währenddessen gehe ich auf ein anderes Gut oder lagere die Andenken lediglich für die Zeit nach dem Hype ein. Es wird zwar etwas dauern ehe sich der Preis erholt, aber jeder weiß, dass das passiert. Nennt sich Marktwirtschaft - hohe Preise fördern den Farmcharme des Gutes und lassen die Angebotsseite exorbitant steigen während die Nachfrage konstant bleibt.
      Bei Computerproblemen sitzt das Problem zu 99% vor dem dem PC :gamer: ..... außer bei Druckern, denn:
      Drucker hassen die Menschheit :hrhr:
    • Jamsin schrieb:

      Also deine Meinung kurz zusammengefasst: Es ist nur fair, wenn der Verkäufer über den Preis entscheiden kann, den der Käufer zahlt Das ist übrigens auch keine Marktwirtschaft.... denn bei höherer Angebotsmenge entscheidet der Kunde und nur bei höherer Nachfrage der Käufer. Du warst wohl ebenfalls nicht in dem Wirtschaftslehre-Kurs :P Steigt ein Angebot muss man seinen Verkauf umstellen oder mit niedrigeren Einnahmen leben.
      Nein, das ist falsch verstanden. Der gesunde Punkt kann aber nur darin liegen, dass mehrere Leute an demselben Gegenstand Interesse haben, ansonsten ist er quasi wertlos. Eine Münze oder Briefmarke hat auch nur einen sinnigen Wert, wenn es nur wenige gibt aber viele Interessenten. Gibt es mehr von der Briefmarke als Interessenten, dann ist sie zu dem Zeitpunkt wertlos.

      Auch wenn der Verkäufer im Vorteil ist, kann er keine wirklich utopischen Preise ansetzen. Es sei denn, es gibt fast keine anderen Verkäufer und das Produkt ist heiß begehrt. Wie bei Release die Pet-Bücher Experte.

      Jamsin schrieb:

      Steigt ein Preis ins "Unermessliche" fangen mehr Leute an das exzessiv zu farmen. Je mehr farmen, desto größer das Angebot und dementsprechend sinkt der Preis, weil eben die VErkäufer ihr Zeug als Erste loswerden wollen.
      Ähm... das hat man versucht, ja. Da der drop aber extrem selten war anfangs, hat man sich vielfach lieber im Forum darüber ausgeheult.
      Bis die GF die Dinger mehr als reichlich ausgestreut hat, dann wollte man wieder rare drops bei 10kk pro Buch.
      Deshalb ist es wichtig, dass mit dem Plan, wertvolle Dinge gezielt zu farmen, keine "Camp-Stelle" zur Verfügung steht. Sobald diese existiert, besteht sowieso keine Chance für den Anstieg "ins Unermessliche".

      Jamsin schrieb:

      Die Frage des "Lohnen" ist auch immer die Vorstellung des Einzelnen. Da bei dir "lohnen" scheinbar erst ab 50kk anfängt, wird es wahrlich schwer etwas Entsprechendes zu finden.
      Wenn dieser drop selten genug vorkommt, dann ist das genau das, was ein "Asia-Grinder" sich wünscht. Ganz sicher geht man davon nicht vom Massendrop im DT aus und 50kk pro Minute, wie es von Dir offenbar im Sinne "Gier" verstanden wird!

      Jamsin schrieb:

      Deshalb sage ich auch, dass farmen eine Einstellungssache ist. Wer unbedingt Betrag X mit Gegenstand Y verdienen will, am besten über Jahre, wird schnell keinen Spaß am Farmen haben und enttäuscht werden.
      Nein. Es gibt einmal die Methoden "Farmen nach Plan", ohne Spaß und "lucky drop": OZ, FLuchbuch, Stück Edelstein & Co. Und es gab die Variante, die Spieler massenhaft zur Jagd nach Metins getrieben hat... mit "lucky drops". Dass es letzteres nicht mehr gibt, ist die primäre Ursache für den extremen Spielerrückgang und dass keine neuen hinzukommen.
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      Was erwartet der Spieler von "Free to play"? Geld ausgeben freiwillig, in fairem Maße Vorankommen auch ohne bei entsprechendem Zeitinvestment. Dabei noch Spielspaß in einem rundum ansprechenden System.

      Woran erkranken die meisten "F2P-Spiele irgendwann? Am fehlenden Gleichgewicht basierend auf der "F2P-Grundregel":

      Je gieriger die Betreiber, desto geiziger die Spieler. --> Ein offensichtlich gieriger werdender Betreiber verliert immer mehr Spieler.

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