Zum ersten Mal seit 20 Jahren Metin2 scheint auf Einwände aus der Community reagiert zu werden – leider zum Nachteil von Azrael. Spieler, die seit vier Jahren auf einem geschlossenen Server feststecken, wurde zunächst Hoffnung gemacht, wieder gemeinsam mit Freunden auf belebteren Servern spielen zu können. Stattdessen werden Azrael-Spieler nun auf einen Server mit schlechteren Rates verschoben und somit zusätzlich benachteiligt.
Die Kommunikationsweise ist in dieser Situation kaum nachvollziehbar. Wie kam die Entscheidung zustande, die ursprünglich angekündigten Server zu fusionieren – eine Information, die im Übrigen noch immer unverändert im News-Bereich des Gameforge-Clients steht? Handelte es sich um eine spontane Entscheidung oder um einen durch Daten, Fakten und Analysen gestützten Prozess? Wie kann es sein, dass eine so weitreichende Maßnahme wie die Fusion von vier Servern derart unreflektiert kommuniziert wird, sodass wenige hundert Forenbeiträge ausreichen, um die Entscheidung vollständig umzukehren? Wo bleiben die transparenten und nachvollziehbaren Argumente der Verantwortlichen?
Auch der sogenannte „Kompromiss“, gegen Gebühr genau einen Charakter auf Ruby übertragen zu dürfen, ist kaum tragbar. Grundsätzlich habe ich keinerlei Problem damit, Geld in Metin2 zu investieren. Doch gezwungen zu werden, ein komplettes Farm-Setup – inklusive Spendengilde, Buff-Char, Balator/Meley-Gilde und Hydra-Char – mit erheblichem finanziellen Aufwand zu verschieben und dabei vier von fünf Charakteren pro Account zu verlieren, nur um schlechteren Rates zu entkommen, ist für viele Spieler schlicht unzumutbar.
Ruby-Spieler verhindern durch ihren Widerstand im Forum die seit zwei Jahren überfällige Fusion, da die Verantwortlichen bereits beim ersten Gegenwind einknicken. Gleichzeitig wird Azrael nach Jahren der Vernachlässigung nun endgültig fallen gelassen.
Nach dieser äußerst unglücklichen und peinlichen Kommunikationspanne sollten zumindest die Rates angepasst oder – besser noch – die dringend notwendige Fusion von Azrael vollständig überdacht bzw. abgesagt werden.
Abschließender Hinweis:
Wer Entscheidungen für eine große Spielerschaft trifft, wird nie jeden zufriedenstellen können. Umso wichtiger ist es, Entscheidungen fundiert vorzubereiten, sie klar und nachvollziehbar zu begründen und so die Community von deren Notwendigkeit zu überzeugen. Hoffnungen zu wecken und anschließend sofort zurückzurudern, wirkt jedoch unprofessionell und untergräbt das Vertrauen nachhaltig.