Spiele und Sucht

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    • Spiele und Sucht

      Heyhey,
      Ich hab grad mal ein wenig darüber nachgedacht, wo die Grenze zur Sucht in Videospielen ist, da ich das gelegentlich aus meinem Bekanntenkreis zu hören bekomme.
      Doch bevor ich weit aushole, würde ich gern eure Meinungen hören. Seid/Wart ihr süchtig nach Videospielen? Nichtmal explizit Metin2, da auch mein Main-Game nichtmehr Metin ist.
      Ich hoff mal, hier findet sich etwas Diskussionsstoff :D

      Grüße, DosP
      Quajjutsu [♥] Shiyu

      ein Bonus
      mehrere Boni, TianyLu ♥

      badidol schrieb:

      Man könnte sich mit Arroganz und Sarkasmus auch mal zurückhalten, stünde manch einem hier gut zu Gesicht.
    • Huhu,
      passiert mir immer mal wieder. Man denkt nur noch ans Spiel, packt jede freie "Sekunde" ins Spiel, redet nur vom SPiel und im Traum lässt es einen auch nicht mehr in Ruhe ^^ Spätestens, wenn sich mein Schlaf an das Spiel "angleicht" bzw. ich kaum schlafen kann, weil ich ins SPiel will, mache ich für mich nen Cut und pausiere in dem Spiel :D
      Solange ich den Cut noch hinbekomme, war die Sucht noch nicht groß genug bzw. eben von mir aus bekämpfbar :verlegen:

      Gruß, Jamsin
      Bei Computerproblemen sitzt das Problem zu 99% vor dem dem PC :gamer: ..... außer bei Druckern, denn:
      Drucker hassen die Menschheit :hrhr:
    • Süchtig war ich nach Metin2.
      Mittlerweile bin ich nur noch bekloppt was den IS angeht :Mist:
      Ich habe schon seit längerem immer wieder 3-4 Monate eine Phase, in der ich aktiv spiele, und dann wieder 3-4 Monate ohne zu spielen.
      Mag vielleicht auch daran liegen, dass meine alte Gilde sich aufgelöst hat und ich jetzt praktisch immer alleine Spiele.

      Die Grenze zur Sucht liegt für mich ganz klar.
      Wenn man anfängt sein normales zu vernachlässigen.
      Wenn man nur noch das Spiel im Kopf hat und andere wichtige Dinge vergisst.
      Da spielen allerdings viele Faktoren mit ein.
      Wer vorher schon eine Schwäche in sozialen Kontakten hatte, verfällt viel leichter in eine Spiele Sucht.
    • Damals wo ich kleiner war, kann man wirklich sagen dass ich Süchtig war. Nicht unbedingt Metin aber auch Metin gehörte dazu. Man ist Jung, ist Fasziniert von der Welt, Technik usw. welches dahinter steckt und will der beste sein. Nun ist man älter, hat Verpflichtungen etc. und da ist ein Langzeitspiel wie Metin einfach Ideal. Man kann sich entspannen, mit Leuten reden und wenn man z.b. in eine Gilde kommt, welches hauptsächlich Menschen spielen, die eine Familie haben, hat man oft schöne Gesprächsthemen wie z.b. das Grillen am Wochenende, Urlaub, Arbeit und und und ... das ist einfach grandios mit Menschen zu reden die das Spiel leidenschaftlich spielen. Thema Finanziell muss es sich jeder selbst einschätzen können. Ich erinnere mich gerade an meinen Jungen Tagen, junge junge, waren das Erlebnisse :D
      :kloppe: Tätig auf Tarvos & Deimos :kloppe:
      :Mist: E-Mail: kreptan@metin2.de :Mist:
      :haus: Cheater? botjagd@metin2.de :haus:
    • Ich sage mal, vor einigen Jahren habe ich monatlich mehrere 100 Euro
      investiert (mittlerweile immer noch gelegentlich, aber auch dann nicht
      soviel :P) und habe meine komplette Freizeit nach Videospielen
      gestaltet, ging nicht raus, selbst wenn Leute fragten, ob man mit mir
      was unternehmen könne und habe regelmäßig nächte durchgemacht und den
      Schlaf in der Schule "nachgeholt". Ich habe teilweise Mahlzeiten
      ausfallen lassen, weil ich in Games zu tun hatte.
      Das ging locker über 2 Jahre und hat mich dezent in der Schule absacken
      lassen. Vom 2er-3er Schüler zum 4er-5er. Meinen Abschluss habe ich
      trotzdem relativ problemlos durchbekommen.
      Ich nenne diese Phase meine "Suchtzeit".


      Mittlerweile bin ich 22, Mache eine Ausbildung und habe danke Arbeit
      mind. 9 1/2 Std meiner Zeit verplant. Zocken ist mehr ein Ausgleich zum
      Arbeitstag und ich freue mich auch während der Arbeitszeit zwischendurch
      öfter mal aufs Datteln am Abend. Investieren tu ich in Metin immer
      noch, aber mittlerweile verdien ich mein eigenes Geld, fahre mein
      eigenes Auto und auch für Urlaube etc. ist immer etwas übrig.
      ich weiß jetzt nicht inwiefern die Nennung eines anderen Spieles unter Werbung zählt, aber mein Main Game ist derzeit Rocket League. Mit meinem Team sind wir tatsächlich ziemlich gut und wir versuchen halt soviel wie möglich zu "trainieren". Auch da erwische ich mich oft wie ich Kisten öffne, wo Zeug drin ist, was ich nicht brauche, dass ich Zeit investiere, die ich nicht immer hab und länger spiele, als ich sollte.
      JEdoch stimmen am ende des Monats immer noch die Zahlen, und auch soziale Kontakte werden nicht wirklich vernachlässigt.
      Jedoch ist es auch schwierig soziale Kontakte zu vernachlässigen, wenn viele davon sich im Internet befinden. Wir alle haben durchs Zocken viele leute kennengelernt und einige davon zählen mittlerweile zu meinen engsten Vertrauten.
      Ich behaupte mal, ich bin nichtmehr süchtig, aber ohne kann ich auch nicht (ganz). Mal 2 wochen Urlaub ohne PC - kein Problem. Aber das geht halt nur im Urlaub. PC ist einfach mittlerweile Alltag.
      Quajjutsu [♥] Shiyu

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      badidol schrieb:

      Man könnte sich mit Arroganz und Sarkasmus auch mal zurückhalten, stünde manch einem hier gut zu Gesicht.
    • Ein spannendes Thema!

      Ich habe vor kurzem eine (wissenschaftliche) Arbeit sowie Präsentation zu Internet und Computersucht geschrieben und muss sagen, dass es wohl eine erschreckend hohe Dunkelziffer an Süchtigen gibt. Das Problem ist ja, dass es eine nicht-stoffgebundene Sucht ist und dementsprechend schwer zu behandeln ist. Viele Kinder & Jugendliche geraten ja vom Hobby in die Sucht (wie Bergmann und Hüther ja auch beschreiben) und merken dies gar nicht. Therapie ist auch deswegen so schwer, weil man in unserer digitalen Gesellschaft fast zwangsweise in Kontakt mit Computer und Internet & somit auch Spielen kommt.

      Kurzum würde ich sagen - ja ich bin süchtig, denn ich entspreche den Suchtmerkmalen (zumindest vielen davon). Auch früher habe ich viel Geld (heute ist es nur mehr Zeit, aber das ist immer noch schlimm genug) in Spiele gesteckt, heute fast gar keines mehr.
      Genauso süchtig bin ich aber im Bezug auf Autos - ich stecke all mein Geld in Autos - aber ob das die bessere Sucht ist sei mal dahingestellt.


      Gerne lasse ich dir meine Arbeit & PP per privater Nachricht zukommen.
    • DosP schrieb:

      Jedoch ist es auch schwierig soziale Kontakte zu vernachlässigen, wenn viele davon sich im Internet befinden.
      moin moin DosP du suchti :)
      schau dich einfach mal um, wenn die breite masse ihre "sozialen kontakte pflegt"..da sitze sie in 2er bis 4er gruppen..und was macht jeder...switcht ständig zwischen FB, tinder und co hin und her um ja nichts zuverpassen...da frag ich michwarum treffen sich solche leute, um dann doch ständig auf ihr handy zu glotzen?!
      am besten wenn sie dann zusammen sitzen, und anstatt zu reden, schreiben sich die leute dann auch noch über WA :D

      @flyhigher...wie bei allen suchten, muss ja erstmal die selbsteinsicht des betroffenen einsetzen...und meine erfahrungen zeigen das je süchtiger die person (egal ob alkohol, drogen, spiele....) desdo mehr leugnen sie süchtig zusein.
      Erlebnissbericht Polizei Leute habt Mut und geht hin !!!!!!!!! :top:
      I Vote for Ingame-Pranger Bad-Board!!!
      oder Böse-Buben-Board?!

      der preis ist unverändert, aber ich bekomme weniger für mein geld...dann nennt man das mogelpackung oder?! egal wie schön man es versucht zu reden ;)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von jovk ()

    • FlyHigherThanTheSky schrieb:

      Gerne lasse ich dir meine Arbeit & PP per privater Nachricht zukommen
      Das Angebot würde ich gern annehmen, find das Thema tatsächlich auch ziemlich interessant.


      Jamsin schrieb:

      packt jede freie "Sekunde" ins Spiel, redet nur vom SPiel und im Traum lässt es einen auch nicht mehr in Ruhe
      Kenn ich, sonst wär ich hier ja auch nicht soviel im Forum. Mich fasziniert das Spiel damals wie heute. im Traum vllt kaum, aber so drumherum, insbesondere außerhalb der Arbeitszeit, oh ja, das kenn ich.

      Jamsin schrieb:

      Spätestens, wenn sich mein Schlaf an das Spiel "angleicht" bzw. ich kaum schlafen kann, weil ich ins SPiel will, mache ich für mich nen Cut und pausiere in dem Spiel
      Ich habe oft, dass ich mir Sage :"noch eine Runde", bzw in Metin :"noch den Jotun, und dann räum ich auf", was dann halt nochmal 2h in Anspruch nehmen kann. Dementsprechend schiebt sich bei mir der Schlaf gern mal nach hinten. Nichtmehr so, dass ich nächte durchmach, aber ganz gesund ist mein Schlafrhythmus nicht immer.

      DeepinTheGround schrieb:

      Mittlerweile bin ich nur noch bekloppt was den IS angeht
      Kenn ich.. :D

      Kreptan schrieb:

      Man ist Jung, ist Fasziniert von der Welt, Technik usw. welches dahinter steckt und will der beste sein.
      War bei mir bei Metin tatsächlich nie der Fall. Aber unsere Generation ist mit PCs und Videospielen großgeworden (no hate an die älteren @jovk :p), viele von uns haben sich bei Technischen Problemen eigene Kniffe angeeignet diese zu lösen. Die meisten von uns kennen sich gut aus, was PCs angeht und auch das fasziniert mich und lässt mich am PC verweilen. Sachen die man gut kann, macht man offensichtlich lieber :p

      Kreptan schrieb:

      und da ist ein Langzeitspiel wie Metin einfach Ideal
      Find ich tatsächlich garnicht. In Langzeitspiele wie Metin muss man viel Zeit investieren um ordentlich voranzukommen. Das ist nunmal das Ziel von vielen, ordentlich voranzukommen. Um abends mal in Ruhe on zu kommen und ein wenige Zeit zu verbringen eignen sich doch Spiele, welche Rundenbasiert zwischendurch mal ausgemacht werden können viel mehr, wie ich finde.
      Quajjutsu [♥] Shiyu

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      badidol schrieb:

      Man könnte sich mit Arroganz und Sarkasmus auch mal zurückhalten, stünde manch einem hier gut zu Gesicht.
    • DosP schrieb:

      War bei mir bei Metin tatsächlich nie der Fall.
      Ich rede ja auch nicht von Metin, gibt auch andere gute Spiele, keine Frage. ;)

      Natürlich braucht der Main Charakter von Metin viel Zeit und Liebe, so ist es nunmal aufgebaut. Es macht keinen Sinn, wenn man alles in 1 Woche erreicht. Thema Gilde, wenn man so eine Gilde trifft, wie ich es beschrieben habe, finde ich persönlich es ist ein echter Segen weil es gibt sie nicht mehr bzw. sehr selten. Mal angenommen, man fängt von 0 an. Man Levt. sich hoch, man bekommt unterstürtzung usw. und ab einem bestimmen Lv. sagen wir mal 75 könnte man Theoretisch denn Drachen schlagen gehen. Man sitzt da und schlägt denn Drachen während man nebenbei noch über die Frau und Kinder redet (rein als Beispiel) oder über die Arbeit. Find ich persönlich entspannter und angenehmer. Wie gesagt, ist meine Ansicht und das es verschiedene Meinungen gibt, ist völlig in Ordnung. ^^
      :kloppe: Tätig auf Tarvos & Deimos :kloppe:
      :Mist: E-Mail: kreptan@metin2.de :Mist:
      :haus: Cheater? botjagd@metin2.de :haus:
    • FlyHigherThanTheSky schrieb:

      Ein spannendes Thema!


      [...]

      Kurzum würde ich sagen - ja ich bin süchtig, denn ich entspreche den Suchtmerkmalen (zumindest vielen davon). Auch früher habe ich viel Geld (heute ist es nur mehr Zeit, aber das ist immer noch schlimm genug) in Spiele gesteckt, heute fast gar keines mehr.

      Gefühlt ist jeder, mit dem ich online ein Spiel in irgendeiner Art spiele laut Suchtmerkmalen süchtig, das schließt mich nicht aus.

      Spannender finde ich die Frage, ob diese Suchtmerkmale in unserer Zeit überhaupt noch fassen, oder ob man, weil sich grade im Bereich Medien alles so schnell entwickelt, diese regelmäßig überarbeiten muss. Wenn ich etwas weiter denke, so wird in 50 Jahren mmn. kaum noch jemand nicht süchtig sein(bezogen auf Medien à la Pc, Handy, Konsole usw.).

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      1. Kontaktaufnahme? Betet Richtung Himmel.
    • Gott schrieb:

      FlyHigherThanTheSky schrieb:

      Ein spannendes Thema!


      [...]

      Kurzum würde ich sagen - ja ich bin süchtig, denn ich entspreche den Suchtmerkmalen (zumindest vielen davon). Auch früher habe ich viel Geld (heute ist es nur mehr Zeit, aber das ist immer noch schlimm genug) in Spiele gesteckt, heute fast gar keines mehr.
      Gefühlt ist jeder, mit dem ich online ein Spiel in irgendeiner Art spiele laut Suchtmerkmalen süchtig, das schließt mich nicht aus.
      Spannender finde ich die Frage, ob diese Suchtmerkmale in unserer Zeit überhaupt noch fassen, oder ob man, weil sich grade im Bereich Medien alles so schnell entwickelt, diese regelmäßig überarbeiten muss. Wenn ich etwas weiter denke, so wird in 50 Jahren mmn. kaum noch jemand nicht süchtig sein(bezogen auf Medien à la Pc, Handy, Konsole usw.).
      Kurzer Abschweif bzgl. ob das heute noch zählt. Im Buch "Stupid White Men" von Michael Moore ist bspw. eine Checkliste für "potentiell gefährdete Amokläufer". Also vor 12 Jahren war da schon mehr als die halbe Klasse (bei uns) zutreffend. Viele dortige Punkte trafen auf 90% der Onlinespieler zu :denk:
      Bei Computerproblemen sitzt das Problem zu 99% vor dem dem PC :gamer: ..... außer bei Druckern, denn:
      Drucker hassen die Menschheit :hrhr:
    • Gott schrieb:

      weil sich grade im Bereich Medien alles so schnell entwickelt, diese regelmäßig überarbeiten muss.
      Interessanter Ansatz. Ich denke aber die Merkmale sind die gleichen, nur dass sich jeweils das kriterium, nach dem entschieden wird ändert. Sprich, die Nutzer werden süchtig nach anderen Sachen sein, mit den gleichen Merkmalen, und von Medien lediglich abhängig. Abhängig aber nicht aus Eigenverlangen sondern weil die Gesellschaft viele Sachen nur noch darüber möglich machen wird - denk ich.

      Mein Gott. Gedanken in Worte zu fassen is echt schwierig teilweise xD
      Quajjutsu [♥] Shiyu

      ein Bonus
      mehrere Boni, TianyLu ♥

      badidol schrieb:

      Man könnte sich mit Arroganz und Sarkasmus auch mal zurückhalten, stünde manch einem hier gut zu Gesicht.
    • Mein Nachbarr ist spielsüchtig.
      Sitzt jeden Tag zu Hause mit Kopfhörern am dadeln und schreit wie bescheuert. Ich dachte erst da ist einer psychisch krank, bis seiner Mutter mich aufgeklärt hat.
      Und der ist 23 Jahre alt. Keine Freunde, keine Freundin. Ich schätze der spielt 14-15 Stunden pro Tag. Voll krank.

      Und mein Kollege(Azubi) auf der Arbeit war auch zwei Tage verschwunden, bis er von seiner Mutter zu Hause voll verwarlost beim daddeln gefunden wurde. Der ist auch öffter zur Arbeit voll dreckig und am stinken gekommen, keiner wollte mit ihm zusammen arbeiten. Einmal wurde der vom Meister in die Dusche geschickt. Wir haben uns bis zum Tode gelacht.
    • Helikopter schrieb:

      Mein Nachbarr ist spielsüchtig.
      Sitzt jeden Tag zu Hause mit Kopfhörern am dadeln und schreit wie bescheuert. Ich dachte erst da ist einer psychisch krank, bis seiner Mutter mich aufgeklärt hat.
      Und der ist 23 Jahre alt. Keine Freunde, keine Freundin. Ich schätze der spielt 14-15 Stunden pro Tag. Voll krank.

      Und mein Kollege(Azubi) auf der Arbeit war auch zwei Tage verschwunden, bis er von seiner Mutter zu Hause voll verwarlost beim daddeln gefunden wurde. Der ist auch öffter zur Arbeit voll dreckig und am stinken gekommen, keiner wollte mit ihm zusammen arbeiten. Einmal wurde der vom Meister in die Dusche geschickt. Wir haben uns bis zum Tode gelacht.
      Hier haben wir auch ein gutes Beispiel für eines der Hauptprobleme bezg. dieses Themas. Internet bzw. Computersucht wird kaum als ernsthafte Erkrankung/Sucht empfunden, nein, wie du es sogar beschreibst wird darüber gelacht. Tatsächlich ist eine Therapie davon aber in der Regel schwerer als eine Alkoholtherapie und sollte auch dementsprechend ernst genommen werden - Lachen ist da definitiv keine Lösung. Noch ist das Thema nicht in der Gesellschaft angekommen worden - bzw. nur unzureichend.
    • Gott schrieb:

      Gefühlt ist jeder, mit dem ich online ein Spiel in irgendeiner Art spiele laut Suchtmerkmalen süchtig, das schließt mich nicht aus.

      Spannender finde ich die Frage, ob diese Suchtmerkmale in unserer Zeit überhaupt noch fassen, oder ob man, weil sich grade im Bereich Medien alles so schnell entwickelt, diese regelmäßig überarbeiten muss. Wenn ich etwas weiter denke, so wird in 50 Jahren mmn. kaum noch jemand nicht süchtig sein(bezogen auf Medien à la Pc, Handy, Konsole usw.).
      Sehe ich ähnlich. Ich würde mich selbst nicht als süchtig bezeichnen, weil ich bewusst nur dann ein Game spiele, wenn ich es eben spielen will und nicht weil ich innerlich gezwungen werde ein Game zu spielen. Auch zeige ich keinerlei Entzugserscheinungen oder ähnliches, wenn ich über längere Zeit überhaupt nichts zocke und trotzdem werde ich wohl aus Sicht von aussen als süchtig bezeichnet, weil ich wie es nach aussen so aussieht als würde ich zwanghaft zocken und könnte nicht ohne.

      Ich konnte noch nie was damit anfangen, mich mit Leuten zu treffen und dort einfach nur dumm rumzusitzen und über sinnloses Zeug zu labern. Da wird mir kurz gesagt innert kürzester Zeit extrem langweilig und meine Interessen decken diese Small-Talk Unterhaltungen und dieses Stammtischgelaber halt ohnehin nicht. Da greife ich halt lieber zu einem Game, Buch oder Film und unterhalte mit nebenbei via Chat mit Leuten die zumindest ansatzweise die selben Interessen verfolgen. Auch mache ich halt immer mehrere Dinge parallel, was man bei solchen Treffen auch kaum machen kann. Ich fühle mich ja auch an Convention die ich immer wieder besuche nie zu 100% wohl, weiss aber dass da Leute sind mit ähnlichen Interessen und kann mich so auch ein wenig dafür begeistern. Trotzdem brauche ich danach immer recht viel Zeit um mich davon wieder zu erholen, was ich bei anderen so noch nicht beobachtet habe.

      Stört mich dann weniger, dass ich dann für die als irgendwie süchtig wahrgenommen werde, weil ich für meinen Teil mir durchaus bewusst bin, dass ich mich dafür entschieden habe, meine Freizeit so zu verbringen wie ich sie nun mal verbringe und damit klar komme.

      Kurz gesagt, frage ich mich schon länger ab, wann denn eine Sucht wirklich als solche gilt. Meiner Meinung nach erst, wenn man daran wirklich leidet und überhaupt nicht mehr klar kommt, was bei mir bislang überhaupt nicht zu trifft.
      Warum fällst du mit der Masse in die Schlucht, wenn du doch die Brücke siehst?

    • Ich glaube und das ist eine sehr gewagte Behauptung, dass Metin mich süchtig nach Multitasking gemacht hat. Mag sein, dass ich dafür schon immer eine Veranlagung gehabt habe, aber mir macht es Freude 10 Clienten gleichzeitig zu managen, dabei meine Uniarbeiten zu schreiben und Streams zu gucken, nebenbei bissl Whatsappen. Wie genau man zu sowas kommt weiß ich nicht, aber einfach nur Fernsehen und sonst nichts tun macht mir nicht mehr soviel Freude.
    • Ich denke bei Games und Medien die traditionellen Suchtsymptome von weichen Drogen durchzuchecken, bringt nur in ganz extremen Beispielen eine Sucht als Diagnose hervor bzw. es ist dann wirklich viel zu krass.

      Bei mir selber schaue ich da lieber auf etwas anderes. Für mich fängt Sucht da an, bei der ich mich lieber in der Scheinwelt aufhalte als im echten Leben oder es mir irgendwie zum Rückzugsort wird, was etwas, das eigentlich nicht existiert, meiner Meinung nach nie sein darf. An die Stelle gehört zum Beispiel viele eher eine Familie. Das gilt denke ich auch nicht nur beim Zocken, sondern auch bei Büchern und Serien. Ich sage gerne, dass Leute, die viel über andere Leute lästern, wohl selber kein sonderlich interessantes Leben haben oder es ihnen vielleicht sonst auf irgendeine Art wohl scheisse geht. Ich will hier aber nicht über Leute nur wegen einer Lästerei urteilen, lästern kann ja manchmal als Ventil wirklich helfen und wenige Leute sind wirklich dauernd nur am lästern. Ich denke aber das Zocken oder Konsumieren von Serien und Büchern kann ganz ähnlich sein. Manchmal ist das Leben scheisse zu einem und man zockt dann lieber oder zieht sich die nächste Staffel rein und es ist wie eine Zigarette, die man nimmt weil man gefrustet oder genervt ist. Oder man lernt ein nettes Mädchen kennen und alles ist schön, denkt sich aber trotzdem irgendwo im Hinterkopf, wenn das kaputt geht habe ich ja noch das Zocken und die Medien bzw. meine Scheinwelt und spätestens dann erkennt man, wie es tatsächlich zu einem schlechten Rückzugsort geworden ist. Oder auch wie ähnlich das eigene Spielverhalten dem "lästern danach" mit Freunden und Freundinnen sein kann, bei dem ja genau ebenfalls öfter eine Scheinwelt aufgebaut wird. Mit den ganzen Möglichkeiten sich über Teamspeak usw zu vernetzen, kann das denke ich sogar beides zusammen verschmelzen. Naja, just my vielleicht etwas wirren 2 Cents zum zocken. :grauwink:

      Ich denke es bringt auch nicht viel, wenn man aufhört zu zocken um dann an der Stelle irgendetwas anderes aus einem viereckigen Medium zu konsumieren und sich damit dann noch gegen die Sucht erfolgreich vorzukommen. Medien haben einen Platz in unserem Leben, aber wenn wir unsere Zeit fast auschliesslich irgendwie in ihnen verbringen, dann stimmt etwas nicht.

      Ein anderer Aspekt ist sicherlich auch der Freundeskreis. Ich habe viele Freunde im Internet und das ist ja nichts Schlechtes, jedoch müssten sie wirklich eine ganze Weile reisen um im Zweifelsfall wirklich da zu sein. Ich habe aber auch gute Freunde im echten Leben, die auch wirklich auftauchen beim umziehen oder im Krankenhaus, für die ich wirklich sehr dankbar bin. Ich denke auch, dass jemand der im Internet einen riesen Haufen Freunde machen kann, das auch im echten Leben kann und will manche hier gerne dazu ermutigen, die sich vielleicht angesprochen fühlen.

      DosP schrieb:

      Gedanken in Worte zu fassen is echt schwierig teilweise xD
      Denke ich auch gerade. :graurolleyes:
    • Spiele süchtig war ich glaube ich nie. Wusste immer wieviel gut ist und wann es reicht. Aktiv in Metin was machen geht bei mir eh max. 2 Stunden danach bin ich genervt oder gelangweilt oder brauch was zu essen ;D
      Ich denke man muss der Typ Mensch sein, der sich in soetwas richtig reinsteigern oder auch verlieren kann. Einerseits eine coole Eigenschaft wenn man soviel Ergeiz für etwas aufbringen kann, andererseits hald auch negativ wenns echt zuviel wird.

      Dafür komplett Internet abhängig. Bei uns hat 2x n Blitz eingeschlagen in die Leitung dann wars tot. Wenn man arbeitet ists nicht so schlimm, aber wenn man frei hat.. totale Katastrophe. Da fängt man aufeinmal an den Keller aufzuräumen.. Möbelstücke herumzuschieben.. n Buch lesen..... :graueek:
      Muss sagen wenn ich kein Internet hätte, hätte ich sehr viel mehr RL Freunde oder würd mich regelmässig mit Leuten treffen aber so mit Internet... Just why :graucrazy:
      :graubigsmile: