Spiele und Sucht

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    • SilentVokativiusos schrieb:

      Es geht mir darum, dass es nicht nur eine hanebüchene Forderung ist, den Vertrieb von Videospielen zu kriminalisieren, sondern auch nicht auf dem Boden unseres Gesetzes steht.
      Ich sehe den Vertrieb und Spieleentwicklung, als die Ursachen von dem Suchtproblem, also müssen die auch ins Boot geholt werden, bei dem Problembeseitigung.

      Wenn Spiele in gesunden Maßen konsumiert werden, gibts auch kein Problem, aber wenn Spielebetreiber und Entwickler mehr und mehr suchtfördernde Spielelemente einbauen, dann müssen die dafür auch zur Verantwortung gezogen werden.
      Egal wie man es dreht, Spieleentwickler und Spilebetreiber sind ein Teil von dem Problem.

      Am 28.12.2017 um ca.1115 auf 1Live lief die Sendung, wo die Thema angesprochen wurde, und sogar die Rechtsanwäle sagen schon, dass Handel mit den Items zu einem Glückspiel mutiert ist.

      Onlinespiele haben in meinen Augen gleiche Gefahren wie Tabak und Alkohol oder Drogen oder Glückspielen.
      Und wenn Wodkahersteller sagt, es ist nicht mein Problem, dass die Leute zuviel saufen, dann ist es die Aufgabe von Politik, den Riegel vorzuschieben, damit es weniger konsumiert wird.
      So wie es mit den Drogen und Zigaretten und dem Glücksspiel passiert ist.
    • Ich halte Spielsucht auch durchaus für ein großes Problem, auch in Metin2. Denn ich denke nicht, dass nur die investierte Zeit auf Sucht hindeuted, sondern in P2W Spielen wie Metin2 vor allem auch das Geld.
      Ich selber würde mich ebenfalls als Süchtig bezeichnen und kenne ehrlich gesagt wenig 105+ Spieler die man nicht so bezeichnen kann. Denn was auf mich, sowie auf viele mit denen ich das Spiel zusammen Spiele offensichtlich süchtig wirkt, ist der Wille besser zu sein als die anderen und wenn ich mir da angucke, dass ich dafür ca 2500-3000€ im jahr ausgebe ist das schon irgendwo "krank" und deutet für mich auf eine Sucht hin. Und ich glaube, dass ich mit der Summe von 2500€ im Jahr nicht mal vorne bei den shoppern mit dabei bin. Für mich direkt ist es jetzt kein Problem, da es mir an dem Geld dazu nicht mangelt. Allerdings bekomme ich bei anderen dies auch ganz anders mit. Wo Geld zu Hause dringend benötigt wird, aber trotzdem in Metin fließt. Weshalb ich finde, dass es schon ein ernst zu nehmendes Thema ist, da man sich durch diese Sucht leicht sein Privatleben versauen kann. Auch habe ich z.B. etliche Beziehungen erlebt, welche durch zu viel Zeit oder Geld, welches der Partner in Metin investiert in die Brüche gingen.
    • Hier springen einige für meinen Geschmack deutlich zu schnell auf diese "ist-" oder "bist süchtig" Schiene auf. Viel Spielzeit in einem Spiel bedeutet nicht gleich eine Spielsucht. Ein Level 105er war damals auch nicht Spielsüchtig nur weil er das max. Level erreicht hatte. Wenn ich 1500 Spielstunden in Call of Duty habe, heißt das nicht automatisch das ich süchtig bin, sondern das ich das Spiel gerne spiele und es in meiner Freizeit womöglich das Spiel ist welches ich am regelmäßigsten über einen gewissen Zeitraum spiele.

      Spielsucht definiert sich nicht nur an der reinen Spielzeit, denn diese ist gemessen daran über welchen Zeitraum sie gesammelt wird oftmals gar nicht "so wild". Andere Faktoren deuten da eher auf eine "Sucht" hin, z.B. die Bereitschaft sein komplettes soziales Umfeld zu vernachlässigen um nochmal 1-2 Stunden weiter spielen zu können. Die Ausrichtung des Alltages nur nach einem Spiel oÄ. aber definitiv nicht nur einfach stumpf die Zeit.

      Demnach wäre ich seit ich meinen Game Boy Color hatte süchtig nach Pokemon gewesen weil ich jeden Tag 20 Minuten spielen durfte. Das waren über die 2 Jahre die ich das Spiel aktiv gespielt habe 14.600 Spiel Minuten. Dabei habe ich als Kind einfach nur das Spiel aufregend gefunden und es gern gespielt, kam aber mein Kollege mitm Fußball um die Ecke lag der Gameboy in der Ecke.

      Auch ausgegebenes Geld als "krank" zu bezeichnen grenz schon an eine Beleidigung wenn man es eng sieht. Nur weil du nicht nachvollziehen kannst warum ein anderer Spieler so viel Geld in ein virtuelles Spiel steckt ist das noch lange nicht "krank". Du musst es nicht nachvollziehen können, akzeptieren das andere Menschen andere Einstellungen zu dem Thema haben dürfen, musst du aber.

      Ich kann auch nicht nachvollziehen wie Kollegen von mir 20.000€ in ein Auto stecken um es tiefer zu legen, leuchten lassen &&& - dennoch lasse ich ihnen ihr Hobby und bezeichne sie nicht als "krank".


      Bubas schrieb:

      Ich sehe den Vertrieb und Spieleentwicklung, als die Ursachen von dem Suchtproblem, also müssen die auch ins Boot geholt werden, bei dem Problembeseitigung.

      Wenn Spiele in gesunden Maßen konsumiert werden, gibts auch kein Problem, aber wenn Spielebetreiber und Entwickler mehr und mehr suchtfördernde Spielelemente einbauen, dann müssen die dafür auch zur Verantwortung gezogen werden.
      Egal wie man es dreht, Spieleentwickler und Spilebetreiber sind ein Teil von dem Problem.

      Am 28.12.2017 um ca.1115 auf 1Live lief die Sendung, wo die Thema angesprochen wurde, und sogar die Rechtsanwäle sagen schon, dass Handel mit den Items zu einem Glückspiel mutiert ist.

      Onlinespiele haben in meinen Augen gleiche Gefahren wie Tabak und Alkohol oder Drogen oder Glückspielen.
      Und wenn Wodkahersteller sagt, es ist nicht mein Problem, dass die Leute zuviel saufen, dann ist es die Aufgabe von Politik, den Riegel vorzuschieben, damit es weniger konsumiert wird.
      So wie es mit den Drogen und Zigaretten und dem Glücksspiel passiert ist.
      Ist klar das Rechtsanwälte das so nennen. Man siehe sich ja nur einmal diesen Markt an. Viele wissen bis heute nicht damit umzugehen. Also benutzt man eben altbewährte Ausdrücke und wendet sie auf neue Themen Gebiete an weil man sich mit der Thematik nicht auskennt oder nicht damit umzugehen weiß. Auch wenn diese Begriffe, Kriterien und Merkmale für diese neue Thematik absolut nicht zutreffend sind.

      Zu aller erst sind einmal die Eltern und auch NUR die Eltern dafür zuständig ihr Kind während solch einer Entwicklung zu beobachten (zumindest bis zum 18ten Lebensjahr) anschließend das Kind/der Erwachsene selbst. Da muss nicht der Staat eingeschaltet werden oder andere Regeln aufgestellt werden. Die existierenden sind gut genug. Du kannst gewisse Spiele erst mit einem bestimmten Alter kaufen, da fließt die FSK und damit die Kontrolle durch die Eltern mit rein, alles darüber obliegt der Kontrolle durch den Erwachsenen selbst (18+).
      - don't be offended by me.

      einzig wahre fLasche™

      Talisman - Talismänner, DosP

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von TianyLu ()

    • TianyLu schrieb:

      Viel Spielzeit in einem Spiel bedeutet nicht gleich eine Spielsucht. Ein Level 105er war damals auch nicht Spielsüchtig nur weil er das max. Level erreicht hatte. Wenn ich 1500 Spielstunden in Call of Duty habe, heißt das nicht automatisch das ich süchtig bin, sondern das ich das Spiel gerne spiele und es in meiner Freizeit womöglich das Spiel ist welches ich am regelmäßigsten über einen gewissen Zeitraum spiele.
      Doch, solche Spielzeiten deuten definitiv auf eine Sucht hin. Auch wenn es der Zocker gerne als "Hobby" bezeichnet und damit zu relativieren versucht... spätestens da wo an vielen Stellen Familie, Freunde und allgemein "Real Life" zu kurz kommen, gibt es keine Ausreden. 1500 Stunden+ passen nicht in ein normales Familienleben. Wenn die Frau nicht dieselbe Einstellung zur Zockerei teilt, dann sind Schwierigkeiten vorprogrammiert.
      Es gibt genügend Raucher, die sich selbst keine Sucht eingestehen, einige bezeichnen es auch als "Hobby". Dabei hat die Zigarette längst der Herr. Wer nicht mal paar Wochen ohne Computerspiele auskommen kann und einen täglichen inneren Drang zu seinem "Hobby" verspürt, ist süchtig danach. Ob Hobby oder Sucht ist sowieso egal. Jedes Hobby kann für den Rest der Umwelt nervig werden, wenn es den Betroffenen so stark bestimmt, dass andere Dinge zu kurz kommen.
      _______
      Was erwartet der Spieler von "Free to play"? Geld ausgeben freiwillig, in fairem Maße Vorankommen auch ohne bei entsprechendem Zeitinvestment. Dabei noch Spielspaß in einem rundum ansprechenden System.

      Woran erkranken die meisten "F2P-Spiele irgendwann? Am fehlenden Gleichgewicht basierend auf der "F2P-Grundregel":

      Je gieriger die Betreiber, desto geiziger die Spieler. --> Ein offensichtlich gieriger werdender Betreiber verliert immer mehr Spieler.
    • WunRo schrieb:

      Doch, solche Spielzeiten deuten definitiv auf eine Sucht hin. Auch wenn es der Zocker gerne als "Hobby" bezeichnet und damit zu relativieren versucht... spätestens da wo an vielen Stellen Familie, Freunde und allgemein "Real Life" zu kurz kommen, gibt es keine Ausreden. 1500 Stunden+ passen nicht in ein normales Familienleben. Wenn die Frau nicht dieselbe Einstellung zur Zockerei teilt, dann sind Schwierigkeiten vorprogrammiert.
      Es gibt genügend Raucher, die sich selbst keine Sucht eingestehen, einige bezeichnen es auch als "Hobby". Dabei hat die Zigarette längst der Herr. Wer nicht mal paar Wochen ohne Computerspiele auskommen kann und einen täglichen inneren Drang zu seinem "Hobby" verspürt, ist süchtig danach. Ob Hobby oder Sucht ist sowieso egal. Jedes Hobby kann für den Rest der Umwelt nervig werden, wenn es den Betroffenen so stark bestimmt, dass andere Dinge zu kurz kommen.

      Blödsinn WunRo, wirklich Blödsinn. 1500 Stunden mag viel klingen, ist aber wenn man es auf Zeitraum X berechnet nicht unbedingt schlimm. Auch hier beziehst du das mit dem Familien Leben wieder auf DEINE Vorstellungen davon. Was ist denn "zu kurz kommen" ? Ich habe genug Freunde die über einen Zeitraum von 2-4 Jahren Spielzeiten in dem Zeitraum angesammelt haben und das lediglich durch spielen unter der Woche nachdem sie von der Arbeit kamen und ihre Kinder ins Bett gebracht hatten bzw. am Abend eben "mal" Zeit hatten. Ohne Angabe eines Zeitraumes kannst du 1500 Stunden nicht so einfach als "Sucht" abstempeln.
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      einzig wahre fLasche™

      Talisman - Talismänner, DosP
    • TianyLu schrieb:

      1500 Stunden mag viel klingen, ist aber wenn man es auf Zeitraum X berechnet nicht unbedingt schlimm. Auch hier beziehst du das mit dem Familien Leben wieder auf DEINE Vorstellungen davon.
      Wie viel ist denn "Zeitraum X"? 1 Stunde am Tag entspräche knapp 5 Jahren. Es geht auch nicht um "Vorstellung oder Einstellung". Ob Deine Vorstellung im Endeffekt zu Deiner Situation passt, wirst Du irgendwann durch andere erfahren. Durch die, die um dich herum existieren. So mancher dachte, er hätte nur ein Hobby und hat am Ende sein Familienleben verloren. Es muss nicht immer Alkohol sein.
      _______
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    • WunRo schrieb:

      Wie viel ist denn "Zeitraum X"? 1 Stunde am Tag entspräche knapp 5 Jahren. Es geht auch nicht um "Vorstellung oder Einstellung". Ob Deine Vorstellung im Endeffekt zu Deiner Situation passt, wirst Du irgendwann durch andere erfahren. Durch die, die um dich herum existieren. So mancher dachte, er hätte nur ein Hobby und hat am Ende sein Familienleben verloren. Es muss nicht immer Alkohol sein.
      Das was du erfährst ist dann aber immer nur ob sie dein Hobby nachvollziehen können oder nicht. Das macht es nicht gleich "schlecht" oder "falsch". Das ist ja das schöne bei so etwas wie einem Hobby. Jeder kann das für sich selbst festlegen und jeder kann das machen, was ihm Spaß bereitet ohne das ein anderer ihm da reinpfuschen kann und ihm sagt "das ist falsch".

      Nimmt das ganze Ausmaße an, welche die normalen alltäglichen Pflichten vernachlässigen, eben z.B. das Kind bzw. die Familie/Frau (auch wenn ich das in meinem Beispiel nicht als Rahmenbedingungen angegeben habe), kann man von einer Beeinträchtigung reden aber auch nicht automatisch von einer Sucht. Eine Sucht wurde, auf andere Dinge bezogen nicht nur ausschließlich darüber definiert ob ich andere Dinge vernachlässige. Selbst wenn gilt am Ende des Tages aber immer noch das wir hier von Computer Spielen reden und die Symptome etc. hier komplett anders sind als bei einer Sucht wie z.B. dem übermäßigen Alkohol Konsum oder dem Rauchen von Gras z.B.

      1500 Stunden alleine, sind KEINE zuverlässige Auskunft darüber ob jemand nun "süchtig" ist oder nicht. Dazu bedarf es eines Zeitraumes in welchem diese 1500 Stunden geloggt wurden und auch dann lässt sich dadurch maximal darauf schließen, dass der Spieler wohl zu viel Freizeit in einem Spiel versenkt hat (warum auch immer).
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      Talisman - Talismänner, DosP
    • TianyLu schrieb:

      Nimmt das ganze Ausmaße an, welche die normalen alltäglichen Pflichten vernachlässigen, eben z.B. das Kind bzw. die Familie/Frau (auch wenn ich das in meinem Beispiel nicht als Rahmenbedingungen angegeben habe), kann man von einer Beeinträchtigung reden aber auch nicht automatisch von einer Sucht.
      Irgendwie drängt sich ja der Gedanke auf, dass Du da irgendwo ein persönliches Problem damit hast. Sonst würdest Du nicht so intensiv die Spielerei verteidigen und eine möglichst legere Auslegung von "Sucht" zu vermitteln versuchen.

      Wenn die Familie "beeinträchtigt" wird durch "Hobby" oder "Sucht"... dann ist die Benennung und Diskussion darum völlig egal. Wenn das System "Familie" zu oft hinten dran steht, zieht der Ehepartner schon irgendwann die Konsequenzen, wenn er so nicht leben kann. Egal, wie der "Beeinträchtiger" seine Spielerei, "moderate Trinkerei" oder was auch immer bevorzugt benennt und sieht.
      _______
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      Je gieriger die Betreiber, desto geiziger die Spieler. --> Ein offensichtlich gieriger werdender Betreiber verliert immer mehr Spieler.
    • WunRo schrieb:

      Irgendwie drängt sich ja der Gedanke auf, dass Du da irgendwo ein persönliches Problem damit hast. Sonst würdest Du nicht so intensiv die Spielerei verteidigen und eine möglichst legere Auslegung von "Sucht" zu vermitteln versuchen.
      Das liegt daran, dass ich den Mist (Pädagogik und Psychologie) als Fachrichtung meines Fachabis hatte und mir tatsächlich ein wenig mehr Gedanken zu dem Thema mache anstatt einfach nur "ist süchtig" zu sagen.

      Wenn du das so handeln möchtest, so be it. Mir entspricht das aber nicht.
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      einzig wahre fLasche™

      Talisman - Talismänner, DosP
    • Nun ja wir können aber nicht abstreiten, dass täglich 2-3 Stunden am Computer zu spielen nicht gerade dem normalen Alltag entspricht.
      Ich zum Beispiel kann mir nicht im geringsten Vorstellen, dass ich weiterhin so viel Spiele, wenn ich mal Frau und Kinder habe.
      Meine Vorstellung sieht grob so aus:

      1.)~5:00 Uhr Aufstehen
      2.) - 6:00 Uhr Arbeiten
      3.) ~14-16 Uhr Feierabend (je nachdem wie viel Überstunden sein müssen)
      4a.) ~14.30-15.00 Uhr Sport (falls 14 Uhr Feierabend und min. 1-2 mal Pro Woche)
      5.) 16.30-17.00 Uhr Kinder abholen (Tagesbetreuung)
      6.) 17.00-18.30 Uhr Abendessen (mit Zubereitungszeit)
      7.) 18.30-19.00 Uhr kleinere Haushaltsaufgaben

      Alles weitere wäre nun nicht planbar.
      Allerdings sollte man etwas Zeit mit seiner Familie verbringen. Selbstverständlich könnte man sich auch einfach hinsetzen und die Frau bzw. Mann kochen sowie Haushaltsaufgaben erledigen lassen.
      Oder die Frau arbeitet gar nicht und erledigt das alles, während man noch bei der Arbeit bzw. auf dem Heimweg ist.
      Von letzterem gehe ich aber nicht aus, da man ja einen gewissen Lebensstandard sowie Auslastung möchte. Und ersteres machen die Partner im normalfall auch nicht gerne mit.
      Im normalfall sollte man aber um 22 Uhr im Bett liegen, wenn man 7 Stunden Schlaf möchte.
      Somit hätte man in meinem Beispiel grade mal ca 3 Stunden pro Abend Zeit.
      Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Partner es dann akzeptieren würde, wenn man sich täglich 2-3 Stunden seinem "Hobby" widmet. Zumindest nicht über einen längeren Zeitraum.
      Immerhin möchten die Kinder und Frau ja auch mal etwas Zeit mit mir verbringen.
      Und auch an den Wochenenden kann es zeitlich eng werden.
      Mein/e Kind/er werden definitv in ihrem Talent gefördert.
      Sei es nun Sport, Kunst oder etwas musikalisches. Dafür gibt es Vereine und extra Schulen.
      Wenn man nun 2 Fußball spielende Kinder hat, wirds ganz hart.
      Fußballturniere laufen gerne mal von 9-17 Uhr und die Vereine erwarten ehrenamtliche mithilfe.

      Selbstverständlich gibt es Leute, die keine Kinder möchten und/oder lieber alleine Leben.
      Diese hätten dann deutlich mehr Zeit und würden ja auch niemanden vernachlässigen.
      Meiner Meinung nach sollte man allerdings einen Kinderwunsch haben. Gründe dafür spielen ja jetzt keine Rolle.
    • DeepinTheGround schrieb:



      Alles weitere wäre nun nicht planbar.
      Doch, doch :D

      Auch wenn der eine oder andere meine Meinung kontrovers findet, haben wir hier ein Sozialsystem.

      Das bedeutet: Wenn du auch mal keine Lust / Kraft oder es gesundheitlich nicht kannst wirst du durch unser System unterstützt.

      Heißt für dich, dass du nicht zwingend ein Sklave der Gesellschaft / deiner Firma sein musst.

      Und Sachen die uns seid Kindheit an eingeprägt werden "Familie / Arbeit = Sorgenfreies Leben" sind meiner Meinung nach Blödsinn.

      Gegen dieses System der Ausbeutung hab ich mich schon vor 5 Jahren gestellt und beziehe seit dem ALG 2.

      Selbstverständlich muss jeder für sich entscheiden, welchen weg er in seinem Leben einschlägt.

      Vielleicht denke ich in 10 - 15 Jahren anders und wünsche mir doch 1 Kind und dieses Leben wie du es beschrieben hast.

      Aber aktuell genieße ich es einfach viel zu sehr auf Kosten der Steuerzahler einfach mal gegen 11:00 aufzustehen und Onlinespiele zu zocken :P

      Lg DrA...#IhrWisstSchonWer :P
      Neulich Bremen - Steintor.

      .. auf Tour mit 2 Kumpels...

      ne alde: Komm machen machen 50€

      50€ pro Kopf? Neh zu Teuer, leudde wir gönnen uns lieber Welpis....

      NEIN STOP NEIN!! 50€ du du und du alle zusammen 50€....

      #TruestoryBeliveItOrLassEsSein
    • Traurig diese Einstellung. Mal abgesehen davon, dass das System ohnehin nicht funktionieren kann, wenn es jeder so macht und niemand mehr arbeiten geht, ist es in erster Linie für Leute gedacht, die wirklich nicht mehr in der Lage sind einen Job auszuführen, oder eben einfach keinen finden trotz Bemühungen. Leute, die so denken wie du sollten gerade genug Geld um etwas essen und zutrinken kaufen zu können bekommen, mehr nicht meiner Meinung nach. Naja zu deinem Glück hab ich da eher wenig zu sagen^^

      Es hat ja auch nicht nur was mit "Sklave deiner Firma/Gesellschaft" zu tun. Normalerweise macht man einen Job, der einem auch Spaß macht, ansonsten hat man sich den falschen ausgesucht. Außerdem ist es für das Selbstwertgefühl viel besser, wenn man eben einen hat statt jeden Tag nur zuhause rumzuhängen ohne wirkliches Ziel und in der Gesellschaft kommt sowas sowieso besser an. Leute, die gerne arbeiten würden aber nix finden, oder es eben nicht mehr können tun mir deshalb sogar extrem Leid. Für Leute, die die gleiche Einstellung wie du teilen kann ich leider nur starke Abneigungen empfinden.

      Letztenendes wird man ja nicht gezwungen jeden Tag 8 Stunden+ zu arbeiten. Man kann ja auch Teilzeit gehen, wenn man eben mehr Freizeit haben möchte.
    • Gott schrieb:

      Gefühlt ist jeder, mit dem ich online ein Spiel in irgendeiner Art spiele laut Suchtmerkmalen süchtig, das schließt mich nicht aus.
      Spannender finde ich die Frage, ob diese Suchtmerkmale in unserer Zeit überhaupt noch fassen, oder ob man, weil sich grade im Bereich Medien alles so schnell entwickelt, diese regelmäßig überarbeiten muss. Wenn ich etwas weiter denke, so wird in 50 Jahren mmn. kaum noch jemand nicht süchtig sein(bezogen auf Medien à la Pc, Handy, Konsole usw.).
      Das ist tatsächlich ein wichtiger Punkt. Es gibt auf diesem Gebiet nur wenige Spezialisten im Bereich der Therapeuten(Psychologen, Psychiater,Neurologen usw.). Das ist auch einfach dem Punkt geschuldet, dass die jetzigen Therapeuten nicht mit den Medien aufgewachsen sind, die derzeit zur Verfügung stehen und deren Ausbildung dementsprechend dafür nicht ausreicht oder veraltet ist und auf frühere Zustände aufbauen. Mit dem Wissen von damals werden heutige Diagnosen beziehungsweise Bewertungen vorgenommen, die falsch sind oder ein viel schlimmeres Bild zeichnen, als es tatsächlich der Fall ist.

      Onlinegames stellen ja auch soziale Kontakte her, was sehr oft gar nicht so gewertet wird. Hier haben ja schon sehr viele davon aus persönlicher Sicht berichtet. Für einige kann es sogar die einzige Möglichkeit sein zu sozialen Kontakten zu kommen aus den verschiedensten Gründen. Ein Therapeut würde es als kritisch beurteilen, wenn die betroffene Person dies an mehreren Stunden pro Tag machen würde.

      Jeder Person ist ein "Fall" für sich und muss auch so bewertet werden und es spielen viele Umstände mit rein. Ich denke genau das macht es auch so schwer zu bewerten, ob jemand süchtig ist oder nicht. Einige sehr deutliche Anzeichen gibt es sicherlich. Wenn jemand Schulden macht, sein Schlafrhythmus auf Dauer völlig durcheinander gerät oder es zu Entzugserscheinungen kommt, wenn der Zugang durch äußere Einflüsse nicht mehr möglich ist. Auch wenn es keine Stoffabhängigkeit ist, kann es trotzdem zu Entzugserscheinungen kommen - wie zum Beispiel Angst- und Panikattacken, Nervosität, Aggressionen uvm.
    • Hallo zusammen,

      habe mir mal die meisten Beiträge durchgelesen und finde ich mich tatsächlich in einigen wieder, besonders in dem von DosP recht zu Beginn (ich hab dieses Zitier Prozedere noch nicht ganz durchschaut, sonst könnte ich mich jetzt direkt auf den betreffenden Teil beziehen).

      Ich (aktuell 23J) bin mit etwa 14 Jahren durch einen sehr guten Freund auf Metin gestoßen. Von da an war ich erstmal 2-3 Jahren lang süchtig danach, habe mir in der Schule schon Pläne gemacht wo ich heute farmen gehe, am Wochenende um 6 Uhr morgens den Wecker gestellt damit ich ganz früh auf den leeren Maps reinhauen kann, und auch die oder bei PaysafeCard drauf gehauen (als Minderjähriger mit kleinem Taschengeld ist alles andere eher schwierig).

      An irgendeinem Punkt (ich weiß nicht mehr genau welcher) war das Spiel für mich ausgelaugt, weswegen ich mit 17/18 Jahren (damals wurde gerade die Lv Grenze auf 105 gesetzt) das Spiel von jeglichen Geräten verbannt habe. Jetzt, nach über 4 Jahren Pause, habe ich irgendwie mega Bock auf nen PVM WaSu bekommen und neu gestartet (mir ist erst vor Kurzem wieder der Zettel mit den ganzen Login-Daten von früher in die Hände gefallen :cry: (Mosha for Life). Vielleicht war das aber ganz gut, um mal die gröbsten Neuerungen besser kennen zu lernen.

      Seit meinem Neustart sind mir mehrere Dinge aufgefallen:

      1. Ich verbringe noch viel mehr Zeit InGame als noch zu meinen Jugendzeiten, obwohl ich nicht mehr in der Schule bin, sondern einen Vollzeitjob habe und abends nebenbei noch meinen Master mache (ich mach drei Kreuze wenn der Spaß endlich vorbei ist, macht das auf keinen Fall). Den Hauptgrund dafür sehe ich allerdings darin, dass ich mittlerweile in meinen eigenen vier Wänden wohne und kein Elternteil ins Zimmer stürmen kann und mir damit droht, mir das Internet abzudrehen :rofl: :rofl: :rofl:

      2. Ich investiere noch viel mehr Geld in den IS als noch früher. Das liegt aber daran, dass ich ein recht vernünftiges Einkommen habe und mir das überhaupt nicht weh tut. Soll ich jetzt Tagelang farmen für diesen bonierten Gegenstand den ich brauche? Och ne, ich kauf den lieber blank und hau nen hunni auf Bonis.


      Unabhängig von der momentanen Situation musste ich mir im Laufe meiner 23 Jahre eingestehen: ich bin extrem, und ich meine EXTREM anfällig für Süchte (Außer Drogen, ich kann dem Zeug echt nichts abgewinnen). Das fing mit 6 Jahren mit meinem ersten Gameboy an, zog sich über meinen PC und Metin bis zu meinem 18. Lebensjahr, ab dem die Spielothek äußerst interessant wurde, und bleibt bis heute für Computerspiele bestehen. Wenn ich etwas für mich entdecke, dann stecke ich schnell jegliche Energie in das jeweilige Objekt meiner Begierde. Letztes Jahr zum Beispiel hat mir mein Cousin einen Overwatch gezeigt, und ich habe jede freie Minute da verbracht, mir jeden Skin geholt der gerade in einem Event verfügbar war und gut aussah, und mich bei jeder Niederlage richtig schwarz geärgert. Mittlerweile spiele ich das Spiel vielleicht 1x wöchentlich. Ich habe also immer quasi eine Art Extremphase, die aber bisher immer von alleine weggegangen ist. Ich entdecke eine neue App, spiele die für ein paar Wochen pausenlos, und stelle sie dann irgendwann aufs Abstellgleis. Ich war 1 Jahr lang fast jeden Tag in der Spielothek (habe lustigerweise immer mitgeschrieben wie mein aktueller "Zockerstand" war); Mein "Zockerkontostand" reichte von +500€ bis -500€. Glaube am Ende habe ich insgesamt um die 200 Euro verzockt, war letztes Jahr einmal für nen 5er am Automaten, kann also mit Fug und Recht behaupten, dass ich das ebenfalls hinter mir lassen konnte.

      Was mir in solchen Situationen immer geholfen hat und auch immer noch hilft: Zum Einen, dass ich mir meine eigene Anfälligkeit eingestanden habe. Dadurch, dass ich weiß dass ich mich bei sowas im Blick behalten muss. Ich sage mir selbst, dass ich nicht bei RTL im Interview mit verranzter Bude im Hintergrund zu meinem Schicksal interviewt werden will.

      Zum Anderen ist für mich schon immer wichtig gewesen, dass Zocken (in welcher Form auch immer) NIE die Hauptbeschäftigung in meinem Leben war, ist und sein wird (als Streamer auf Twitch meine Brötchen zu verdienen, dafür reichen meine Zocker Skills ums Verrecken nicht aus). ALs Kind / Jugendlicher kam hielten sich Schule, Mannschaftssport im Handballverein, Klavier und später Tanzen die Waage. Mit 18 waren es Freunde, die mir gesagt haben, dass ich das Geld nicht in die Spielo tragen soll, und heute ist neben dem Beruf und gelegentlichen Vorlesungen am Abend das Fitnessstudio ca. 2-3x die Woche ein Muss. Und dann ist da ja noch meine Freundin, die ich mir vor ein paar Monaten angelacht habe, mit der ich zurzeit überglücklich bin, und die ich ab und zu ja auch mal sehen will :rofl: ich wache morgens irgendwie lieber mit einer Frau im Arm als mit der Computermaus in meiner Hand auf :haus: Und natürlich will ich meine Eltern und Geschwister, die mir das Wichtigste auf der Welt sind, hier nicht als Faktor außer Acht lassen, auch wenn ich meine Mum jedes mal verflucht habe, wenn sie den Router abgestöpselt hat <3

      Was ich also jedem als Tipp mitgeben kann, weil es bei mir immer ein wichtiger Faktor war: einen Gegenpol suchen (Freunde, Familie, Sport, Hobbies). Das Spiel, welches es auch sei, sollte zu keinem Zeitpunkt die Hauptbeschäftigung im Leben sein. Außer an einem freien Wochenende, fuck yeah, da kann man auch mal 15-20 Stunden im DT farmen <33


      So, jetzt mal genug von meinem Selbsthilfegruppe-Post.


      Die meisten Spiele, insbesondere die neuen Apps mit Open End (wie sie z.B. Supercell, Blizzard, aber auch die Gameforge kreiert haben) sind darauf ausgelegt, den Spieler erstmal mit kostenlosem Content zu locken und das Spiel so zu konstruieren, dass der Spieler irgendwann die Geduld verliert und sich durch InGame-Käufe das Leben scheinbar erleichtert. Zu vielen Suchtproblemen trägt die Spieleindustrie einfach durch die Struktur ihrer Spiele bei, weil sie damit hat ihr Geld verdienen. Das wird sich auch nicht ändern fürchte ich, alles was man tun kann ist sich dessen bewusst zu sein und mit sich selbst auszumachen, wieviel Investition für einen selbst einerseits machbar, andererseits auch vertretbar ist.


      Eine Sache die mich persönlich ziemlich getriggert hat ist die Anlehnung an das Sozialsystem in Deutschland, welches hier bereits angesprochen wurde. Es gibt immer Einzelschicksale, die aus den schlimmsten Gründen in den Status des Bedürftigen abgerutscht sind, obwohl sie dies nicht wollen, genauso wie es Menschen gibt, denen eine Grundversorgung reicht. Hier muss man allerdings auch bedenken, dass es in JEDER Struktur schwarze Schafe gibt. Ich denke da an ein oder zwei Mitarbeiter bei uns im Unternehmen, die öfter krank sind als dass sie anwesend sind und durch die LFZ trotzdem Gehalt kriegen. Und sind sie mal da, machen sie sich nen faulen Lenz. Aber naja, solche Pfosten gibt es halt immer.

      Mein persönlicher Anspruch, welcher auch von meinem Vater vorgelebt wurde, bestand immer darin, möglichst auf eigenen Beinen stehen zu können, später mal die Familie, die ich liebe, versorgen zu können, und meinen Eltern im Pflegealter die 22 Jahre, die sie mich getragen haben, zurückgeben zu können. Wem die Sozialbezüge reichen, hey viel Spaß beim Ausschlafen und nichts für ungut, jeder ist seines Glückes Schmied. Mir reicht das nicht. Durch euch wird wenigstens der Markt in Metin gefüllt :kp: