Spiele und Sucht

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    • TodesKeks schrieb:

      Muss sagen wenn ich kein Internet hätte, hätte ich sehr viel mehr RL Freunde oder würd mich regelmässig mit Leuten treffen aber so mit Internet... Just why
      Tatsächlich sind so Standardtage wie Geburtstage, gelegentlich abends weggehen oder Weihnachten, Silvester etc. halt eh immer da, aber so utner er Woche abends was machen..? Eigentlich nur , wenn da zufällig n cooles Konzert oder so in der Nähe ist. Oft rausgehen tu ich tatsächlich nicht. Wenn aber jemand wirklich fragt, ob ich lust hab was zu machen, dann stell ich zu 95% das Internet hinten an, es sei denn ich muss grad ein Turnier spielen oder habe irgendwem versprochen :"dann und dann machen wir was", beispiel Jotun oder so. 4 Leute warten und ich komm nicht - nope, sowas fänd ich bescheuert :p
      Quajjutsu [♥] Shiyu
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      mehrere Boni, TianyLu ♥


    • Vielleicht wiederhole ich ja einiges.. aber dennoch.

      Vorweg, ich finde man kann die normalen Symptome einer "Sucht" nicht 1:1 auf eine Sucht im Bereich "Spiele" bzw. "Medien" übertragen. Einfach weil sich z.B. eine Alkohol bzw. Drogen Sucht ganz anders gestaltet als dies der Fall im Bereich Spiele ist.

      Darüber hinaus sollte man definieren was für einen als "süchtig" gilt. Lange Aufenthalte in z.B. Metin während man in der Lage ist einer normalen Beschäftigung (Arbeit) nach zu gehen empfinde ich persönlich nicht als "süchtig". Genauso würde ich Menschen nicht als süchtig bezeichnen, welche sich gerne in einer "Online Welt" aufhalten und diese zum "Kopf ausschalten" nutzen. Spieler welche bevorzugt andere Spieler beleidigen bzw. ihnen das Spiel Erlebnis versauen würde ich auch nicht als "süchtig" bezeichnen. Für mich hat jede dieser Erscheinungen andere "Probleme" zur Grundlage.

      Dem einen mag langweilig sein, der andere versucht Aufmerksamkeit zu erhalten, vielleicht weil sie ihm von Seiten seiner Eltern/Freunde nicht gegeben wird. Während der andere in eine Spiele Welt abtauchen möchte, weil er mit seinem Leben nicht zufrieden ist. Eben weil jede dieser Verhaltensweisen aufgrund einer anderen Problematik gelebt wird, ist es (mMn.) äußerst schwierig eine "allgemein gültige" Aussage im Bezug auf Sucht in Online Spielen zu treffen.

      Für mich persönlich nimmt das "süchtige Verhältnisse" an, wenn man seinen kompletten Alltag nach dem Spiel richtet. Sich in der Schule/Arbeit krank meldet um spielen zu können anstatt arbeiten zu gehen. Freunde vernachlässigt bzw. Treffen absagt um am Abend mehr Zeit zum "zocken" zu haben und nicht bereit ist seine Freizeit für soziale Kontakte zu opfern. Große Mengen an Geld, welche man in ein Spiel steckt sind für MICH auch nicht zwingend ein Indikator für eine "Sucht".

      Ich würde sagen für viele ist Metin teilweise wie eine Art "Virus" auf der "Festplatte" gewesen. Welchen man, insofern die Selbstwahrnehmung vorhanden ist, eigenständig entfernen kann oder es soweit kommt das Außenstehende einen darauf hinweisen.
      - don't be offended by me.

      einzig wahre fLasche™

      Talisman - Talismänner, DosP
    • Kreptan schrieb:

      Natürlich braucht der Main Charakter von Metin viel Zeit und Liebe, so ist es nunmal aufgebaut.
      Ebenso kann man, statt sich auf einen "Main char" zu konzentrieren - das Bedürfnis haben, eine Klasse nach der anderen zu spielen und bis zu einem gewissen Level zu bringen. Oder für jeden Zweck einen eigenen Char. Das Spiel war mal deutlich freier in den Möglichkeiten, gespielt zu werden. Und ich bin mir sicher, dass ich keinerlei Anzeichen einer "Sucht" entwickelt hätte, wenn das Spiel 2007/8 schon so rübergekommen wäre wie heute. Nunja... vernünftig betrachtet einfach nur ein Problem weniger.

      Ansonsten gibt es keine klare Definition von "Sucht", mit der jeder einverstanden wäre. Wie mit dem Streit um das "Feierabendbier", dass der Eine bei täglicher Einnahme bereits als "Sucht" bezeichnet, der Andere als unerhebliche Menge. Definitionen zu "Sucht" gibt es sicher viele. Einer hat sie aufgestellt und eine größere Anhängerschaft stimmt ihr zu. Aber ob sie rein dadurch allgemeingültig sein soll.. ich glaube nicht.

      Übrigens scheint es mir etwas weit hergeholt, sich als "süchtig" zu bezeichnen, weil man mal abends noch einen "Run" macht und es deshalb etwas später wird. Das kann auch mal bei einem TV-Film passieren, damit ist man längst nicht süchtig.
      Aber ich denke, dass viele noch den Unterschied kennen von den ersten 4 Metin2.de - Servern... als sich selbst auf Arbeit oder in der Schule so mancher Gedanke um das Spiel drehte und wie man wo farmt oder was auch immer, um was auch immer am Markt noch kaufen zu können. Oder eben anderweitig sich mehr als drauf freute, wieder einloggen zu können. Das ist für mich ein entscheidender Faktor zur Sucht... bei täglichen Aufgaben öfter in Gedanken beim Spiel zu sein. Aber ich denke mal, dass das Spiel inzwischen so monoton geworden ist, dass das den Wenigsten noch so geht. Ein Nachteil für das Überleben des Spiels, eine Chance für die Spieler wegzukommen von der "Sucht". Wobei selbst die, die zwar nicht loslassen wollen, aber dennoch relativ wenig Zeit aktiv im Spiel verbringen... nicht mehr "süchtig" zu nennen wären.
      _______
      Was erwartet der Spieler von "Free to play"? Geld ausgeben freiwillig, in fairem Maße Vorankommen auch ohne bei entsprechendem Zeitinvestment. Dabei noch Spielspaß in einem rundum ansprechenden System.

      Woran erkranken die meisten "F2P-Spiele irgendwann? Am fehlenden Gleichgewicht basierend auf der "F2P-Grundregel":

      Je gieriger die Betreiber, desto geiziger die Spieler. --> Ein offensichtlich gieriger werdender Betreiber verliert immer mehr Spieler.
    • Sucht ist ein Begriff der mich seid Jahren begleitet.

      :censored:

      Im groben und ganzem kann ich echt sagen, dass ich zwischen 14 - 17 Std am Tag vor dem Computer verbringe.

      Arbeit habe ich sausen lassen und beziehe deshalb Harz4.

      Wer mich kennt, weiß dass ich kein bullshit rede.

      Eine Therapie wurde mir mehrmals angeboten und habe diese auch immer abgelehnt.

      Aber seien wir mal ehrlich.....

      die virtuelle Welt finde ich an sich viel schöner als alles andere was draußen passiert.




      Zensiert | Whail
      Neulich Bremen - Steintor.

      .. auf Tour mit 2 Kumpels...

      ne alde: Komm machen machen 50€

      50€ pro Kopf? Neh zu Teuer, leudde wir gönnen uns lieber Welpis....

      NEIN STOP NEIN!! 50€ du du und du alle zusammen 50€....

      #TruestoryBeliveItOrLassEsSein
    • Bobbybob schrieb:

      Komm lieber PE DF 1v1 150 Alt! Soviel Zeit investiert, trotzdem nie gut gewesen! <3
      DAS hab ich zum Bleistift nur zum Spawnkillen gemacht. Außer Contu konnt ich da nix wirklich gut. Für Public hats bei den meisten gereicht, aber so intern war ich nix :D . CQC vllt. Aber auch da, Raum halten über nacht, durchzocken in den Ferien und Teilweise in der Schulzeit. Das war wirklich suchtzeit :D
      Quajjutsu [♥] Shiyu
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    • TrevorP schrieb:

      Sucht ist ein Begriff der mich seid Jahren begleitet.

      Ich konsumiere c.a 5 - 7 Std am Tag Pornografie, wie oft ich mich dazu Masturbiere, verrate ich jedoch nicht.

      Im groben und ganzem kann ich echt sagen, dass ich zwischen 14 - 17 Std am Tag vor dem Computer verbringe.

      Arbeit habe ich sausen lassen und beziehe deshalb Harz4.

      Wer mich kennt, weiß dass ich kein bullshit rede.

      Eine Therapie wurde mir mehrmals angeboten und habe diese auch immer abgelehnt.

      Aber seien wir mal ehrlich.....

      die virtuelle Welt finde ich an sich viel schöner als alles andere was draußen passiert.
      Bin ich ein schlechter Mensch, wenn ich das unfreiwillig komisch finde? :grauhexe:

      Irgendwie kann ich auch nicht deuten, ob das ernst gemeint ist oder nicht. Ist mein Sarkasmusdetektor kaputt? :grauhammer:
    • Chantii schrieb:

      TrevorP schrieb:

      Sucht ist ein Begriff der mich seid Jahren begleitet.

      Ich konsumiere c.a 5 - 7 Std am Tag Pornografie, wie oft ich mich dazu Masturbiere, verrate ich jedoch nicht.

      Im groben und ganzem kann ich echt sagen, dass ich zwischen 14 - 17 Std am Tag vor dem Computer verbringe.

      Arbeit habe ich sausen lassen und beziehe deshalb Harz4.

      Wer mich kennt, weiß dass ich kein bullshit rede.

      Eine Therapie wurde mir mehrmals angeboten und habe diese auch immer abgelehnt.

      Aber seien wir mal ehrlich.....

      die virtuelle Welt finde ich an sich viel schöner als alles andere was draußen passiert.
      Bin ich ein schlechter Mensch, wenn ich das unfreiwillig komisch finde? :grauhexe:
      Irgendwie kann ich auch nicht deuten, ob das ernst gemeint ist oder nicht. Ist mein Sarkasmusdetektor kaputt? :grauhammer:
      Leider nein, der ist tatsächlich fast 24/7 in Mt2 online...

      Quellcode

      1. Kontaktaufnahme? Betet Richtung Himmel.
    • Die Wolken verdichten sich.


      Spielesucht - Von Weltgesundheitsorganisation als psychische Krankheit anerkannt


      nachzulesen:

      Gaming Addiction About To Become A Mental Disorder Officially Recognized by The World Health Organization

      oder
      Spielesucht: Laut WHO nun eine ernstzunehmende Krankheit
      oder
      WHO: Videospielsucht wird als psychische Störung anerkannt

      Online-Spiele werden auf gleiche Stufe mit Zigaretten und Alkohol gestellt.
      Wenn ein Produkt Leute krank macht, muss der Hersteller dafür haftbarr gemacht werden.
      Als logische Folge, Therapiekosten werden mit Sicherheit auf Spielebetreiber umgelegt.

      Ich denke es wird noch ein Paar Jahre dauern, aber der Grundstein dafür ist gelegt.
    • Bubas schrieb:


      Online-Spiele werden auf gleiche Stufe mit Zigaretten und Alkohol gestellt.
      Wenn ein Produkt Leute krank macht, muss der Hersteller dafür haftbarr gemacht werden.
      Als logische Folge, Therapiekosten werden mit Sicherheit auf Spielebetreiber umgelegt.

      Eh ... nö. Die Prämisse ist falsch und die Schlussfolgerung dadurch umso mehr. Videospiele sind keine Rauschmittel. Man ist nur dazu übergegangen, das Suchtverhalten eigens klar zu definieren. Was auch völlig in Ordnung ist. Wie du darauf kommst, daraus leite sich eine Haftbarkeit der Betreiber ab, verstehe ich allerdings nicht. Das ist schlichter Unsinn. Solchen Nonsens betreiben wir ja auch nicht mit den Herstellern oben genannter Produkte: aus gutem Grund.
      You may ask me thrice and I still won't tell you that an OEM rig is sufficient for your needs.


    • SilentVokativiusos schrieb:

      Eh ... nö. Die Prämisse ist falsch und die Schlussfolgerung dadurch umso mehr. Videospiele sind keine Rauschmittel. Man ist nur dazu übergegangen, das Suchtverhalten eigens klar zu definieren. Was auch völlig in Ordnung ist. Wie du darauf kommst, daraus leite sich eine Haftbarkeit der Betreiber ab, verstehe ich allerdings nicht. Das ist schlichter Unsinn. Solchen Nonsens betreiben wir ja auch nicht mit den Herstellern oben genannter Produkte: aus gutem Grund.
      Die Antworten : " ich produziere den Rauschgift nicht, ich verkaufe den nur" kennen wir alle von anderen Seiten.
      Tabakindustrie hat sich auch Jahrzehnte vor der Verantwortung gedrückt.
      Erst bedarf es an mehreren Gerichtsverfahren, bis die Verantwortliche endlich für die Folgen gerade stehen.


      PC(Online)-Spieleindustrie ist noch relativ jung und viele begleitende Erscheinungen verschwinden schneller, als die Gesetzenslage angepasst wird, aber manche entwickeln sich doch zu einem Problem.

      Ich sehe den Moment, wo die Krankenkassen sagen "jeder Onlinespielebetreiber muss "extra" Steuern zahlen, da sein Produkt gesundheitsgefährdend ist". Erst werden die Symptome von der Krankheit klar definiert, dann werden die Ursachen gesucht und dann die Verantwortlichen.


      GF funktioniert im Ramen der gültiger Rechtfassung, sobald sich die Rahmenbedinungen ändern, muss die Geschäftsstrategie angepasst werden.
      Ob Schließung oder Umzug in andere Länder spielt keine Rolle. Es wird Konsequenzen geben.
      Es wird nicht Morgen oder Übermorgen passieren, aber in der näherer Zukunft.

      Eine neue Geldquelle wird gerade erschlossen und die wird mit 100% abgeschöpft.

      Beispiel wie es in Südkorea läuft, nach dem ein Gesetz zu Bekämpfung von Spielesucht beschlossen wurde:

      Südkorea - Neues Gesetz gegen Spielsucht
      Südkorea kämpft mit grassierender Online-Gaming-Sucht


      Nur ein kleines Zitat :


      mein-mmo.de schrieb:

      Die Politik möchte die Werbemöglichkeiten der Spiele-Industrie beschränken und sie zudem dazu verpflichten, 1% ihrer Einnahmen in einen Fond zur Bekämpfung der Spielsucht zu stecken. Die Maßnahmen erinnern uns Europäer an die Auflagen gegen die Zigarettenindustrie.
      Laut einem Mitglied der demokratischen Partei Südkoreas hinderten Online-Spiele manche Menschen daran, überhaupt lebensfähig zu sein. Die Industrie müsse das akzeptieren und die Probleme anerkennen.
      Vertreter der Spieleindustrie protestieren dagegen. Sie berufen sich auf die freie Meinungsäußerung, verbitten sich eine Gängelung und betonen die Notwendigkeit, dass sich Künstler in jedem Medium, auch beim Designen von Videospielen, frei entfalten dürfen müssten.
      Die Geschiche widerholt sich.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Bubas ()

    • Bubas schrieb:

      Die Antworten : " ich produziere den Rauschgift nicht, ich verkaufe den nur" kennen wir alle von anderen Seiten.

      Bloß, dass Spiele kein Rauschmittel sind. Videospiele haben ganz grundsätzlich nicht zum Ziel, einen Menschen zu berauschen. Man kann natürlich einfach jedes Unterhaltungsmedium zum Rauschmittel umfunktionieren, aber sowas überlässt man besser Sekten.

      Bubas schrieb:

      Ich sehe den Moment, wo die Krankenkassen sagen "jeder Onlinespielebetreiber muss "extra" Steuern zahlen, da sein Produkt gesundheitsgefährdend ist". Erst werde die Symptome von der Krankheit klar definiert, dann werden die Ursachen gesucht und dann die Verantwortlichen.

      Davon ab, dass Krankenkassen keine Steuern erheben können, wäre das diffus. Man hat speziell die Tabakindustrie nach langer Zeit in die Pflicht genommen, weil Zigaretten lediglich der Berauschung dienen. Die Ursache ist übrigens einfach: Missbräuchlicher Konsum. Entwicklern und Vertreibern eine Schuld an einer Spielesucht zu geben, kommt aber an @Chantiis Beispiel heran. Das nimmt dem Individuum die Möglichkeit und Pflicht, Verantwortung für sich zu übernehmen.


      Bubas schrieb:

      GF funktioniert im Ramen der gültiger Rechtfassung, sobald sich die Rahmenbedinungen ändern, muss die Geschäftsstrategie angepasst werden. Ob Schließung oder Umzug in andere Länder spielt keine Rolle. Es wird Konsequenzen geben. Es wird nicht Morgen oder Übermorgen passieren, aber in der näherer Zukunft.

      Spätestens hier wirds dann aber doch absurd. Als wäre die Gameforge eine Casinos betreibende Briefkastenfirma. ;)
      Das Bild, das du hier von dir zeichnest, ist alles andere als positiv.


      Das Beispiel Südkorea zündet übrigens auch nicht. Es gibt deutliche gesellschaftliche Unterschiede zwischen Deutschland und Südkorea, Videospiele genießen dort auch einen anderen kulturellen Stellenwert. Was nichts daran ändert, dass man sich völliger Lächerlichkeit preisgibt, wenn man versucht, Herstellern Pflichten aufzuerlegen, weil ihre Produkte missbräuchlich konsumiert werden, ohne dass das ihr primärer Sinn wäre. Erinnert in der Form an Aufrufe zum Boykott von FP-Shootern.
      You may ask me thrice and I still won't tell you that an OEM rig is sufficient for your needs.


    • SilentVokativiusos schrieb:

      Bloß, dass Spiele kein Rauschmittel sind. Videospiele haben ganz grundsätzlich nicht zum Ziel, einen Menschen zu berauschen. Man kann natürlich einfach jedes Unterhaltungsmedium zum Rauschmittel umfunktionieren, aber sowas überlässt man besser Sekten.
      Ob Rauschmitel oder Vergnügen, ist doch egal. Spieleautomatenbetreiber zahlen Spielgerätesteuer, Casinos Kartensteuer.
      Welche "Vergnügungssteuer" zahlen Onlinespielebetreiber ?

      Tombola hier, Glücksrad da. Schwitsher hier, geringere Erfolgsrate da. Reine Spielzeit oder Realzeit.
      Suchfordernde Spielelementen werden in das Spiel angebracht.
      Und wie du selbst schreibst, nan kann natürlich einfach jedes Unterhaltungsmedium zum Rauschmittel umfunktionieren.
      Die Spieler werden süchtig danach.

      SilentVokativiusos schrieb:

      Davon ab, dass Krankenkassen keine Steuern erheben können, wäre das diffus.
      Müssen die auch nicht, aber man braucht starkes Lobby, und dann wird auch eine neue Steuerart eingeführt.
      Krankenkassen müssen nur richtig viel Ausgaben haben, damit die jemanden suchen, der die übernemen soll.

      SilentVokativiusos schrieb:

      Spätestens hier wirds dann aber doch absurd. Als wäre die Gameforge eine Casinos betreibende Briefkastenfirma.
      Zu den Casinos habe ich bereits oben geschrieben. Übrigens, die normale Casinos können genau so wie die Krankenkassen, als Lobby bei der Sache auftretten.
      Die Zeit, welche die Suchtige vor dem PC verbringen, können die auch genau so gut in Casinos verbringen, und ihr Geld dort lassen.
      Um einen potentiellen Konkurenten los zu werden, sind alle Mittel gut.


      SilentVokativiusos schrieb:

      Das Beispiel Südkorea zündet übrigens auch nicht. Es gibt deutliche gesellschaftliche Unterschiede zwischen Deutschland und Südkorea, Videospiele genießen dort auch einen anderen kulturellen Stellenwert. Was nichts daran ändert, dass man sich völliger Lächerlichkeit preisgibt, wenn man versucht, Herstellern Pflichten aufzuerlegen, weil ihre Produkte missbräuchlich konsumiert werden, ohne dass das ihr primärer Sinn wäre.
      Dann widerhole ich die Zitat:


      mein-mmo.de schrieb:

      Die Politik möchte die Werbemöglichkeiten der Spiele-Industrie
      beschränken und sie zudem dazu verpflichten, 1% ihrer Einnahmen in einen
      Fond zur Bekämpfung der Spielsucht zu stecken. Die Maßnahmen erinnern
      uns Europäer an die Auflagen gegen die Zigarettenindustrie.
      Laut einem Mitglied der demokratischen Partei Südkoreas hinderten
      Online-Spiele manche Menschen daran, überhaupt lebensfähig zu sein. Die
      Industrie müsse das akzeptieren und die Probleme anerkennen.

      Vertreter der Spieleindustrie protestieren dagegen. Sie berufen sich auf
      die freie Meinungsäußerung, verbitten sich eine Gängelung und betonen
      die Notwendigkeit, dass sich Künstler in jedem Medium, auch beim
      Designen von Videospielen, frei entfalten dürfen müssten.

      Du, als Vertreter der Spieleindustrie oder Hardwarehersteller, erwartungsgemäss protestierst und versuchst mich hier ins lächerliche zu ziehen.
      Dein Job hängt wo möglich dran, also so lange abstreiten und Profit machen wie es geht.
      Und ich verstehe die Einstellung absolut.


      Und du weisst selber, wie es in Deutschland und Gesetzen funktioniert. Es reicht nur einen Vorfall, und dann kommen die Populisten und beschliessen schnell übertriebene Gesetze. Ein medienwirksamer Fall, und dann kommen die Restriktionen, in welche Art wie auch immer.
      Ob die Spielebetreiber mit neuen Steuern belegt werden, oder jeder Spieler sich mit seinem Perso kontinuerlich ausweisen muss oder Zwangstrennung oder k.A. noch was.

      Und so wie es bei Tabak und Alkohol oder auch Glückspielen verschiedene Hindernisse gibt, wird mMn auch welche bei Onlinespielen geben.

      Das Problem wurde erkannt und kommt langsam in der Mitte der Geselschaft.
      Wie die Geselschaft mit dem Problem umgeht, werden wir in den nächsten Jahren sehen.



      Ich wünsch allen guten Rutsch ins neue Jahr, ich bin raus.
    • Bubas schrieb:

      Ob Rauschmitel oder Vergnügen, ist doch egal. Spieleautomatenbetreiber zahlen Spielgerätesteuer, Casinos Kartensteuer. Welche "Vergnügungssteuer" zahlen Onlinespielebetreiber ? Tombola hier, Glücksrad da. Schwitsher hier, geringere Erfolgsrate da. Reine Spielzeit oder Realzeit. Suchfordernde Spielelementen werden in das Spiel angebracht. Und wie du selbst schreibst, nan kann natürlich einfach jedes Unterhaltungsmedium zum Rauschmittel umfunktionieren. Die Spieler werden süchtig danach.

      Das ist mitnichten egal. Das führt zu der Frage, ob Unterhaltung generell besteuert werden müsste. Wenn man mit MMOs anfängt, breitet man das dann auf Strategiespiele aus? Oder ist beim Ponyhofsimulator 2017 eine Ausnahme zu machen? Gehen wir weiter zu Kneipen- und Brettspielen? Die Idee, Tombolas und Augmentation mit Nieten innerhalb eines Onlinespiels würden selbiges zum Glücksspiel machen, weil eine Verknüpfung zu einem System besteht, das Echtgeld in Spielwährung umwandelt, ist genauso absurd wie oft vorgebracht. Dazu mal das System eine viel größere Hemmschwelle implementiert.

      Bubas schrieb:

      Müssen die auch nicht, aber man braucht starkes Lobby, und dann wird auch eine neue Steuerart eingeführt. Krankenkassen müssen nur richtig viel Ausgaben haben, damit die jemanden suchen, der die übernemen soll.

      Es wäre für Krankenkassen kontraproduktiv, wenn sie Lobbyarbeit für andere Abgaben leisteten. Es steht ihnen in ausreichendem Maße frei, die AN-Beitragssätze so zu erhöhen, dass weitaus größere Posten gedeckt werden können. Förderfähige Leistungen für Randgruppen müssen Krankenkassen nicht fürchten.

      Bubas schrieb:

      Zu den Casinos habe ich bereits oben geschrieben. Übrigens, die normale Casinos können genau so wie die Krankenkassen, als Lobby bei der Sache auftretten.
      Die Zeit, welche die Suchtige vor dem PC verbringen, können die auch
      genau so gut in Casinos verbringen, und ihr Geld dort lassen.
      Um einen potentiellen Konkurenten los zu werden, sind alle Mittel gut.

      Bloß, dass MMOs nicht in Konkurrenz zu Casinos stehen. Dieses vermeintliche Buhlen um Kunden ist konstruiert.

      Bubas schrieb:

      Du, als Vertreter der Spieleindustrie oder Hardwarehersteller, erwartungsgemäss protestierst und versuchst mich hier ins lächerliche zu ziehen. Dein Job hängt wo möglich dran, also so lange abstreiten und Profit machen wie es geht. Und ich verstehe die Einstellung absolut.

      Der Absatz hat dann aber auch alles getoppt. Mit der Spieleindustrie habe ich beruflich gar nichts am Hut, meine Domäne ist, was gemeinhin als 'Supercomputer' bezeichnet wird. Entsprechend habe ich hier auch keine Interessen, die es zu verteidigen gälte (Hardwarehersteller übrigens auch nicht). Darum muss ich dich auch nicht ins Lächerliche ziehen, das tust du mit solchen Aussagen wunderbar selbst. Es geht mir darum, dass es nicht nur eine hanebüchene Forderung ist, den Vertrieb von Videospielen zu kriminalisieren, sondern auch nicht auf dem Boden unseres Gesetzes steht.

      Man kann übrigens in Deutschland nur in äußerst stark reglementierten Situationen "schnell" Gesetze erlassen. Da ändern auch Populisten nichts dran, obwohl die neuerdings 14% Festmasse im Bundestag haben. Dazu einfach mal den deutschen Gesetzgebungsprozess nachlesen. Es macht schon einen Unterschied, ob etwas nur öffentlich gefordert wird oder auch tatsächlich in Gesetzesform gegossen wird.

      Suchterkrankten kann man prima helfen, ohne eine Industrie zu reglementieren. Umso mehr, wenn die Reglementierung zur Suchtbekämpfung gar nicht brauchbar ist.
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    • Südkorea ist bezüglich Technologie. in vielen Bereichen, ein absoluter Vorreiter und die Probleme dort sind schlichtweg nicht nur kulturell begründet. Ihre heutigen Probleme mit Computerspielen, oder auch Schönheitsidealen, sind unsere Probleme von morgen.

      Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass Computerspiele, und auch McDonalds, verherrende Auswirkung auf die Lebensqualität eines Menschen haben kann und mir scheint es schlichtweg hartherzig, wenn jeder nur für sich selber in der Verantwortung und Pflicht steht und jeder, der dies nicht kann oder konnte, als unzulänglich in dieser Sache abgetan wird.

      Ich denke der Mensch hat die Pflicht zu seinen Mitmenschen zu schauen. Ob das politisch immer wasserdicht geschieht, ist dann eine andere Frage. Im Falle Südkoreas steht die Meinung, dass sich Künstler in jedem Medium, auch beim
      Designen von Videospielen, frei entfalten dürfen müssten und somit Spiele mit massivem Sucht-Potential bauen zu dürfen, der Verantwortung zu seinen Mitmenschen zu schauen gegenüber. Für mich hat die Pflicht gegenüber einander einen wesentlich höheren Stellenwert als freie Entfaltung von Computerspielen und somit politisch absolut Vorrang.
      ~Von meinem iPhone gesendet.~ :keks:
    • Südkorea ist, was die Selbstmordrate angeht, mit Japan ziemlich weit an der Spitze. Das mag an Stellen bestimmt auch etwas mit Spiele Sucht zu tun haben, der Hauptgrund hierfür sind aber meistens kulturelle Probleme. Verfehlte Erwartungshaltungen, enttäuschen der Familie oder der Verlust des "Respekts" sind da nur einige Punkte die ich durch Freunde oder Bekannte mitbekommen habe. Der Leistungsdruck in Südkorea/Japan ist einfach deutlich extremer als im Vergleich zu Deutschland.

      Der Aussage "Ihre heutigen Probleme mit Computerspielen, oder auch Schönheitsidealen, sind unsere Probleme von morgen." kann so nicht ganz zustimmen. Einfach weil sich Deutschland und Südkorea sowie Japan doch gravierend unterscheiden, was Kultur, Spiel Wesen oder z.B. Schönheitsideale angeht. Ich denke nicht, dass es die Probleme süd koreanischen Probleme im Bezug auf die Kultur oder die Schönheitsideale hier nach Deutschland schaffen werden. Bezogen auf die Spiele allerdings könnte das durchaus irgendwann passieren, dafür muss sich der Markt doch aber einem sehr starken Wandel unterziehen, wenn man sich die beliebten Genres drüben einmal genauer anschaut.
      - don't be offended by me.

      einzig wahre fLasche™

      Talisman - Talismänner, DosP
    • Probleme mit Computerspielen und auch Selbstwertprobleme bezüglich Schönheitsidealen, und auch andere Probleme dort, sind meiner Meinung nach wirklich nicht nur kulturell bedingt und sind auch bei uns im Westen bereits vorhanden, auch wenn nicht in einem solchen Ausmass. Dafür muss man eigentlich nur einen Blick nach Kalifornien mit Hollywood und Silicon Valley werfen. Da ich zumindest zur Hälfte Asiate bin und auch schon kurze Zeit lang wohnte, kann ich das denke ich bezüglich Kultur beurteilen.

      Da ich in der Schweiz lebe, kann ich Deutschland recht wenig einschätzen. Der kulturell bedingte schulische Leistungsdruck ist aber tatsächlich etwas, dass sicherlich nicht ein Problem von morgen werden wird.
      ~Von meinem iPhone gesendet.~ :keks: